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EDF Power Solutions plant einen Batteriespeicher in Meitingen. Gremium sorgt sich um Lärm und Naturschutz.

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Wie laut wird der geplante Batteriespeicher in Meitingen?

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    Die Firma EDF Power Solutions plant einen Batteriespeicher im Meitinger Osten – östlich der Gansfeldstraße, westlich des Lechkanals und südlich des Solarfelds.
    Die Firma EDF Power Solutions plant einen Batteriespeicher im Meitinger Osten – östlich der Gansfeldstraße, westlich des Lechkanals und südlich des Solarfelds. Foto: Stefanie Brand

    Die Firma EDF Power Solutions möchte in Zusammenarbeit mit Amprion und LVN einen sogenannten „netzdienlichen Batteriespeicher“ in Meitingen errichten. Dabei handelt es sich um einen Batteriespeicher, der das Stromnetz stabilisieren soll, in dem „überschüssiger“ Strom bei einem Überangebot aus dem Netz genommen und bei Bedarf wieder eingespeist werden kann. So können unter anderem Netzlastspitzen reduziert werden, was sich positiv auf die Stabilität des Netzes auswirkt. Doch welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde?

    Kevin Conroy von der Firma EDF stellte das Projekt dem Gremium des Marktgemeinderats vor, berichtete Meitingens Bürgermeister Michael Higl auf Rückfrage. In diesem Kreis formulierte das Gremium Bedenken und Anregungen seitens der Gemeinde, denn der Standort des Batteriespeichers ist „nicht optimal und konfliktfrei“.

    Der Batteriespeicher soll im Meitinger Osten stehen, direkt südlich des Solarfelds

    Angedacht ist ein Standort im Osten der Marktgemeinde – östlich der Gansfeldstraße, westlich des Lechkanals und südlich des Solarfelds, das sich dort befindet. Seit dem Jahreswechsel ist der Bau von Batteriespeichern laut einer Novellierung im Baugesetzbuch privilegiert, also leichter genehmigungsfähig. Dennoch formulierte das Ratsgremium wichtige Eckpunkte, um die Wohngebiete in der Gansfeldstraße, im Triebweg und in der Hans-Adloch-Straße bestmöglichst vor dem Lärm zu schützen, der von dem Batteriespeicher ausgehen könnte.

    Konkret bedeutet das Folgendes: Eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand sowie weitere lärmmindernde Maßnahmen sollen den Lärm der Anlage reduzieren. Das wünscht sich die Marktgemeinde, obgleich die Firma gerne nur mit fünf Meter hohen Lärmschutzwänden ihr Bauvorhaben umsetzen wollte. Weitere lärmmindernde Maßnahmen – durch eine Umpositionierung der Anlagen, durch eine Verlegung der Strommasten, durch eine Einhausung der Anlage oder durch die Wahl eines geeigneteren Grundstücks – wurden ebenfalls seitens des Gremiums formuliert.

    Was dem Meitinger Gemeinderat besonders wichtig ist

    Ein Ausgleich mit Blick auf eine sogenannte Gemengelage – da der Batteriespeicher dort sehr nahe an der Wohnbebauung errichtet werden soll – genügte dem Gremium nicht. Stattdessen richtete die Gemeinde die Bitte an die Genehmigungsbehörde, dass die Immissionsschutzaspekte ebenso berücksichtigt werden sollen, wie das östliche Natur- und Erholungsgebiet beachtet werden müsse.

    Technisch betrachtet handelt es sich bei der geplanten Anlage um fünf Batteriespeicher mit einer Nennleistung von 50 Megawatt und 110 Megawattstunden nutzbarer Energie. Verbaut werden Lithium-Ionen-Batterien. Je Standort liegt der Platzbedarf zwischen einem halben und einem Hektar. Der Netzanschluss wird darüber sichergestellt, dass die Flächen sich in unmittelbarer Nähe zum LVN-Netzanschlusspunkt befinden. Die Firma Amprion ist Teil des Ganzen, weil sich die Firma unter anderem um die Ausschreibung gekümmert hat, bei der die Firma EDF nun den Zuschlag bekommen hat.

    Auch in Gersthofen und Oberottmarshausen sind Batteriespeicher geplant

    Der Standort in Meitingen ist einer von sechs Standorten, die der Verteilnetzbetreiber LVN zur Verfügung gestellt hat, weil sie sich in der Nähe eines Umspannwerks befinden. Fünf dieser sechs Standorte wird die Firma EDF mit einem Batteriespeicher bebauen. Meitingen ist in den Planungen aktuell der nördlichste Standort. Gersthofen, Oberottmarshausen (Landkreis Augsburg), Irsingen (Landkreis Unterallgäu), Memmingen (Landkreis Unterallgäu) und Vöhringen (Landkreis Neu-Ulm) sind die weiteren möglichen Standorte. Die Firma EDF plant eine Errichtung der Anlage bis Ende 2027. Bis dahin muss das Bauvorhaben mit Bau- und Naturschutzbehörden sowie mit Wasser- und Brandschutzbehörden abgestimmt sein.  

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