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Das Erfolgsrezept des griechischen Restaurants Kreta in Meitingen

Meitingen

Parkplätze sind oft knapp: Was macht das Restaurant Kreta in Meitingen so erfolgreich?

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    Stavros und Anastasia Mouratidis vor ihrem Restaurant Kreta in Meitingen.
    Stavros und Anastasia Mouratidis vor ihrem Restaurant Kreta in Meitingen. Foto: Monika Treutler-Walle

    Schon am frühen Abend füllen sich die Tische im Restaurant Kreta in Meitingen. An der Ratiborer Straße werden die Parkplätze knapp. Familien, Paare, Freundesgruppen und Stammgäste sitzen bei gegrilltem Fisch, duftendem Gyros und einem Glas Wein zusammen. Viele kennen sich, man grüßt sich beim Hereinkommen, die Stimmung ist entspannt und lebendig. Dass im Kreta an den meisten Abenden sehr reger Betrieb herrscht, fällt sofort auf.

    „Wir haben schon auch Tage, an denen weniger los ist. Aber grundsätzlich sind wir zufrieden mit der Zahl der Gäste, die zu uns kommen“, sagen Stavros und Anastasia Mouratidis bescheiden. Tatsächlich hat sich das Restaurant über die Jahre einen hervorragenden Ruf weit über Meitingen hinaus erarbeitet. Rund 80 Prozent der Gäste seien Stammkunden aus Meitingen und der Umgebung, bis nach Augsburg und Donauwörth.

    Viele Zutaten im Meitinger „Kreta“ stammen direkt aus Griechenland

    Für Stavros Mouratidis liegt der Erfolg vorrangig in der gleichbleibenden Qualität. „Wir verarbeiten nur frische Lebensmittel, sonst könnten wir die Qualität nicht halten“, betont er. Wein, Olivenöl, Oliven oder die Blätter für die gefüllten Weinblätter beziehen die Mouratidis unmittelbar von Kreta – jener Insel, die dem Restaurant seinen Namen gegeben hat. Entsprechend finden sich auch typisch kretische Spezialitäten auf der Karte.

    Ein Blick auf die Terrasse des Meitinger Restaurants Kreta. Bald werden hier Pflanzen, Amphoren und ein Brunnen für eine mediterrane Atmosphäre sorgen.
    Ein Blick auf die Terrasse des Meitinger Restaurants Kreta. Bald werden hier Pflanzen, Amphoren und ein Brunnen für eine mediterrane Atmosphäre sorgen. Foto: Monika Treutler-Walle

    Die Speisekarte verändert sich je nach Jahreszeit. „Im Sommer bieten wir mehr Salate an, das Dressing ist selbstverständlich selbst gemacht. Zum Herbst und Winter hin kommt mehr die klassische griechische Küche auf den Tisch“, erklärt Mouratidis.

    Das Ehepaar Mouratidis wechselt sich im Service ab, um im Kontakt mit den Gästen zu bleiben

    Für die Betreiber spielt auch der persönliche Kontakt eine große Rolle. „Deshalb sind meine Frau oder ich immer abwechselnd im Service. Damit die Gäste uns sehen und mit uns sprechen können“, sagt Stavros Mouratidis. Über die Jahre sei so ein enges Vertrauensverhältnis entstanden. Das merkt man auch im Restaurant selbst. Viele Gäste werden mit Namen begrüßt, man kennt Vorlieben und Lieblingsgerichte. Rund 130 Gäste finden in den unterschiedlich großen Innenräumen Platz, noch einmal so viele draußen im Gartenbereich und auf der Terrasse.

    Gerade in den Sommermonaten ist der Außenbereich beliebt. Die Terrasse wurde erweitert und überdacht. Weitere Verschönerungen sind bereits geplant.

    So kam das Ehepaar Mouratidis nach Meitingen

    Dass das Ehepaar heute ein erfolgreiches Restaurant in Meitingen führt, war keineswegs vorgezeichnet. Stavros und Anastasia Mouratidis stammen nicht von Kreta, sondern aus Kastoria im Nordwesten Griechenlands. Die Stadt war lange für ihre Pelz- und Rauchwarenindustrie bekannt. Auch Stavros Mouratidis arbeitete nach seiner Technikerschule zunächst in dieser Branche. 1988 kam er erstmals wegen einer Pelzmesse nach Deutschland, nach Frankfurt am Main. Als sich die Einstellung zu Pelzen veränderte und die Branche zunehmend schwieriger wurde, zog es ihn wie viele andere Griechen nach Deutschland. Dort entdeckte er die Gastronomie für sich.

    1992 begann er beim Krebswirt in Bobingen. „In den zwei Jahren bei Frau Kästele habe ich viel gelernt und vor allem meine Begeisterung für die Gastronomie entdeckt“, erzählt er lächelnd. Später arbeitete er viele Jahre im griechischen Restaurant Poseidon in der Augsburger Maximilianstraße und sammelte dort umfangreiche Erfahrung in Küche und Service.

    Anschließend wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete im Herzen von Donauwörth sein erstes eigenes Restaurant. Zwölf Jahre lang führte er das Lokal erfolgreich. „Für mich stand fest, dass ich in dieser Branche mein Glück finde.“

    Warum die Entscheidung für das „Kreta“ in Meitingen fiel

    Später zog es Stavros Mouratidis noch einmal zurück in seine Heimatstadt Kastoria. Dort lernte er auch seine Frau Anastasia kennen. Gemeinsam entschieden sie sich 2011 für einen Neustart in Deutschland und für Meitingen. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten geprüft. Meitingen war da genau richtig. Hier konnten wir ankommen und uns wohlfühlen“, erzählt Anastasia Mouratidis.

    Ihre beruflichen Wurzeln liegen ursprünglich in einer Konditorei. Bis heute ist sie besonders für Nachspeisen und Kuchen verantwortlich. „Meine Frau hat natürlich ihre Spezialrezepte“, sagt ihr Mann stolz. Heute arbeitet Anastasia Mouratidis sowohl in der Küche als auch im Service mit. Unterstützt wird das Ehepaar von rund zehn langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Einige wohnen sogar direkt über dem Restaurant in dem Gebäude, das die Familie 2020 gekauft hat.

    Privat lebt die Familie nur wenige Schritte vom Restaurant entfernt. Dort wachsen auch die beiden Töchter Emilia und Evelina auf. Trotz der vielen Arbeit sei es wichtig, dass genügend Zeit für die Familie bleibe. „Die Familie darf nicht leiden. Wir sind in Meitingen sehr, sehr glücklich. Es ist ein schöner Ort zum Arbeiten und Leben“, sagen Stavros und Anastasia Mouratidis lächelnd.

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