Oliver und Patric, zwei Klienten aus der Naturwerkstatt des Dominikus-Ringeisen-Werks in Holzen, Teamleiterin Stephanie Gartner und das komplette DRW-Team haben eine Bitte: Die Naturwerkstatt braucht Hilfe bei der Obsternte – und zwar am Samstag, 14. September, zwischen 11 und 15 Uhr.
In diesem Jahr sind nicht nur besonders viele Früchte in Holzen reif geworden, auch der Pflegeaufwand der Grünflächen und Straßen ist hoch – und aktuell nicht zu wuppen für das Team der Naturwerkstatt. Zum Ernten kommen die Klientinnen und Klienten aus der DRW-Werkstatt nämlich erst dann, wenn Mäh-, Pflege- und andere Auftragsarbeiten erledigt sind. Um zu verhindern, dass das Obst ungenutzt bleibt, hat die Chefin der Truppe, Julia Minnich, die auch für die Werkstattgruppen in Meitingen verantwortlich zeichnet, eine Ernte-Hilfsaktion ins Leben gerufen, die nun am kommenden Samstag stattfinden soll.
Auch über die sozialen Medien läuft der Aufruf zur Hilfsaktion
Gemeinsam mit Mitgliedern der Naturwerkstatt, der Außengruppe der DRW-Werkstatt, in dem aktuell sechs Personen mit Behinderung vornehmlich draußen tätig sind, darf am Samstag, 14. September, zwischen 11 und 15 Uhr geerntet werden. Auf dem Flyer, der auch über Social Media verbreitet wurde, lässt sich nachlesen, was geplant ist. Julia Minnich erklärt den Grund für die Aktion so: „Hauptsache das Obst wird verwertet.“ Dafür werden im Vorfeld die Bäume, die abzuernten sind, mit einem gelben Band gekennzeichnet. Bei den Obstbäumen handelt es sich um Äpfel- und Birnenbäume alter Sorten, die zum Verzehr oder zum Saften geeignet sind.
Wer eine kurze Einweisung durch DRW hinter sich gebracht hat, kann nach Belieben losernten. Mit der Ernte könnte zweierlei passieren. Das DRW selbst stellt Behälter auf, in die das Obst kommt, das später zur Mosterei gefahren wird. Dort wird Saft aus den Äpfeln und Birnen, was auch bedeutet: Der Saft, der so entsteht, kommt den DRW-Klientinnen und Klienten sowie dem Hotel Kloster Holzen zugute. Wer für den Eigenverzehr ernten möchte, ist ebenfalls gerne gesehen. Der sammelt seine Ernte dann in selbst mitgebrachten Eimern und kann das Obst direkt mit nach Hause nehmen.
Treffpunkt ist quasi direkt unter den Obstbäumen, die außerhalb der Klostermauern stehen. Wer über die Straße Am Klosterberg nach Holzen fährt, die die Orte Ehingen, Holzen und Allmannshofen verbindet, wird an der Zufahrt zu DRW, dem Klosterladen und dem Tagungshotel Kloster Holzen bereits DRW-Vertreter sehen, die informieren und unterstützen.
Bäume an Klostermauer in Holzen sind üppig mit Obst behangen
Mit Blick auf die üppig behangenen Bäume auf der Wiese, entlang der Klostermauer und am Kiesparkplatz freut sich das DRW über Unterstützung aus der Bevölkerung. Wer für den Eigenverbrauch ernten möchte, sollte einen Behälter für das Obst selbst mitbringen. Wer über einen Apfelpflücker verfügt, könnte sich so die Arbeit auch erleichtern. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz werden empfohlen, zudem weist Stephanie Garnter vorsorglich daraufhin: Wegen der vielen Obstbäume gibt es auch viele Wespen, die um das Obst herumschwirren. Spielt das Wetter nicht mit, muss die Ernteaktion, die heuer ihren Testlauf haben soll, leider ausfallen. (AZ)
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