Gemeinsam mit Solisten der Bayerischen Staatsoper und dem „Jungen Chor“ St. Raphael aus Steppach wird die Stadtkapelle Neusäß am 6. Dezember mit der „Fledermaus“ von Johann Strauß erneut ein neues Genre erobern, die Operette. Wie es dazu kam, erklärt Dirigent Wasyl Zakopets im Interview mit unserer Redaktion.
Ein Blasorchester spielt eine Operette - das hört sich ehrgeizig an, Herr Zakopets...
ZAKOPETS: Als ich Mitte 2023 die Leitung der Stadtkapelle Neusäß übernahm, hatte ich natürlich einige Ziele und Motivationspunkte, die ich mit den Musikerinnen und Musikern umsetzen wollte, damit das Orchester am besten davon profitieren kann. Wir wollen zeigen, dass ein Blasorchester ein breites Spektrum hat und neben der Traditionsmusik auch Rock, Pop oder Klassik umsetzen kann. Am Anfang war das Orchester etwas zurückhaltend, aber mittlerweile machen sie alles begeistert mit und sind unglaublich engagiert dabei. Voriges Jahr hatten wir ja bereits das Rock-/Pop-Konzert zusammen mit dem Großen Chor des Justus-von-Liebig Gymnasiums, das sehr erfolgreich war.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper?
ZAKOPETS: Ich komme ja aus der Profibranche, unter anderem als Oboist und habe Kontakte zu einigen Solisten der Staatsoper. Der Vorschlag, einen regionalen Chor mit dazuzunehmen, kam von der Stadtkapelle und sie schlugen den Steppacher Chor vor. Die Proben mit dem „Jungen Chor“ St. Raphael klappten einwandfrei und ich muss der Leiterin Andrea Hartinger ein großes Lob aussprechen. Alle verstehen sich und die Zusammenarbeit ist sehr gut. Wir hatten mit der Stadtkapelle vor Kurzem ein gutes, intensives, wahrscheinlich auch anstrengendes, Probenwochenende, zu dem auch die Solisten dazu kamen.
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