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Augsburg: Altbundespräsident Joachim Gauck überreicht Augsburger Friedenspreis

Augsburg

Altbundespräsident Joachim Gauck überreicht Augsburger Friedenspreis

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    Altbundespräsident Joachim Gauck ist am Samstag zu Gast in Augsburg.
    Altbundespräsident Joachim Gauck ist am Samstag zu Gast in Augsburg. Foto: Christophe Gateau, dpa

    Wer im Jahr 2020 den Augsburger Friedenspreis erhält, wurde am Tag des Augsburger Friedensfestes bekannt gegeben. Seit dem 8. August steht fest, dass zwei Botschafter der Ökumene sich den Preis teilen. Geehrt werden der protestantische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, 60, und der katholische Kardinal Reinhard Marx, 67. Die Auszeichnung findet am kommenden Samstag, 10. Oktober, im Augsburger Rathaus statt. Laudator ist eine bekannte Persönlichkeit. Altbundespräsident Joachim Gauck kommt nach Augsburg.

    Einer der bekannten Träger des Augsburger Friedenspreises: Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker (gestorben 2015).
    Einer der bekannten Träger des Augsburger Friedenspreises: Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker (gestorben 2015). Foto: Jan Woitas, dpa

    Er war von März 2012 bis März 2017 der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Aus Altersgründen hörte er nach einer Periode auf. Wenn es um das Thema Frieden geht, ist Gauck ein gern gesehener Gast in Augsburg: Im Vorjahr hatte der 80-Jährige das Programm zum Augsburger Friedensfest eröffnet.

    Joachim Gauck ist nicht das erste Mal in Augsburg

    Während seiner Amtszeit als Bundespräsident war Gauck zwar nicht in Augsburg – allerdings waren Augsburger bei ihm zu Gast in Berlin. So wie im Dezember 2014. Damals besuchten Oberbürgermeister Kurt Gribl und seine Frau Sigrid unter anderen geladenen Gästen das Schloss Bellevue, wo die Augsburger Domsingknaben das Weihnachtskonzert bei Bundespräsident Joachim Gauck bestritten. Nach dem Ende seiner Amtszeit reiste Gauck mehrfach nach Augsburg. So sprach er zum 79. Jahrestag der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 im November 2017 in der voll besetzten Synagoge.

    Eine Verbindung zu den Preisträgern des Augsburger Friedenspreises scheint unmittelbar gegeben, denn Gauck ist evangelischer Theologe. Zu DDR-Zeiten war er evangelisch-lutherischer Pastor und Kirchenfunktionär.

    Der Festakt wird online auf mehreren Kanälen übertragen

    Der Festakt im Goldenen Saal des Rathauses beginnt am Samstag um 19 Uhr. An der Veranstaltung teilnehmen können zwar lediglich geladene Gäste. Die Stadt wird den Festakt jedoch als Livestream auf der städtischen Homepage sowie auf den städtischen Kanälen bei Youtube und Facebook übertragen.

    Sie erhalten den Augsburger Friedenspreis: Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (links) und Kardinal Reinhard Marx.
    Sie erhalten den Augsburger Friedenspreis: Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (links) und Kardinal Reinhard Marx. Foto: Ulrich Wagner

    Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber hatte am 8. August begründet, warum die Wahl auf die beiden Münchner Kirchenführer gefallen ist: "Unsere Preisträger stellen sich seit vielen Jahren dem ökumenischen Dialog, der nicht das Unterscheidende, sondern das Gemeinsame sucht." Der Münchner Erzbischof Marx war 2014 bis 2020 auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bedford-Strohm ist seit 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.

    Der Friedenspreis wird seit dem Jahr 1985 verliehen

    Der Augsburger Friedenspreis wird seit dem Jahr 1985 verliehen. Die Auszeichnung findet im Turnus von drei Jahren statt. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Personen aus Theologie, Politik, Kunst, karitativen Einrichtungen und interkonfessionellen Institutionen, die sich um ein tolerantes und friedfertiges Miteinander von Menschen mit unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung verdient gemacht haben.

    Einer der Preisträger war der mittlerweile verstorbene Altbundespräsident Richard von Weizsäcker. Dass es in einem Jahr zwei Preisträger gibt, ist nicht neu: 2005 ging die Auszeichnung an Michail Gorbatschow (Friedensnobelpreisträger 1990 und früherer Staatschef der Sowjetunion) sowie an Christian Führer (Pastor der Leipziger Nikolaikirche). Führer starb im Jahr 2014.

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