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Rohbau, Wildwuchs und Schotter: 1,5 Millionen Grundstück in Aystetten wird aktuell zwangsversteigert

Aystetten

Rohbau, Wildwuchs und Schotter: 1,5 Millionen Grundstück in Aystetten wird zwangsversteigert

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    Nur Schutt und Wildwuchs umgeben den Teil eines Rohbaus im Aystetter Süden. Jetzt werden diese Grundstücke zwangsversteigert.
    Nur Schutt und Wildwuchs umgeben den Teil eines Rohbaus im Aystetter Süden. Jetzt werden diese Grundstücke zwangsversteigert. Foto: Fabian Strehle

    Mitten in Aystetten steht ein Grundstück leer. Allein diese Nachricht ist schon ungewöhnlich, schließlich genießen Immobilien in der Gemeinde im Westen des Landkreises eine hohe Nachfrage. Dennoch ist die 2580 Quadratmeter umfassende Fläche im Südwesten der Gemeinde derzeit hauptsächlich von Wildwuchs bedeckt. Lediglich der Teil eines Rohbaus zeugt noch von den ursprünglichen Bebauungsplänen. In knapp einem Monat sollen mehrere Grundstücke auf dem Gebiet zwangsversteigert werden, der Gesamtwert wird auf 1,49 Millionen Euro geschätzt. Vor der Zwangsversteigerung gab es für die Grundstücke noch große Pläne.

    Vom Bauprojekt zur Ruine: Das steckt hinter dem 1,5-Millionen-Grundstück in Aystetten

    Ursprünglich stand auf dem Gesamtgrundstück ein Einfamilienhaus, dieses wurde vor einigen Jahren jedoch abgerissen. Stattdessen sollten auf dem Grundstück zwei Doppelhäuser und zwei Einfamilienhäuser entstehen. Dieses Projekt verfolgte zumindest eine Baufirma. Von diesen Plänen ist heute aber nicht mehr viel zu sehen. Ein letztes Relikt dieses Vorhabens ist der Teil des Rohbaus einer Doppelhaushälfte der zwischen dem Wildwuchs und Schutt auf dem ansonsten verwaisten Gelände steht. Laut Exposé weist dieser Rohbau eine „starke Durchfeuchtung der Bauteile“ sowie „Schimmel- und Moosbildung“ auf, weshalb er wohl abgerissen werden müsse. Mehr ist von dem Projekt nicht geblieben. Im Juli werden die Grundstücke am Amtsgericht Augsburg zwangsversteigert, nachdem die Baufirma insolvent gegangen war.

    Das Gesamtgrundstück umfasst eine Fläche von 2580 Quadratmetern und wird auf 1,49 Millionen Euro gesetzt.
    Das Gesamtgrundstück umfasst eine Fläche von 2580 Quadratmetern und wird auf 1,49 Millionen Euro gesetzt. Foto: Fabian Strehle

    2580 Quadratmeter in Aystetten: Ist die Gemeinde auch interessiert?

    Der geschätzte Wert des Gesamtgrundstücks beträgt 1,49 Millionen Euro. Auch im Aystetter Rathaus hat man von der Zwangsversteigerung mitbekommen. „Wir wissen davon, aber es gab bisher noch keine konkreten Überlegungen als Gemeinde mitzubieten“, sagt Aystettens Bürgermeister Markus Winterhalter. Der Fokus der Gemeinde liege derzeit auf anderen Projekten, wie Winterhalter weiter erklärt: „Der Bildungscampus ist ein Projekt, das viele Investitionen benötigt und das derzeit im Vordergrund steht.“ Auch im Gemeinderat wurden bisher noch keine konkreten Pläne besprochen, was auf dem 2.580 Quadratmeter umfassenden Gelände entstehen könnte. „Wenn es konkrete Vorschläge zu Projekten auf den Grundstücken, beispielsweise betreutes Wohnen, geben würde, könnte man darüber im Gemeinderat sprechen“, sagt Winterhalter. Da dies aber zurzeit nicht der Fall sei, werde die Gemeinde voraussichtlich darauf verzichten, an der Zwangsversteigerung teilzunehmen.

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