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Umfrage in Aichach: Wann geben Menschen Trinkgeld und wie viel?

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Umfrage in Aichach: Geben Sie Trinkgeld – und wenn ja, wie viel?

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    Trinkgeld ist in Branchen wie der Gastronomie üblich. Kundinnen und Kunden stehen häufig vor der Frage: Wie viel muss ich extra bezahlen und kann ich darauf auch verzichten?
    Trinkgeld ist in Branchen wie der Gastronomie üblich. Kundinnen und Kunden stehen häufig vor der Frage: Wie viel muss ich extra bezahlen und kann ich darauf auch verzichten? Foto: Gregor Tholl, dpa (Symbolbild)

    Ein Obolus für den aufmerksamen Service im Café, den gut gelungenen Haarschnitt beim Friseur oder die schnelle Essenslieferung – in vielen Branchen gehört ein zusätzliches Trinkgeld zur eigentlichen Bezahlung dazu. Es gilt als Zeichen der Wertschätzung für gute Arbeit. Doch die ungeschriebene Regel sorgt im Alltag oft für Unsicherheit: Wann zahlt man den Zusatzbetrag eigentlich wirklich, und wie hoch sollte er bestenfalls ausfallen? Sind die berühmten zehn Prozent noch immer das Maß der Dinge? Und gibt es Situationen, in denen man den freiwilligen Zuschuss ganz ohne schlechtes Gewissen auch einmal in der Geldbörse lassen kann? Am 21. Mai ist Welttrinkgeldtag. Wir haben daher Passantinnen und Passanten in Aichach gefragt, wie sie es im Alltag mit dem Trinkgeld halten.

    Georg Glas, Aichach
    Georg Glas, Aichach Foto: Moritz Winkler

    Georg Glas, Aichach: Ich gebe eigentlich immer Trinkgeld. Das gehört für mich dazu. Meistens runde ich auf oder orientiere mich an den üblichen sechs bis zehn Prozent. Meiner Meinung nach gehört Trinkgeld nicht nur in der Gastronomie, sondern auch beim Friseur, der Werkstatt und dem Postboten dazu. Wenn ich etwa mein Rad für die Reparatur zum Fahrradladen bringe, dann schmeiße ich immer etwas in die Kaffeekasse. Das ist für mich selbstverständlich. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einmal kein Trinkgeld gegeben habe.

    Sind zehn Prozent noch die Regel? „Nur einmal habe ich bisher kein Trinkgeld gegeben“

    Heidi Aile, Pöttmes: Ich gebe in der Regel immer Trinkgeld. Zehn Prozent sollten es meistens schon sein – egal, ob in der Gaststätte oder beim Friseur. Bisher ist es noch nie vorgekommen, dass ich keines gegeben habe.

    Markus Schormair, Aichach
    Markus Schormair, Aichach Foto: Moritz Winkler

    Markus Schormair, Aichach: Ich bin ein Freund davon, Trinkgeld zu geben. Wenn es sich anbietet, runde ich die Beträge auf glatte Summen auf. Ich schaue immer, dass ich ungefähr auf zehn Prozent hinkomme. Bar zahle ich dabei fast kaum noch, sondern meistens digital mit Karte. Für mich gehört Trinkgeld einfach dazu: So habe ich das gelernt und so bin ich aufgewachsen.

    Ruth Henkenschuh, Bäumenheim: Trinkgeld gebe ich immer. Normalerweise bin ich da auch sehr großzügig. Mindestens zehn Prozent, das ist meine Regel. Nur einmal habe ich bisher kein Trinkgeld gegeben. Damals hatte ich eine unfreundliche Bedienung, die mich unverschämt behandelt hat. In einem solchen Fall finde ich es in Ordnung, darauf zu verzichten. Denn Trinkgeld ist in erster Linie eine zusätzliche Belohnung. Insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass die Leute in den letzten Jahren immer weniger Trinkgeld geben.

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