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Klimaschutz in Augsburg

06.05.2019

Wer ein Lastenrad kauft, erhält bis zu 1000 Euro

Im Haushalt von Andreas Mahler gibt es kein Auto mehr – dafür aber drei Lastenräder. Die Mahlers zählen zu einer immer größer werdenden Gruppe von Menschen, die auf die Zwei- und Dreiräder mit Pedalantrieb setzen.
Bild: Bernd Hohlen

Es gibt Zuschüsse für den Klimaschutz: Ab 1. Juli übernimmt die Stadt Augsburg ein Viertel der Kosten für ein Lastenrad.

Die Stadt will den umweltschonenden Verkehr ohne Abgase fördern. Deshalb sollen Bürger, Vereine und Unternehmen, die sich ein Lastenrad anschaffen wollen, nun einen Zuschuss beantragen können. Das Förderprogramm soll ab 1. Juli laufen. Es gibt Bedingungen.

Wie im Umweltausschuss berichtet wurde, soll das neue Programm ein Volumen von 100.000 Euro haben. Förderanträge stellen können danach Gewerbebetriebe und Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Augsburg, in der Stadt ansässige Freiberufler, aber auch Vereine, Organisationen und Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Sitz und Wirkungskreis in Augsburg sowie Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften mit Hauptwohnsitz oder Grundstück in Augsburg.

Förderung von Lastenrädern: Anträge kann man beim Umweltamt stellen

Gefördert wird die Anschaffung – also Kauf und Leasing – eines Lastenrades mit 25 Prozent der Nettokosten. Bei Lastenrädern soll liegt der maximale Förderbetrag bei 750 Euro, Lastenpedelecs (mit Elektromotor) werden mit maximal 1000 Euro bezuschusst. Die Räder gibt es ab etwa 1500 Euro, mit Motor kann der Preis auf 3000 bis 5000 Euro steigen.

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Anträge kann man beim städtischen Umweltamt stellen. Sie werden nach dem Datum des Eingangs bearbeitet. Der Stadt ist darüber hinaus eine möglichst effektive Nutzung der Lastenräder wichtig. Deshalb sollen Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften bevorzugt einen Zuschuss bekommen, wenn sie nachweisen, dass sie sich das Fahrzeug mit mindestens drei Personen teilen.

Die Stadt Augsburg will Schadstoffe in der Luft verringern

Pro Augsburg hatte prüfen lassen, ob eine Förderung nur dann gezahlt werden soll, wenn das Rad bei einem Händler im Stadtgebiet gekauft wird. Die Verwaltung sprach sich dagegen aus, um Bürgern freie Wahl beim Kauf zu lassen. Ziel des neuen Förderprogramms ist laut Umweltreferent Reiner Erben (Grüne), Luftschadstoffe zu vermeiden und den Klimaschutz zu fördern.

Lastenräder gelten auch als leise Verkehrsmittel. Nicht zuletzt will die Stadt im Rahmen des Projekts Fahrradstadt auch den Anteil des Radverkehrs steigern und den Lieferverkehr auf der „letzten Meile“ in der Innenstadt möglichst auf Lastenräder verlagern. (eva)

Lesen Sie zum Thema auch: In Augsburg sind Lastenräder auf dem Vormarsch

Lesen Sie auch den Kommentar: Was der Zuschuss für Lastenräder bringt

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Die Diskussion ist geschlossen.

07.05.2019

Wie immer arten diese Themen zum Glaubenskrieg aus, wie zur Jugendzeit der Grünen-Partei.
Jedenfalls ist die Rückkehr zum Fahrad, Pferd, Esen, Kinderroller etc. etc. keine Lösung für das 21. Jahrhundert.
Wer das kann und will - gerne - Sport ist meist gut - wer dann schweissgebadet an seinem Arbeitsplatz geduldet wird - dem sei es gegönnt - aber bitte nicht mit der Moralkäule hinprügeln.

Konsequente Verfolgung der organisierten Kriminalität incl. Steuerverweigerung, Steuerflucht und Geldwäsche - ist dringend notwendig. Mit dem Geld könnten wir 2 Erden retten.
Das sind die Geiseln der Menschheit und die Ursache von Armut und Naturzerstörung - die nicht durch Ausgiesen von Milliarden über die koruppten Entwicklungsland-Politiker gelöst werden - sondern durch Verhaftung und Verurteilung vor dem int. Gerichtshof.

