Die Stadt kündigt für Anfang 2026 Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie zur Begrünung des Rathausplatzes an. Baureferent Steffen Kercher (parteilos) sagte zuletzt im Bauausschuss des Stadtrats, dass bis dahin eine Bestandsaufnahme vorgenommen und verschiedene Szenarien für Baumpflanzungen untersucht sein sollen. Auch mit bestimmten Interessengruppen sollen die Vorschläge dann diskutiert sein. Kercher verwies darauf, dass es neben planerischen und klimatischen Verhältnissen auch um die Bandbreite an Nutzungen auf dem Platz, gestalterische und technische Anforderungen sowie die Kosten gehe. „Der Glaube, ich grabe da auf und pflanze einen Baum, ist nachhaltig naiv“, so Kercher.
Bäume am Augsburger Rathausplatz: SPD will Ergebnisse sehen
Der SPD geht das alles zu langsam. „Wir sollten die Beschlüsse, die wir gefasst haben, auch irgendwann einmal zur Umsetzung bringen“, so Fraktionschef Florian Freund. Vor lauter Konzepten komme man am Ende nicht ins Tun. Seit dem Beschluss seien jetzt schon eineinhalb Jahre vergangen. Margarete Heinrich (parteilos; CSU-Fraktion) sagte, die Schausteller des Christkindlesmarktes seien überaus beunruhigt. Die Vorstellungen der Alt-Augsburg-Gesellschaft, die im April 2023 mit ihren Überlegungen in die Öffentlichkeit ging und den Anstoß für die Machbarkeitsstudie gaben, würden in dieser Form Einschnitte für den Markt bedeuten, so Heinrich.
Die Alt-Augsburg-Gesellschaft hat dies immer bestritten. Anlass für die jetzige Behandlung im Bauausschuss war ein Antrag auf einer Bürgerversammlung, den Vorschlag der Alt-Augsburg-Gesellschaft ohne weiteren Zeitverlust weiterzuverfolgen. Dieser Vorstoß wurde mehrheitlich abgelehnt.
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