Für den Restaurantbetreiber, einen 68 Jahre alten Mann, ging es um viel - faktisch um seine Existenz. Der Mann, der in Augsburg phasenweise zwei Lokalitäten führte, darunter ein beliebtes türkisches Restaurant, musste sich in einem Prozess vor dem Landgericht wegen Steuerhinterziehung verantworten. Der Hintergrund laut Anklage: Der Gastronom hatte zwischen 2014 und 2019 massiv Einnahmen an der Steuer vorbeigeschleust; er soll dazu unter anderem die Spielautomaten in seinen Gaststätten manipuliert haben. In ihrer Anklage bezifferte die Staatsanwaltschaft den Steuerschaden auf mehr als eine Million Euro – eine Höhe, von der für den 68-Jährigen eine Gefahr ausging. Bei einer derartigen Summe landen verurteilte Steuerhinterzieher zumeist im Gefängnis. Im Prozess kam es dann aber anders.
Prozess in Augsburg
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