Gegen die Kraftfahrzeugflut sehe ich jetzt eine wirkliche Chance in den autonomen Fahrzeugen - davon träumte ich schon zu meiner Arbeitszeit. Am Morgen abgeholt und am Abend nach Hause gebracht - und dazwischen fährt dieses eine Auto noch 50 weitere Kunden - in aller Freiheit der individuellen Mobilität durch die Gegend.
Ich dachte nur, das ich das nicht mehr erlebe - aber nun könnte es doch noch sein?

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07.05.2019

Carsharing bringt aber nur was, wenn das Car auch zeitgleich mit Mitfahrern geteilt wird. Selbst bei autonomen Autos würden die meisten in der Zeit ab 9 Uhr rumstehen und dann schlagartig wieder alle zum Feierabend los fahren .... Individualverkehr bleibt Individualverkehr ... egal ob autonom oder durch einen menschlichen Fahrer. Carsharing ist keine Lösung, sondern hat teilweise das Verkehrsproblem (Ausnahme Parkplatz) verschärft. Es fahren nun welche mit dem Auto statt mit der Bus zu fahren, weil sie durch Carsharing nun Zugriff auf ein Auto haben.

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08.05.2019

So viel unzusammenhängenden Blödsinn habe ich selten in einem Kommentar gelesen. Das Fahrrad ist in Kombination mit den Öffentlichen das Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts. PKW als autonom fahrende, elektrisch betriebene und gesharte Fahrzeuge sind nur ein winziger Teil der Antwort. Sicher ein Fortschritt aber nicht die Lösung.

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06.05.2019

Nun sollte man aber wissen, dass das Auto in seiner unsinnigen Masse (Recht auf Auto??) gerade in der Stadt nicht nur durch die dreckigen Motoren, sondern auch durch Reifenabrieb Feinstaub produzieren. Dem Schadstoff-Mix, den ein Auto, ob Diesel oder Benziner erzeugt, wäre auch nicht durch "saubere" Diesel bei zu kommen. (CO2, Stickoxid, Ozon, Schwefeldioxid, Fein- und Ultrafeinstaub.....)
Vom Platzverbrauch , in Zeiten von mangelndem Wohn- und Lebensraum, ganz zu schweigen. Und die Autos sind immer größer und schwerer geworden, gegen jede Vernunft.

Es gibt Städte, die uns vor machen wies geht, und dort lebt es sich wirklich gut!
Sind wir ehrlich, die häßlichsten Plätze in der Stadt sind Parkhäuser, Teifgaragen und Parkplätze und keiner will wirklich an einer vielbefahrenen Strasse wohnen. Warum wohl?
Es ist einfach genug!
Und da ist jeder, der aufs Auto verzichtet, ein kluger und rücksichtsvoller Mensch! Und die gehören gefördert. Die anderen entfördert!

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07.05.2019

>> Und die Autos sind immer größer und schwerer geworden, gegen jede Vernunft. <<

Nur weil es in Kerngebieten von Großstädten vielfach etwas eng zugeht, braucht die urban-grüne Gesellschaft nicht den Besitzern größerer Autos allgemein die Vernunft absprechen. Europa ist viel größer als die inneren Problemzonen der Großstädte.

Auch hier gilt: Freiheit statt Sozialismus - der volkseigene Trabbi macht es erst recht scheußlich.

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07.05.2019

Manche verstehens halt immer noch nicht: Freiheit sollte nicht im Allgemeinen Freiheit auf belastende Handlungen gegenüber der Gesellschaft sein.
Sie können machen was sie wollen, aber vergesellschaften sie nicht ihren Dreck und rauben sie uns nicht den Platz mit ihrem Privateigentum...
Und überhaupt, Herr Peter P. warum endet jeder Absatz bei ihnen mit einer Kritik an den Grünen oder Sozalisten?
Können sie auch sachbezogen Argumentieren und ihr Blockdenken beiseite lassen?

