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Nach Elfmeter-Drama: Dinkelscherben bleibt in der Bezirksliga

Fußball

Elfmeterdrama im Video: Dinkelscherben hält die Klasse

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    Von seinem Teamkameraden gefeiert wurde Torhüter Lukas Kania, der beim 6:5-Sieg des TSV Dinkelscherben gegen den TSV Babenhausen im Elfmeterschießen zweimal parieren konnte und so den Bezirksliga-Erhalt festhielt.
    Von seinem Teamkameraden gefeiert wurde Torhüter Lukas Kania, der beim 6:5-Sieg des TSV Dinkelscherben gegen den TSV Babenhausen im Elfmeterschießen zweimal parieren konnte und so den Bezirksliga-Erhalt festhielt. Foto: Oliver Reiser

    Es war einmal. Vor vier Jahren konnte sich der TSV Dinkelscherben in der Relegation gegen den TSV Babenhausen vor über 700 Zuschauern in Wiesenbach mit 3:1 durchsetzen und nach vier Jahren in der Kreisliga die Rückkehr in die Bezirksliga feiern. Am Pfingstsonntag standen sich die beiden Mannschaften erneut gegenüber. Und da wiederholte sich das Märchen. Den Kampf um den Klassenerhalt hat der TSV Dinkelscherben nämlich erneut gewonnen. Nach dem 6:5-Sieg nach Verlängerung und Elfmeterschießen vor 1.243 Zuschauerinnen und Zuschauern in Balzhausen bleiben die Lila-Weißen im schwäbischen Oberhaus, der TSV Babenhausen muss in die Kreisliga absteigen. Zum Helden des Tages avancierte Dinkelscherbens Torhüter Lukas Kania, der zwei Elfmeter parieren konnte und selbst einen verwandelte.

    Johannes Singl verwandelt den entscheidenden Elfmeter

    „Und wer denkt an meine Nerven“, stöhnte Bernhard Lehner, der Vorsitzende des TSV Dinkelscherben, nachdem zuerst Lukas Kania den zweiten Elfmeter gehalten hatte und anschließend Johannes Singl den alles entscheidenden Ball vom Punkt zum 6:5 versenkte. Schließlich lag der Vorteil zunächst auf Seiten der Lila-Weißen, nach dem Kania den ersten Strafstoß gehalten und selbst zum 1:0 getroffen hatte. „Kapitän Kubina hat gesagt, du schießt und da habe ich das halt so gemacht“, strahlte der Keeper über beide Ohren. Das Momentum schien zu kippen, als Daniel Wiener beim Stand von 4:4 an Torhüter Simon Dilba scheiterte und Babenhausen nun vorlegen konnte. Doch Vinzent Zott und Johannes Singl gaben sich wie zuvor Lukas Kania, Thomas Kubina, Maximilian Micheler und Josef Kastner keine Blöße.

    Im Elfmeterschießen: Dinkelscherbens dramatischer Klassenerhalt in Bildern

    TSV Dinkelscherben - TSV Babenhausen Relegation 2026
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    97 Bilder
    Der TSV Dinkelscherben schlägt den TSV Babenhausen mit 6:5 im Elfmeterschießen und bleibt Bezirksligist. Wir haben die besten Bilder.

    Das beste am Spiel war bis zum Elfmeterschießen die Kulisse: Weit über 1.200 Zuschauer hatten sich bei tropischen Temperaturen in Balzhausen eingefunden. Unmittelbar vor Spielbeginn gab es für die Haupttribüne eine Abkühlung durch den Rasenspenger. Doch auch das konnte den Einsatz und die Ausdauer der Babenhausener Fans nicht bremsen, die ihre Mannschaft 120 Minuten stehend und lautstark anfeuerten. „In den ersten 20 Minuten hatten wir die besseren Chancen“, blickte Trainer Stefan Kauer zurück. Hakan Avcic schoss aus spitzen Winkel am langen Eck vorbei (5.), der Schuss von Vinzent Zott rauschte abgefälscht vorbei (10.) und Babenhausens Torhüter Simon Dilba konnte gerade noch vor Elias Seibold klären (20.).

