Im März 2020 musste die Schwarze Kiste Insolvenz anmelden. Während die Standorte am Hochablass und an der Haunstetter Straße weiter liefen, war die Traditionsgaststätte Mohrenkönig bereits geschlossen worden. Später schloss auch der Standort an der Haunstetter Straße. Georg Stemshorn von der Augsburger Rechtsanwaltsgesellschaft Pluta wurde als Insolvenzverwalter bestellt. Er zieht jetzt - über ein Jahr später - ein positives Fazit.
Die Marke Schwarze Kiste wurde ausgebaut
Der Grund, warum sich die Schwarze Kiste 2020 in eine finanziellen Schieflage begeben hatte, so ging es aus einer der Mitteilung von Pluta hervor, war die Übernahme des Lokals Mohrenkönig im Antonsviertel gewesen. Inhaber Sebastian Hrabak hatte das Wirtshaus mit Biergarten im Juni 2019 übernommen und viel Geld hineingesteckt. Doch die Investitionen, so hieß es, konnten letztlich aus rechtlichen Gründen nicht wie geplant umgesetzt werden.
Ein Jahr später zeigt sich ein anderes Bild: Stemshorn führte mit Florian Zistler die Gastronomie fort. Gemeinsam mit Inhaber Sebastian Hrabak wurde das Geschäftsfeld ausgebaut. Zum Sortiment gehören nun auch Produkte unter der Marke Schwarze Kiste: Kaffee- und Likörprodukte werden in vielen Supermärkten in der Region vertrieben. Gleichzeitig verhandelt Stemshorn mit den Vertragspartnern des Gastronomiebetriebs. Ziel sei es, eine optimale Lösung im Rahmen eines Insolvenzplanes zu erzielen. Dieser soll nach Angaben der Rechtsanwaltsgesellschaft Pluta bis zum Herbst dieses Jahres ausgearbeitet werden. Danach würden die Gläubiger über den Plan abstimmen.
In Zukunft soll auch ein Catering angeboten werden
Die Situation der Schwarzen Kiste sei umfassend analysiert worden. Kreative Lösungen und Flexibilität wären gefragt, so Stemshorn: "Die Kunden haben die to-go-Angebote sehr gut angenommen, selbst im Winter war der Standort der Schwarzen Kiste am Hochablass sehr gut besucht. Zudem wollen wir demnächst ein Catering anbieten. Angesichts der Rahmenbedingungen sind wir mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden." Die Bekanntheit der Marke werde genutzt. "Wir freuen uns, dass unsere eigene Kaffeelinie steigende Umsätze verzeichnet und wir damit ein zweites Standbein haben", so Inhaber Sebastian Hrabak. Gleichzeitig sei er optimistisch, dass am Hochablass künftig viele Gäste begrüßt werden können, wenn erst einmal die Corona-Einschränkungen weiter gelockert werden. (ziss)
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