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Augsburg

21.02.2019

Fujitsu-Standortleiterin Vera Schneevoigt steigt bei Bosch ein

Vera Schneevoigt wechselt von Fujitsu zu Bosch.
Bild: Bosch

Im Zuge der Fujitsu-Standortschließung in Augsburg haben sich Vera Schneevoigt und das Unternehmen getrennt. Jetzt hat die 53-Jährige eine neue Aufgabe.

Vera Schneevoigt (53), zuletzt Geschäftsführerin der Fujitsu Technology Solutions GmbH in Augsburg, übernimmt zum 1. April 2019 die neu geschaffene Position des Chief Digital Officer (Managerin für Digitale Transformation) sowie die Entwicklungsleitung des Bosch-Geschäftsbereichs Gebäudetechnik. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.

Schneevoigt freut sich auf Herausforderung bei Bosch

Schneevoigt verantwortete seit 2014 bei Fujitsu als Geschäftsführerin die Entwicklung, Produktion, Logistik und den Einkauf für das Produktgeschäft außerhalb Japans und leitete zudem den Entwicklungs- und Produktionsstandort des Konzerns in Augsburg. Kurz nach Bekanntwerden der geplanten Standortschließung des Augsburger Werks wurde offiziell, dass der Ende März auslaufende Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen nicht verlängert wird.

Schon länger berät Schneevoigt Vertreter der Bundes- und Landespolitik zu Fragen des Einflusses der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und und legt großen Wert auf die Förderung von Frauen – gerade in digitalen Berufen. Zu ihrem Einstieg bei Bosch sagt die 53-Jährige: „Bosch ist hoch innovativ und auf dem Weg hin zu einem weltweit führenden IoT-Unternehmen. Ich freue mich sehr, dass ich den Geschäftsbereich Gebäudetechnik bei dieser Reise unterstützen darf.“

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Bei Fujitsu beginnen die Sondierungsgespräche

Bei Fujitsu in Augsburg kämpfen Arbeitnehmervertreter unterdessen nach wie vor um den Erhalt des Standorts, der bis September 2020 geschlossen werden soll. Dem Vernehmen nach ist man nun in die Sondierungsgespräche eingestiegen, bei denen beide Seiten ihre Forderungen und Positionen festlegen wollen. Auch ein Gutachten, dass Alternativen zur Schließung aufzeigen soll, wird in den kommenden Wochen erwartet. Wann die offiziellen Verhandlungen beginnen ist demnach weiter offen.

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Fujitsumitarbeiter fahren zur Kundgebung nach München
Bild: Silvio Wyszengrad

Im Oktober letzten Jahres gab das japanische Unternehmen die Schließung des Augsburger Standorts bekannt. Betroffen sind rund 1500 Festangestellte und etwa 350 Leiharbeiter. Wie aus Branchenkreisen zu vernehmen ist, hat der japanische Konzern bei ähnlichen Vorgängen bislang mit sozialverträglichen Lösungen operiert. Ob das auch in Augsburg zutreffen wird, ist allerdings völlig offen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.02.2019

Die Zeche zahlen die deutschen Steuerzahler.

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21.02.2019

Die Manager fallen immer weich bzw. 'wechseln', da steht keiner auf der Strasse (war bei Siemens, Nokia Siemens Networks, Nokia...alles öfter erlebt), idR. noch ne kräftige Prämie/Aktienpaket mitnehmen und weg. Und die Kollegen stehen auf der Str. bzw 'sitzen' bei der Arbeitsagentur...

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22.02.2019

Ja, und wir schauen diesem elenden Treiben nur tatenlos zu. Kein Mensch getraut sich hier einmal etwas zu unternehmen bzw. auf die Straße zu gehen. Bin ja mal gespannt, ob die "Organisatoren der Entlassungs-Demo" auch hier aktiv werden, um zu zeigen wo es zum Himmel stinkt im Staat?

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21.02.2019

Herzlichen Glückwunsch
ruckzuck die Schäfchen im Trockenen.

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