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07.05.2019

Und ob man den Besitzern von SUV´s und übergroßen PKW die Vernunft absprechen sollte. Es gibt keine Rechtfertigung für den Raumbedarf den ein solches Vehikel hat. Weder in der Innenstadt, nach am Stadtrand oder gar im Straßenverkehr. Das Wettrüsten dieser Monster ist wie im kalten Krieg auf deutschen Straßen. Mit Freiheit hat das nichts mehr zu tun und von Sozialismus zu sprechen ist Schwachsinn. Gleichwohl könnte nach dieser Logik jeder auf seinen eigenen Kettenpanzer bestehen....

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07.05.2019

Was hat das Fahren eines SUV, der die Umwelt stärker belastet, deutlich mehr Ressourcen verbraucht, andere Verkehrsteilnehmer stärker gefährdet und mehr Parkraum und auch oft 2 statt 1 Parkplatz braucht mit Vernunft zu tun?
Ich weiß, dass Einzelkind braucht einfach den Raum hinten um sich zu entfalten .... oder wenn man alle 5,6 Jahre einen neuen Kühlschrank oder Waschmaschine braucht, dann spart man sch die 30 € für die Lieferung des Neugerätes und kostenlose Abholung des Altgerätes ...

Und nicht nur in den Großstädten gibt es Parkplatzprobleme. Reden Sie mal mit paar Dorffeuerwehrkommandanten. Die kommen teilweise auch in den Dörfern nicht mehr durch, weil alles von immer mehr und immer größeren Fahrzeugen zugeparkt ist. Aber richtig mit dem SUV kann man ja dann querfeldein durchs Hochgebirge fahren .... da ist noch Platz!

Was die Förderung von Lastenfahrrädern mit Sozialismus zu tun hat erschließt mir nicht. Sogesehen waren frühere Steuerbefreiungen / - vergünstigungen für Neuwagen und die Abwrackprämie auch reiner Sozialismus. Zudem ist es Sozialismus (alle gleich), wenn der SUV nur ein Parkticket zahlt, obwohl er zwei Parkplätze braucht.


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06.05.2019

Wieder ein Versuch dem "Normalbürger" das Fahrrad als "SEIN VERKEHRSMITTEL" nahe zu bringen!

Nach dem man unserer Autoindustrie - durch "Wegsehen" und "Nichtswissen" jahrzehntelang Betrug und Unterdrückung der Elektrifizierung des Verkehrs - weitgehend ohne Strafe - durchgehen lies - will man nun den "einfachen wohl Bürger wieder ins Mittelalter zurück schicken?
Damals konnte oder durfte auch nicht jeder stolz mit einem Pferd durch die Gegend oder durch die Stadt reiten.

Nun bauen wir Fahradwege und geben den Fahradfahrern mehr Raum und Rechte - dann wird die Luft schon wieder sauberer!
So sauber, wie die Luft schon wäre, wenn die Autokonzerne ihre "mit-selbst-gemachten" Regeln eingehalten hätte und den Fortschritt der Technik zugelassen bzw. gestaltet hätten!

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06.05.2019

E-Autos sind in der Stadt nur wenig vorteilhafter, als Autos mit Verbrennungsmotor.

https://www.sueddeutsche.de/auto/feinstaub-verkehr-bremsen-reifen-1.4427241

Und in Deutschland mit viel Kohle- und Gasstrom erst recht nicht.

Insofern eine gute Aktion der Stadt Augsburg; aber noch gefährlich wenn es Mini-Verkehrsinseln gibt, die zu kurz für ein Lastenfahrrad sind.

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07.05.2019

Weil die die Politik auf der einen Seite durch massive Lobbyarbeit der Industrie kläglich versagt hat, soll sie auf der anderen Seite genauso versagen? Also doppelt und der Stadt alles so lassen wie es ist? Ich denke anders herum wird ein Schuh draus. Rad und Fußwege verbreitern, Fahrradstraßen und Einbahnstraßen freigeben, Straßen entschleunigen und maximal für den PKW-Verkehr unattraktiv machen. So bewegt sich das Stadtbild und die Bürger nicht ins Mittelalter sondern ins 21. Jahrhundert.

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