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Baar: Gemeinde Baar will das Asam-Grundstück verkaufen

Baar

Gemeinde Baar will das Asam-Grundstück verkaufen

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    Aktuell sind die baufälligen Gebäude auf dem ehemaligen Asam-Anwesen eingezäunt. Grundstück und Gebäude in der Schulstraße stehen nach wie vor zum Verkauf.
    Aktuell sind die baufälligen Gebäude auf dem ehemaligen Asam-Anwesen eingezäunt. Grundstück und Gebäude in der Schulstraße stehen nach wie vor zum Verkauf. Foto: Stefanie Brand

    Im August 2020 fand der weit über die Baarer Ortsgrenzen hinaus bekannte Flechtermarkt letztmalig bei Theresia Asam in der Schulstraße statt. Die Organisatorin kehrte Baar damals den Rücken, siedelte um nach Oberfranken und bot das Grundstück der Gemeinde zum Kauf an. Diese erwarb das Anwesen. Es umfasst 1400 Quadratmeter Grund, einen Stadel, ein Haus, das etwa um 1900 herum erbaut wurde und das bis dato nur „provisorisch“ bewohnbar gemacht wurde, wie Baars Bürgermeister Roman Pekis auf Rückfrage berichtet. Nun steht das Grundstück samt Bebauung, die abgerissen werden muss, seit geraumer Zeit wieder zum Verkauf, denn die Pläne der Gemeinde für die Fläche haben sich längst zerschlagen.

    Ursprünglich habe die Gemeinde das Grundstück erworben, um eben dort eine Krippe für den Baarer Nachwuchs errichten zu können. Die Idee, die davor kursierte, – dass eine Krippe unterhalb des neuen Baugebiets Am Zeintl gebaut werden könnte – stieß auf Kritik bei den Häuslebauern im Neubaugebiet.

    Asam-Anwesen wird für Kita nicht mehr gebraucht

    Kurzfristig habe die Gemeinde dann die Möglichkeit ergriffen, das Asam-Grundstück zu erwerben. Bevor es jedoch zu Planungen dort kam, entstand die Idee zur Mini-Kita, die im Jahr 2021 im Keferhaus im Kirchweg eingerichtet wurde. Mittlerweile stellte sich heraus, dass die Mini-Kita, in der Platz für zehn unter Dreijährige ist, ausreichend groß ist für die Kinder im Ort. Daher steht das ehemalige Asam-Anwesen nun zum Verkauf – was aus verschiedenen Gründen im Ort umstritten ist.

    In der Bürgerversammlung im Frühjahr wurde der Preis moniert, der für das Grundstück veranschlagt wurde. Pekis erklärt, dass das Grundstück zum Bodenrichtwert verkauft werde. Andere Bürgerinnen und Bürger würden es hingegen begrüßen, wenn das Grundstück im Besitz der Gemeinde bliebe – um später eine Kindertagesstätte zu errichten oder Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung zu haben. Doch dafür werde das Grundstück aktuell nicht reserviert, so Pekis.

    Wie die Baarer Kinder betreut werden

    Die Baarer Kinder werden aktuell in der Mini-Kita Sonnenkäfer betreut bis sie alt genug sind, um in den Kindergarten zu wechseln. Anschließend können sie den katholischen Kindergarten St. Laurentius besuchen oder den Waldkindergarten Weinbergstrolche der Gemeinde Baar. Um die Mittagsbetreuung zu realisieren, wird an der Grundschule angebaut. Da sich der Anbau verzögert, werden die Grundschülerinnen und Grundschüler vorübergehend in der Mehrzweckhalle betreut, hieß es in der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause.

    Das Asam-Anwesen steht also zum Verkauf. Auf der Internetseite der Gemeinde sind die weiteren Details nachzulesen, wie etwa, dass ein Bauzwang gilt und auch ein Weiterveräußerungsverbot an Dritte besteht. Der Preis pro Quadratmeter liegt bei 220 Euro. „Da es hier keinen Bebauungsplan gibt, muss sich ein neues Bauwerk in erster Linie einfügen. Allerdings bietet diese Situation auch viele Möglichkeiten“, erklärt Rathauschef Pekis.

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