Sie rückten kurz nach Ladenöffnung an und nahmen alles mit. Die Beamten, die zuletzt das Geschäft für Cannabis-Anbauprodukte in der Region Augsburg durchsuchten, beschlagnahmten 25 Pflanzen. Oder waren es doch keine Pflanzen? Der Betreiber sagte unserer Zeitung später, es habe sich bei den Produkten um sogenannte Stecklinge in einer Kokos-Torf-Mischung gehandelt – was legal wäre. Auf seinen Einwand hin hätten die Polizisten gesagt, sie seien doch keine Botaniker. Möglich, dass der Händler recht hat, es gilt die Unschuldsvermutung. Die Razzia und das Verfahren sind jedenfalls Teil eines geradezu exemplarischen Falls. Was nach dem Cannabis-Gesetz erlaubt und was illegal ist, ist in Augsburg in Teilen selbst Menschen unklar, die täglich damit arbeiten oder als Konsumenten davon betroffen sind.
Augsburg
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