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„Autoposer“ in der Maxstraße: Grüne kritisieren die Stadtregierung

Augsburg

„Die Maximilianstraße gehört den Menschen“: So will Augsburgs neuer OB die Autoposer loswerden

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    „Autoposer“ in der Maximilianstraße schlagen derzeit hohe Wellen.
    „Autoposer“ in der Maximilianstraße schlagen derzeit hohe Wellen. Foto: Michael Hochgemuth

    Die Stadt will zusammen mit der Polizei ab Freitag wieder verstärkt Verkehrskontrollen in der Maximilianstraße einsetzen. Das teilte diese in einer Pressemitteilung mit. Wie berichtet, fuhren Autofahrer in den vergangenen Wochen abends in der Maximilianstraße auf und ab, obwohl diese in den Sommernächten auf Freitag, Samstag und Sonntag sowie vor Feiertagen gesperrt ist. Die Anwohner kritisierten gegenüber unserer Redaktion die Stadt, die seit diesem Sommer nicht mehr kontrolliert hatte. Zuletzt gab es Kritik von den Grünen.

    Wie die Stadt mitteilt, unterstützt der städtische Ordnungsdienst ab Freitag die ohnehin verstärkten Polizeikontrollen in der Innenstadt anlässlich der Fußball-WM. Nach der WM soll demnach wieder regelmäßig ein Sicherheitsdienst in der Maximilianstraße präsent sein. Die Verantwortung für Kontrolle und Ahndung von Verstößen liege aber bei der Polizei, so die Stadt. Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend sowie vor Feiertagen jeweils zwischen 20.30 Uhr und 5 Uhr morgens gilt eine verkehrsrechtliche Teilberuhigung in der südlichen Maximilianstraße. Zur Einfahrt berechtigt bleiben Anwohnerinnen und Anwohner, Taxis, Lieferdienste, Hotelgäste sowie der öffentliche Nahverkehr. Dadurch soll sogenanntes Autoposing verhindert werden – das laute, rücksichtslose „Präsentieren“ von Autos.

    Verkehrsberuhigung in der Augsburger Maximilianstraße sorgte zuletzt für Aufruhr

    „Die Maximilianstraße gehört den Menschen in dieser Stadt – nicht denen, die sie als Rennstrecke nutzen“, erklärt OB Florian Freund (SPD). Gleichzeitig übt Freund Kritik an der schwarz-grünen Vorgängerregierung. „Dass wir heute mit einer Sperrung arbeiten, die auf dem Papier gilt, aber nicht ausreichend durchgesetzt werden kann, ist das Ergebnis fehlender Vorbereitung der bisherigen Zuständigen.“ Die Grünen sehen das anders, sie kritisierten zuletzt das aus ihrer Sicht uneindeutige Vorgehen der neuen Regierung. Der Fortschritt der letzten Jahre habe gezeigt, wieviel Potenzial für eine lebenswerte Innenstadt in der Maximilianstraße stecke, sagte Fraktionschefin Martina Wild. „Dass die Zufahrtsbeschränkungen zur Maxstraße auch weiterhin wirksam umgesetzt werden, ist ein wichtige Voraussetzung, um die Aufenthaltsqualität hier wie in den letzten Jahren zu erhalten.“

    Zuletzt herrschte rund um die Frage der Verkehrsberuhigung in der Maxstraße ein Zuständigkeits-Wirrwarr. In einem Beschluss aus dem Jahr 2024 legte der Stadtrat fest, dass das Wirtschaftsreferat bzw. Augsburg Marketing für die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes zuständig ist. Ekkehard Schmölz, Leiter von Augsburg Marketing, betont, dass die damalige Entscheidung nicht mit Augsburg Marketing abgestimmt worden sei. Man sei weder für die verkehrsrechtliche Anordnung der Sperrung noch für deren Kontrolle zuständig. Ebenso habe man hierfür keine eigenen Mittel bereitgestellt oder entsprechende Beauftragungen vorgenommen, so Schmölz.

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