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AfD-Parteitag Augsburg

21.06.2018

Krawall-Reiseführer: Unbekannte bedrohen Hoteliers

Die Polizei nimmt die Aufrufe der linken Krawallmacher ernst.
Bild: Hendrik Schmidt, dpa (Symbolbild)

Augsburg rüstet sich für den AfD-Parteitag 2018. Für Aufsehen sorgte die Internetseite „Augsburg für Krawalltouristen“. Jetzt haben sich die mutmaßlichen Autoren erneut gemeldet.

Der Geschäftsführer eines gepflegten Augsburger Hotels traute seinen Augen nicht. In seinen E-Mails fand er eine Nachricht aus dem linksextremen Untergrund.

„Liebe Hotelmanager*innen“ lautete die geschlechtergerechte Anrede. Und dann stellten sich die Absender erst einmal höflich vor: „Wir sind ein Autor*innenkollektiv für linksradikale Reiseführer. Sicher kennen Sie unsere neueste Veröffentlichung mit dem Titel „Augsburg für Krawalltouristen“ bereits. Momentan arbeiten wir an einer Aktualisierung dieses Reiseführers. Insbesondere wollen wir bei den genannten Hotels nachbessern.“

Nahezu fehlerfrei und in offenbar gespielt freundlichem Ton kommen die Absender zur Sache: „Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist es für unsere Zielgruppe, den linksradikalen Krawalltouristen, sehr wichtig zu wissen, ob das ausgewählte Hotel geneigt ist, Angehörigen der AfD einen Schlafplatz zu bieten. Deshalb wollen wir mit dieser E-Mail ganz konkret bei Ihnen nachfragen, ob Sie anlässlich des am 30. Juni/1. Juli anstehenden AfD-Parteitags Zimmer Angehörigen der AfD zur Verfügung stellen.“

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AfD-Parteitag Augsburg: Zwei Hotels schickten Absagen

Es folgt die Aufforderung, zeitnah zu antworten. Zudem erhielt der verdutzte Augsburger Hotelier die „exklusive Gelegenheit, ein Statement abzugeben, wenn AfD–Angehörige in Ihrem Hotel nicht willkommen sind“. Auch für weitere Hinweise, in welchen anderen Hotels Angehörige der AfD untergekommen sind, zeigen sich die Autoren dankbar. Formvollendet schließen sie: „Mit freundlichen Grüßen - Autor*innenkollektiv Riot Maker“, was auf Deutsch Krawallmacher heißt.

Der Manager leitete die Mail an die Polizei weiter. „Wir wissen, dass das Schreiben an mehrere Augsburger Hotels gegangen ist“, berichtet Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Wie die Hotels damit umgehen sollen? „Man muss nicht jede Mail beantworten“, sagt der Sprecher. Anfang Juni hatten die Augsburger Hotels „Drei Mohren“ Und „Holiday Inn Express" bundesweit Schlagzeilen gemacht, weil sie AfD-Politikern abgesagt hatten.

Die Polizei nimmt die Aufrufe der linken „Krawallmacher“ ernst, warnt jedoch vor Panikmache. Die Polizei sei vorbereitet, selbst wenn tatsächlich gewaltbereite Linksautonome dem Aufruf folgen. Deren Zahl ist schwer einzuschätzen. An dem Wochenende findet zeitgleich das in der linken Szene beliebte Fusion-Festival in Mecklenburg-Vorpommern statt. In linken Foren werden derzeit Fahrgemeinschaften sowohl zum Fusion-Festival wie nach Augsburg organisiert.

Beim AfD-Parteitag sind 2000 Polizisten in Augsburg im Einsatz

Die Polizei kündigte eine kompromisslose Linie gegen mögliche Gewalttäter an. Hier sei die „Einschreitschwelle“ niedrig. Insgesamt werden etwa 2000 Polizisten an dem Parteitags-Wochenende in Augsburg im Einsatz sein.

An dem friedlichen Protest gegen den AfD-Parteitag werden sich auch die evangelische und die katholische Kirche beteiligen. Am 30. Juni wird um 12 Uhr ein ökumenisches Gebet in der Augsburger Moritzkirche stattfinden. Der katholische Stadtdekan Helmut Haug und die evangelische Stadtdekanin Susanne Kasch wollen dabei für ein „ehrliches, konstruktives und friedliches Miteinander beten“.

Nach dem Gebet beginnt um 13 Uhr die vom Augsburger Bündnis für Menschenwürde organisierte zentrale Kundgebung unter dem Motto „Zeig Haltung Aux“. Auf dem Rathausplatz werden etwa 3000 Teilnehmer erwartet. Daher lässt die Stadt die Außengastronomie an diesem Tag abbauen.

Um den AfD-Parteitag geht es auch in unserem Podcast. Hier können Sie reinhören:

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.06.2018

>> Der katholische Stadtdekan Helmut Haug und die evangelische Stadtdekanin Susanne Kasch wollen dabei für ein „ehrliches, konstruktives und friedliches Miteinander beten“. <<

Ich vertraue da zum Aufspüren von Terroristen und Giftmischern eher der NSA. Deutschland ist schwach und war beim Fall in Köln erneut auf die Hilfe der USA angewiesen.

Das sind Macher die redliche Bürger schützen und damit radikalen Parteien eine Grundlage entziehen.

Diese Schwäche kann man nicht mit beten beseitigen.

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22.06.2018

Auch die AfD kann man nunmehr -leider- nicht mehr mit Beten beseitigen. Dazu war allerdings auch lange genug Zeit...Im Übrigen erleben wir hier tatsächlich eine Schande...nämlich für die Demokratie...

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