Startseite
Icon Pfeil nach unten
Aichach
Icon Pfeil nach unten
Aindling
Icon Pfeil nach unten

Theaterverein Aindling feiert gelungene Premiere mit der Krimikomödie „Mordstödlich“

Aindling

Skurril, listig, tödlich: Volksbühne Aindling begeistert mit neuem Stück

  • |
  • |
  • |
  • |
    Im Stück „Mordstödlich“ decken (von links) Inspektor Pratt, Miss Maple, Colonel Charles Craddock, Margaret Craddock, Constable Thomkis, Elisabeth Hartley-Trumpinton und Pierre Marceau auf der Suche nach dem Täter vielerlei Geheimnisse und Intrigen auf.
    Im Stück „Mordstödlich“ decken (von links) Inspektor Pratt, Miss Maple, Colonel Charles Craddock, Margaret Craddock, Constable Thomkis, Elisabeth Hartley-Trumpinton und Pierre Marceau auf der Suche nach dem Täter vielerlei Geheimnisse und Intrigen auf. Foto: Albertine Ganshorn

    Im Moosbräusaal in Aindling wird derzeit nicht nur gespeist und gefeiert – hier wird gemordet. Allerdings mit einem Augenzwinkern. Der Theaterverein Volksbühne Aindling bringt mit der Krimikomödie „Mordstödlich“ eine ebenso spannende wie herrlich überzeichnete Parodie auf die Bühne. Und eines ist nach der Premiere klar: Wer glaubt, Dorftheater sei vorhersehbar, wird hier eines Besseren belehrt.

    Zum Inhalt: Lady Mildred (Andrea Rhon) lebt mit ihrer Nichte Dorothy (Simone Gross) und dem treuen Butler Bunting (Marcus Artner) zurückgezogen auf einem alten Landsitz. Die aristokratische Ruhe bekommt Risse, als Lady Mildred beschließt, alte Bekannte einzuladen – selbstverständlich nicht ohne Hintergedanken. Erwartet werden ihr langjähriger Freund Colonel Charles Craddock (Josef Schoder) mit Gattin Margaret (Regina Eckert) sowie der zwielichtige Kunsthändler Pierre Marceau (Stefan Ohm) mit seiner Begleiterin Elisabeth Hartley-Trumpinhton (Victoria Schoder).

    In Aindling „ermittelt“ Miss Maple

    Als wäre diese illustre Runde nicht genug, taucht auch noch die neugierige Nachbarin Joan Maple (Hannelore Wolf) auf – selbstverständlich uneingeladen. Wo sie erscheint, bleibt kein Geheimnis lange verborgen. Und tatsächlich: Ein plötzlicher Kriminalfall bringt die Gesellschaft durcheinander. Der etwas überforderte Polizeiinspektor Pratt (Christian Braunmüller) und sein treuer, aber nicht minder ratloser Constable Thompkins (Isidor Held) versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Unterstützung erhalten sie von der scharfsinnigen Nachbarin – eine augenzwinkernde Reminiszenz an Miss Marple aus den Klassikern von Agatha Christie. Ob es gelingt, den Fall aufzuklären, sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

    Die Krimikomödie spielt gekonnt mit den typischen Elementen des britischen Kriminalstücks: geheimnisvolle Andeutungen, menschliche Abgründe, falsche Fährten – und jede Menge Wortwitz. Schlag auf Schlag folgen skurrile Szenen, Spiegelung des Alltags, Missverständnisse und pointierte Dialoge. Die Rollen scheinen den Darstellerinnen und Darstellern auf den Leib geschrieben. Jede Figur ist liebevoll überzeichnet, ohne ins Grobe abzurutschen. Genau das macht den Reiz des Stückes aus.

    Aindlinger Theaterspieler glänzen mit Spielfreude und Präzision

    Das Publikum darf sich auf einen Abend voller Lacher, überraschender Wendungen und augenzwinkernder Spannung freuen. Dabei bleibt das Stück stets niveauvoll. Es ist diese Mischung aus Tempo, Spielfreude und Präzision, mit der der Theaterverein das Klischee vom „Dorftheater“ weit hinter sich lässt. Auch fürs leibliche Wohl ist vor Beginn und in den Pausen bestens gesorgt.

    Regie führt Josef Schoder, der gemeinsam mit Isidor Held, Stephan Paula und Martin Stollreiter auch für Bühnenbau und Technik verantwortlich zeichnet. Das stimmige Bühnenbild gestalteten Andrea Rhon und Josef Schoder, die Mediengestaltung liegt in den Händen von Bettina Holzinger. Für die Maske sorgen Sylvia und Veronika Held, Carina Müller, Julia Bachmeir und Bettina Holzinger, souffliert wird von Helga Seidl. Ein eingespieltes Team, das sichtbar mit Herzblut arbeitet – und dem man die Freude am Detail anmerkt. Eines steht fest: Im Moosbräusaal wird derzeit nicht nur gespielt – dort wird mit sichtbarer Leidenschaft Theater gemacht. Und das ist schlichtweg mordsmäßig gut.

    Weitere Theateraufführungen in Aindling

    Wer einen heiteren, spannenden und zugleich charmanten Theaterabend mit Familie oder Freunden erleben möchte: Für die Aufführungen am Samstag, 28. Februar, sowie am Sonntag, 1. März, Freitag, 6. März, und Samstag, 7. März, gibt es noch Karten unter www.theater-aindling.de. Mit etwas Glück gibt es auch Restkarten an der Abendkasse.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren