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Baar: Baarer wünschen sich Platz für Kita und Mittagsbetreuung

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Baarer wünschen sich Platz für Kita und Mittagsbetreuung

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    Die Schülerzahlen in Baar steigen. Deshalb gibt es die Sorge, dass die Mittagsbetreuung ausziehen muss.
    Die Schülerzahlen in Baar steigen. Deshalb gibt es die Sorge, dass die Mittagsbetreuung ausziehen muss. Foto: Stefanie Brand (Archivbild)

    Nach einer Stunde, in der Baars Bürgermeister Roman Pekis bei der Bürgerversammlung das Jahr 2023 in Zahlen und Bildern Revue passieren ließ, hatten die Bürger das Wort. Etwa 60 waren in die Mehrzweckhalle gekommen. Ein großes Thema war die Kinderbetreuung. Mehrere brachten für eine Kita und für die Mittagsbetreuung ein Grundstück an der Schulstraße ins Spiel und formulierten Anträge, die der Gemeinderat später behandeln muss. 

    Josef Ruisinger monierte, dass das einst günstig erworbene Grundstück, das vor allem für Flechtertreffen und -märkte bekannt war, nun teuer verkauft werden solle. Die einstige Besitzerin erwäge, einen Anwalt einzuschalten, berichtete er. Manuel Krawietz beantragte daraufhin, das Grundstück nicht zu verkaufen, sondern binnen zehn bis 15 Jahren mit einer Kita zu bebauen. Christine Winter-Bächer erkundigte sich nach der Zukunft der Mittagsbetreuung an der Grundschule. Die ist vor allem räumlich unklar, weil die Schülerzahlen steigen. Sie beantragte ebenfalls, das Grundstück nicht zu verkaufen. Eventuell könnte es kombiniert genutzt werden: für die Betreuung von Krippen-, Kindergarten- und Grundschulkindern. Florian Reiter bat um die Offenlegung der Kosten, die die Gemeinde pro Kind in der Kinderbetreuung ausgibt.

    Hochwasserschutz an den Baarer Gewässern

    Manuel Krawietz, dessen Kind die Mini-Kita Sonnenkäfer besucht hat, sprach deren Außenanlagen an. Regelkonform seien diese, aber nicht sinnvoll. Sein Angebot, hier aktiv zu werden, sei im Sand verlaufen, monierte er. Pekis berichtete, dass bereits Angebote eingeholt worden seien, die Gemeinde aber einen Blick auf den Haushalt haben müsse, bevor etwas investiert werden kann. Heuer soll die Fassade gestrichen werden, was schon für 2023 geplant war.

    Werner Wörle erkundigte sich nach den Hochwasserschutzplänen. Das, was an den Gewässern in Baar passiere, gefalle ihm gut, aber er sorge sich, was beim nächsten Starkregen am Zeller Bächlein passiert. Doch auch Andreas Winter hatte Bedenken wegen der Entwässerung ins Zeller Bächlein, da sowohl das Regenwasser als auch das Wasser aus dem Baugebiet in das Gewässer fließen soll. Pekis sagte dazu, die bereits umgesetzten ökologisch nachhaltigen Aktionen sollten für Entspannung sorgen.

    Anträge wegen Moos, Laub und Dachrinnen

    Andreas Winter brachte eine Reihe weiterer Anträge vor: Das Bushäuschen solle von Moos befreit, die Dachrinnen gereinigt werden. Im Herbst müsse aus den Bushäuschen öfter das Laub entfernt werden. Grundsätzlich wünschte er sich, dass sich die Gemeindemitarbeiter mehr um die Straßen und Gehwege kümmern. Der Gemeinderat soll prüfen, ob das dritte Bauhof-Fahrzeug noch gebraucht wird, das einst als Klärwärter-Fahrzeug angeschafft wurde. Zudem soll die Verwaltung nach den Rechnungen für die Herstellung des Postwegs und des Försterbergs suchen. Aus dem Topf für Straßenausbaubeitragskompensationsleistungen seien über 350.000 Euro für Straßenzüge im Ort geflossen. Für den Postweg und den Försterberg rechnet Winter in etwa mit derselben Kompensationsleistung und erklärt: Es wäre „sehr bedauerlich“, wenn der Gemeinde das Geld durch die Lappen ginge. 

    Josef Ruisinger monierte, die Gemeinde habe bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft gefehlt, und forderte Zusammenarbeit ein. Pekis erklärte, es habe sich um ein Missverständnis gehandelt, er betrachte die zusammenarbeit nicht als "dramatisch schlecht“. Es gab bereits gemeinsame Begehungen der Feldwege. Landwirtschaftsreferent Christian Hell kümmert sich mit der Jagdgenossenschaft darum. Gottfried Denkel forderte, auch der Waldwegebau sollte bedacht werden. Der Weg zur Marienkapelle sei kaum begehbar, geschweige denn mit einem Kinderwagen befahrbar. Pekis sagte zu, mit jenen zu sprechen, die vermutlich für den Zustand des Weges verantwortlich sind. 

    Bürger will Verzicht auf Jubiläumsfeier

    Franz Winter merkte an, der Schaukasten am Gemeindehaus solle repariert werden. Dort sei seit Jahren das Glas kaputt. Parkplätze und Gehwege rund um die Bäuerle-Ambulanz sollten hergestellt werden. Zudem sei die Landschaftssäuberungsaktion im Ort eigentlich einen Monat zu spät, denn wenn sich die Vereine aufmachen, um den Unrat aus den Feldern und Fluren zu picken, sei das Gras schon viel zu hoch. Manuel Krawietz warf ein, jetzt sei die optimale Zeit. 

    Markus Wünsch fragte nach, ob die Gemeinde an der Sanierung der Kirchenmauer in Oberbaar mit freiwilligen Helfern beteiligt sei. Das sei nicht der Fall, so Pekis. Er wolle aber als Privatperson mitarbeiten. Zudem beantragte Wünsch, auf die geplante Feier im September zum 30. Jubiläum der Selbstständigkeit der Gemeinde zu verzichten – „aufgrund der finanziellen Situation“. Die Tatsache, dass die Preise für die Mittagsbetreuung um 60 Prozent steigen, gleichzeitig aber ein Fest geplant werde, lasse sich für ihn nicht vereinbaren. 

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