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Gemeinderat Bonstetten erarbeitet städtebauliches Entwicklungskonzept

Bonstetten

Was passiert mit der Dolphin-Halle in Bonstetten?

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    Die Gemeinde Bonstetten erarbeitet ein städtebauliches Entwicklungskonzept. Eine wichtige Rolle spielt, was mit der Dolphin-Halle (links) passiert.
    Die Gemeinde Bonstetten erarbeitet ein städtebauliches Entwicklungskonzept. Eine wichtige Rolle spielt, was mit der Dolphin-Halle (links) passiert. Foto: Marcus Merk

    Die Gemeinde Bonstetten beabsichtigt, im Rahmen der öffentlichen Förderkulisse in der Städtebauförderung zu bleiben. Auf Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses vom Mai wird ein entsprechend den aktuellen Anforderungen der Förderkulisse ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet. Es ergeben sich zwei Möglichkeiten, über die der Gemeinderat nun abgestimmt hat.

    Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept ist ein Planungsinstrument, das dabei hilft, Stärken und Schwächen der Gemeinde zu erkennen und konkrete Ziele für die zukünftige Entwicklung des Ortes festzulegen, etwa für Wohnen, Verkehr, Grünflächen oder die Gestaltung des Ortes. Diese Untersuchungen sind eine Voraussetzung dafür, Fördermittel im Rahmen der Städtebauförderung von Bund und Land zu erhalten. Diese Finanzmittel können dann für verschiedene Projekte im Ort eingesetzt werden, wie für Neugestaltung von Spiel- und Sportflächen, Gestaltung von Grünflächen, Straßen und Plätzen, Gemeinbedarf oder der geplanten Neugestaltung der Ortsmitte, hieß es in der Mitteilung der Gemeinde vom Juni.

    Bei dem Plan geht es um eine Blick in die Zukunft

    All diese Vorgaben sind in dem untergeordneten Rahmen- und Masterplan eingearbeitet, den die Landschaftsplanerin Daniele Reingruber sowie Architekt Roman Adrianowytsch (Hochbau) dem Gremium mit zwei Varianten präsentierten. Laut Adrianowytsch ist die Frage: Wie wird sich das Gebiet rund um die Ortsmitte mit der Gewerbenutzung (Dolphin-Halle) entwickeln? Der Rahmenplan bilde lediglich Ideen, so der Architekt. Es sei keine Objektplanung über einzelne Bauten, sondern ein übergeordneter Plan mit Perspektive für die Zukunft, mit der Frage, was mit der Dolphin-Halle geschieht, wenn sie ihre Nutzung aufgibt. Was passiert dann mit der Fläche? Kann man sich Wohnraum oder Freizeitangebote vorstellen?

    Gemeinderat Bonstetten: Eine Variante setzt sich durch

    Während sich die Variante eins auf den Wohnungsbau und die Wege konzentrierte, lagen bei der zweiten Variante Spiel und Sport wie auch die Grünanlagen im Vordergrund. Hier könne man sich Fitnessgeräte für Jung und Alt wie auch Raum für Ballspiele vorstellen. Sitzgelegenheiten sollen hinzukommen. Daniel Schmid (FW) fragte, ob die Gemeinde überhaupt so viel Grünflächen braucht. Er sehe auch das Lärmpotential bei den Stockschützen kritisch. Er stellte den Antrag, das Thema zu vertagen, da auch über die Kosten nicht gesprochen wurde, die für ihn ganz entscheidend sind. „Wir müssen wissen, in welcher Größenordnung sich das Projekt bewegt.“ Dieser Antrag wurde mit fünf zu vier Stimmen abgelehnt, da man sich doch weitere und grundlegende Planungsschritte für die gesamte Ortsmitte erarbeiten sollte, so Bürgermeister Anton Gleich.

    Im Laufe der Diskussionen wurde schnell deutlich, dass die Mehrheit im Gremium zur Variante zwei tendierte. Klaus Weber (CSU/UW) begrüßte diese Variante. Aus seiner Sicht könnten die gut erreichbaren Aktivitätsflächen im Süden am Rand des Ortes integriert werden. In der Ortsmitte hingegen könnte der Wohn- und Parkcharakter weiter gestärkt werden. Zweiter Bürgermeister Bernd Adam (CSU) legte Wert darauf, dass der Kernbereich Eigentum der Gemeinde bleibt und keine Stückelung vorgenommen wird. „Wir sollten in der Ortsmitte in Richtung Freizeitgestaltung weitermachen. Am Ortsrand hingegen könnte man über Baumaßnahmen sprechen.“ Die Variante eins wurde vom gesamten Gemeinderat abgelehnt. Für die Variante zwei stimmte der Gemeinderat mit Mehrheit (fünf zu vier) zu.

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