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Tödlicher Unfall bei Rehling: Diskussion um sichere Überquerung an Bushaltestelle

Rehling

Mädchen von Auto erfasst: So stuft das Landratsamt die Unfallstelle bei Rehling ein

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    Kerzen und Blumen an der Unfallstelle: Nach dem Tod eines zehnjährigen Mädchens in St. Stephan wird über die Verkehrssicherheit an dieser Stelle diskutiert.
    Kerzen und Blumen an der Unfallstelle: Nach dem Tod eines zehnjährigen Mädchens in St. Stephan wird über die Verkehrssicherheit an dieser Stelle diskutiert. Foto: Albertine Ganshorn

    Hätte dieser Unfall verhindert werden können? Das ist die Frage, die sich viele Menschen nach dem Unfalltod eines zehnjährigen Mädchens beim Rehlinger Ortsteil St. Stephan stellen. Auch in den sozialen Medien wird vielfach darüber diskutiert, ob die Bushaltestelle direkt an der Kreisstraße insbesondere für Kinder zu gefährlich ist. Nach der Aichacher Polizei teilte jetzt auch das Landratsamt in Aichach mit, dass die Stelle „in den letzten Jahren nicht auffällig“ gewesen sei. Dennoch soll die Haltestelle „St. Stephan Schmidberger“ demnächst überprüft werden.

    An dieser Haltestelle stieg das Mädchen laut Polizei aus dem Bus aus, der in Richtung Oberach unterwegs war. Danach wollte die Zehnjährige die Lechauenstraße hinter dem Bus überqueren, um auf den Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite zu kommen. Dabei wurde sie von einem Auto, das Richtung Langweid fuhr, erfasst und so schwer verletzt, dass sie in der Folge im Krankenhaus starb. Da die Bushaltestelle außerorts zwischen den Rehlinger Ortsteilen St. Stephan und Oberach liegt, dürfen Autos in diesem Abschnitt der AIC 9 grundsätzlich 100 Kilometer pro Stunde fahren. Sie müssten laut Straßenverkehrsordnung allerdings auch auf der Gegenfahrbahn auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen, solange ein Bus an der Haltestelle steht und das Warnblinklicht eingeschaltet hat.

    Bei derartigen Vorzeichen muss nach Polizeiangaben damit gerechnet werden, dass Personen aus dem Bus aussteigen. Auch das Warnschild „Kinder“, das auf beiden Straßenseiten aufgestellt sei, weise den Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass er seine Geschwindigkeit gegebenenfalls verringern muss. Gleichzeitig erläutert die Polizei, dass die betroffene Bushaltestelle grundsätzlich nicht sehr stark frequentiert ist. Regelmäßig werde sie lediglich von Fahrgästen genutzt, die den dortigen Aussiedlerhof erreichen oder von dort abfahren wollen.

    Wie das Landratsamt erläutert, wurde der Bereich um die Bushaltestelle bisher nicht als gefährlich eingeschätzt, da die Sicht in beiden Fahrtrichtungen gegeben sei. Nach dem schweren Unfall werde die Unfallkommission die Unfallstelle aber zeitnah begutachten und zusammen mit der Aichacher Polizei und dem Landkreis als Straßenbaulastträger prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten. Voraussetzung dafür sei allerdings die Analyse des genauen Unfallhergangs. Der Unfallkommission gehören Vertreter des staatlichen Bauamts, der unteren Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts und der örtlichen Polizei an. In diesem Fall kommt noch ein Vertreter des Tiefbauamts des Landkreises dazu.

    Unfall bei Rehling: Ergebnisse des Unfallgutachtens ausschlaggebend für Änderungen

    Ob tatsächlich Änderungen vorgenommen werden, ist dabei zunächst völlig offen. Die Ergebnisse des Unfallgutachtens spielen hier eine bedeutende Rolle. Generell gibt es laut Landratsamt verschiedene Möglichkeiten, um die Querung einer Straße außerorts sicherer zu gestalten: eine Querungshilfe, eine Reduzierung der Geschwindigkeit oder die Anbringung von Gefahrenzeichen. Letzteres, die Aufstellung des Verkehrszeichens „Kinder“, ist demnach seit Jahren an der Stelle umgesetzt. Es weise die Verkehrsteilnehmer frühzeitig darauf hin, dass im Bereich der Bushaltestelle mit Personen zu rechnen ist. Der Rehlinger Bürgermeister Christoph Aidelsburger ging am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion davon aus, dass die Verkehrssicherheit an dieser Stelle in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Beteiligten verbessert werden kann.

    Die Trauer in Rehling ist weiterhin groß. Auf dem Gehweg, den das Mädchen erreichen wollte, war bereits am Wochenende eine kleine Gedenkstätte mit vielen Lichtern und Blumen entstanden. Auch über die sozialen Medien bringen viele Menschen über Bestürzung und ihre Trauer zum Ausdruck.

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