Welches Thema in Pöttmes liegt Ihnen besonders am Herzen?
Mir liegt die Qualität unserer Kinderbetreuung sehr am Herzen, ebenso die Generalsanierung unserer Schule und die Modernisierung unserer Infrastruktur. Ebenfalls möchte ich mich für die Stärkung des Ehrenamtes und der Gemeinschaft in unserer Gemeinde einsetzen. Ein zentrales Fundament unseres Handelns bleiben Bürgernähe und Bürgerdialog.
Im Markt Pöttmes stehen mit der Sanierung der Schule und weiterer Infrastruktur wie der Kläranlage teure Projekte an. Wie wollen Sie das trotz klammer Kassen finanziell bewältigen und dennoch genug „Luft“ für anderes haben?
Wir werden den Fokus weiter auf unsere Pflichtaufgaben verengen müssen. Freiwillige Leistungen sind dabei genau zu betrachten und jeweils kritisch zu hinterfragen – auch mit dem Ziel, Rücklagen für die Generalsanierung der Schule anzulegen. Die Kosten für die Kläranlage müssen wir von Gesetz wegen zu 100 Prozent wieder von den Bürgern zurückverlangen. Über die verschiedenen Varianten hierzu entscheidet der Gemeinderat. Somit geht die Gemeinde hier „lediglich“ in finanzielle Vorleistung.
Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?
Ein sehr wichtiges Anliegen ist uns, die Jugendförderung der Vereine zu erhöhen – wer hier die Jugendarbeit stärkt, stärkt die Zukunft unserer Gemeinde. Noch im Februar legen wir ein Alternativkonzept zusammen mit dem Familienstützpunkt Nord für den Jugendtreff in Pöttmes vor, dass dieser weiter bestehen kann.
Was brauchen die Senioren?
Wir wollen, dass ältere Menschen in unserer Gemeinde nicht nur gut versorgt sind, sondern sich gesehen, gehört und wertgeschätzt fühlen. Deshalb versuchen wir weiter, einen Seniorenbeauftragten einzurichten. Weiter wollen wir in interkommunaler Zusammenarbeit eine Gemeindeschwester als starkes Zeichen für Fürsorge und Vorsorge etablieren. Und wir bleiben konsequent auf unserem Weg, seniorengerechtes Wohnen und Tagespflegeangebote weiterzuentwickeln. Damit niemand gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen, nur weil sich die Lebenssituation verändert.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
Wählen zu gehen, ist wichtig, weil jede Stimme mitentscheidet, wie unsere Gemeinde oder unser Landkreis in Zukunft gestaltet werden. Wer wählt, übernimmt Verantwortung und stärkt die Demokratie – wer nicht wählt, überlässt Entscheidungen anderen.
Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Bürgermeisters erklären? Der Bürgermeister ist so etwas wie der Chef von unserem Ort.
Er passt auf, dass es den Menschen gut geht, dass es Spielplätze, Kindergärten, Schulen und Straßen gibt. Wenn es Probleme gibt, versucht er zu helfen und Lösungen zu finden. Und er hört den Menschen zu, was sie sich für ihren Ort wünschen.
Was schätzen Sie an Ihrem Konkurrenten?
Ich finde es gut, dass sich jemand bereit erklärt, Verantwortung für unsere Gemeinde zu übernehmen. Das zeigt Engagement für Pöttmes, auch wenn wir in vielen Punkten unterschiedliche Vorstellungen haben.
Mirko Ketz
- Alter: 51 Jahre
- Aufgewachsen in: Dresden, seit 2001 in Echsheim
- Familienstand: verheiratet
- Kinder: zwei erwachsene Kinder
- Ausbildung und Beruf: Abitur, 1993 – 1996 Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Bayern zum Diplom-Verwaltungswirt, bis 2020 Polizeihauptkommissar, ab 2020 Bürgermeister Markt Pöttmes
- Hobbys: Bürgermeister sein
- Was würden Sie gerne besser können? Fremdsprachen
- Ehrenämter: Ortsvorsitzender CSU Echsheim, Kreisgeschäftsführer Nord CSU Aichach-Friedberg, KPV-Vorsitzender Aichach-Friedberg, Beisitzer Vorstand VHS Aichach-Friedberg
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