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Augsburg: Legionellen in Augsburg: Bewohner sollen nicht duschen

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Legionellen in Augsburg: Bewohner sollen nicht duschen

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    In der Wohnanlage Klein Venedig sollen Bewohner auf das Duschen verzichten. Der Grund sind erhöhte Legionellenwerte
    In der Wohnanlage Klein Venedig sollen Bewohner auf das Duschen verzichten. Der Grund sind erhöhte Legionellenwerte Foto: Archiv

    Mieter der großen Augsburger Wohnanlage "Klein Venedig" sind verunsichert. Seit gestern hängen dort in den Hausfluren Hinweise, welche die Bewohner vor überhöhten Legionellenwerten warnen. Die Hausverwaltung rät den Bewohnern mehrerer Häuser, vorerst auf das Duschen zu verzichten. Legionellen können unter anderem eine Lungenentzündung auslösen - vor allem bei Menschen, der Immunsystem geschwächt ist. Übertragen werden sie meist durch Tröpfchen, die in die Lunge gelangen. Deshalb ist der Nebel, der beim Duschen entsteht, besonders gefährlich.

    Fünf betroffene Wohnungen

    Die erhöhten Werte des Krankheitserregers wurden bei einer Kontrolle in fünf Wohnungen der Anlage gefunden. Insgesamt gibt es dort über 500 Wohnungen. Der Grenzwert, ab dem es kritisch wird, liegt laut Gesetz bei 1000 sogenannten koloniebildenden Einheiten pro 100 Millilieter. In den fünf betroffenen Wohnungen lagen die Wert zwischen 1000 und 2000. Das Gesetz schreibt vor, dass bei einer Überschreitung des Grenzwertes Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Legionellenbefall zu reduzieren. Sofortmaßnahmen wie ein absolutes Duschverbot müssen allerdings erst bei Werten über 10000 ergriffen werden. Im Neu-Ulmer Donaucenter, daswegen Legionellenbefalls in die Schlagzeilen geriet, liegen die Werte bei über 15000.

    Gorden Künstner von der zuständigen Hausverwaltung beruhigt deshalb auch. "Wir haben sofort reagiert und die Warmwassertemeperatur auf 70 Grad erhöht", sagt er. Dadurch würden die Legionellen bereits abgetötet. Zudem soll am Montag eine Fachfirma die betroffenen Bereiche unter die Lupe nehmen. Weshalb die Werte erhöht seien, könne er deshalb noch nicht sagen, so Künstner. Die Ursachenforschung sollen ebenfalls die Fachleute vornehmen. Er sei aber überzeugt, dass das Problem rasch in den Griff zu bekommen sei.

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