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Bus und Tram: AVV-Kunden können jetzt Fahrkarten mit dem Handy kaufen

Bus und Tram

AVV-Kunden können jetzt Fahrkarten mit dem Handy kaufen

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    AVV-Kunden können künftig Fahrscheine über ihr internetfähiges Handy kaufen.
    AVV-Kunden können künftig Fahrscheine über ihr internetfähiges Handy kaufen. Foto: Sylvio Wyszengrad

    Der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) will flexibler werden und neue Zielgruppen ansprechen. Gelingen soll dies mit Fahrscheinen, die sich die Kunden ab sofort über ihr internetfähiges Handy kaufen können. Wie bei der Bahn bekommen Passagiere ein Online-Ticket mit einem Barcode. Dieses zeigen sie bei Kontrollen vor.

    „Damit reagieren wie auf die Bedürfnisse von jungen und technikbegeisterten Kunden“, sagt Olaf von Hoerschelmann, Geschäftsführer des AVV. Wer das Angebot nutzen will, muss sich zunächst im Internet registrieren (siehe Infokasten unten). Angeboten werden neben Nachttickets, Tageskarten und Einzelfahrten auch Streifenkarten. Einzelfahrscheine sind drei Stunden gültig; bei Streifenkarten muss man die Streifen jeweils online abbuchen.

    Seit 2007 als Pilotversuch

    Der Verkehrsverbund nutzt dafür ein Projekt, das seit 2007 als Pilotversuch lief und 2010 seinen regulären Betrieb aufnahm. Laut Ludwig Nerb, verantwortlicher Mitarbeiter der Stadtwerke, ist Augsburg die 15. Region, die sich anschließt. Das kommunale Unternehmen investierte 20 000 Euro, um den Dienst anbieten zu können. Bereits dabei sind unter anderem die Verkehrsverbünde von Ulm, Nürnberg, Hamburg, Freiburg und Dresden. Dewegen können Kunden auch in diesen Regionen über ihr Handy Fahrkarten erwerben.

    In den beteiligten Regionen leben 24 Millionen Menschen. Davon nutzt bislang aber nur ein Teil den Fahrkartenkauf übers Mobiltelefon. „Aktuell sind es 130 000 Kunden, die Zahl ist in den vergangenen Monaten aber stark gestiegen“, sagt Helge Lorenz, Geschäftsführer von TCAC. Das Unternehmen bietet das Modell an und hat es in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt. Als Mitglied des AVV ist auch die Deutsche Bahn daran beteiligt. Sie bietet einen solchen Dienst für ihre Züge schon länger an. „Wer bei uns angemeldet ist und für den AVV ein Ticket erwerben will, muss sich allerdings noch einmal registrieren“, erklärt Bärbel Fuchs, Geschäftsleiterin Marketing bei der Regio Allgäu-Schwaben.

    Der Ausweis muss immer dabei sein

    An die Nutzung sind einige Bedingungen gekoppelt. So müssen Kunden den Fahrschein vor Antritt der Fahrt kaufen. Zudem müssen sie  einen gültigen Personalausweis oder Reisepass dabei haben. „So soll verhindert werden, dass die Tickets beispielsweise im Freundeskreis vervielfältigt werden“, sagt Lorenz.

    Zudem muss eine PIN-Nummer eingegeben werden, um den Kauf zu vollziehen und die Fahrkarte freizuschalten. Diese erhalten Nutzer bei der Registrierung im Internet. Die Datensicherheit werde strengstens eingehalten, versprach Lorenz.

    Drei Möglichkeiten

    Es gibt drei Möglichkeiten, die Fahrkarten zu bezahlen: Lastschrift,  Kreditkarte oder Überweisung. Auch Minderjährige können das Angebot nutzen, sie können bis zu 50 Euro auf das Überweisungs-Konto einzahlen.

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