    Josef Kastner und der TSV Dinkelscherben konnten sich gegen den TSV Babenhausen in der regulären Spielzeit plus Verlängerung nicht durchsetzen.
    Josef Kastner und der TSV Dinkelscherben konnten sich gegen den TSV Babenhausen in der regulären Spielzeit plus Verlängerung nicht durchsetzen. Foto: Oliver Reiser

    Bundesliga-Spieler unter den Zuschauern

    Dessen Cousin Jonas war übrigens von Ziemetshausen aus nach Balzhausen gejoggt, um den Lila-Weißen die Daumen zu halten. Ebenso wie Luca Sirch, der vor einem Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern in die erste Bundesliga steht. Borussia Mönchengladbach wird als neuer Verein gemunkjelt. Neutral wenn auch nicht nüchtern waren die Meisterkicker des SV Mindelzell, die mit Traktor und Anhänger auf ihrer Feiertour Station machten. Sie alle mussten mitansehen, wie der Tabellen-13. der Bezirksliga Süd nach der ersten Trikpause mehr und mehr Oberwasser bekam. Dinkelscherbens Defensive musste einige Grätschen im Hochrisikobereich einsetzen, um Schlimmeres zu verhindern. Bei einem Direktschuss von Fatih Ademi musste sich Lukas Kania gewaltig strecken (26.). In der Nachspielzeit der Halbzeit stand der TSV-Schlussmann bei einem weiteren Versuch von Ademi aus kürzester Distanz goldrichtig. Den Ball hatten viele schon drin gesehen.

    Vor einer imposanten Kulisse lieferten sich der TSV Dinkelscherben und der TSV Babenhausen ein Relegationsspiel auf Augenhöhe.
    Vor einer imposanten Kulisse lieferten sich der TSV Dinkelscherben und der TSV Babenhausen ein Relegationsspiel auf Augenhöhe. Foto: Oliver Reiser

    „Da hat uns Lucky im Spiel gehalten“, konstatierte Stefan Kauer später: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr abwartend gespielt. In Durchgang zwei waren wir dann klar besser.“ Doch es fehlte die Präzision. Hakan Avci zielte aus drei Metern genau auf den Torwart (50.), Alexander Brecheisen scheiterte am Keeper (71.), der eingewechselte Felix Rost traf nur die Stange hinter dem Tor (82.). So musste Lukas Kania seine Mannschaft mit einer Parade gegen Tim Keller (89.) in die Verlängerung retten, die man sich als neutraler Zuschauer angesichts der Klasse des Spiels jetzt nicht unbedingt gewünscht hätte.

    Zum zweiten Mal hintereinander in die Verlängerung

    Augen zu und durch! Zum zweiten Mal nach dem 3:1 gegen die SpVgg Langerringen am vergangenen Mittwochabend musste der TSV Dinkelscherben in die Overtime. Und hatte da noch eine ganz brenzlige Situation zu überstehen, als Kapitän Thomas Kubina nach einem Frustfoul, weil ein Elfmeter an ihm von Schiedsrichter Sebastian Deak nicht gepfiffen wurde, für zehn Minuten auf die Strafbank geschickt wurde. „Kühlen Kopf bewahren, bis Kube wieder kommt“, forderte Stefan Kauer von seinen Mannen, die die letzten Reserven anzapften. „Diese Verlängerung hätte es nicht gebraucht“, so Abteilungsleiter Martin Mehr, der am liebsten mitgespielt hätte. Am Ende konnte man froh sein, dass es noch zum Elfmeterschießen kam, denn erneut verhinderte Lukas Kania bei einem Kopfball von Ademi den „Lucky Punch“ für die Allgäuer. So konnte „Lucky“ schließlich zum Matchwinner für den TSV Dinkelscherben werden. „So ein Spiel mit so einer Dramatik wollen wir so schnell nicht mehr haben“, war Stefan Kauer erleichtert. „Deshalb wollen wir nächstes Saison besser spielen. Aber jetzt reißen wir erst einmal Balzhausen und dann Dinkelscherben ab“, lacht der TSV-Coach, während im Hintergrund die ersten Bierflaschen geöffnet wurden.

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