Gut 4000 Menschen werden sich am Samstag voraussichtlich in der Augsburger Innenstadt versammeln, um beim Christopher Street Day (CSD) für die Rechte von queeren Menschen zu demonstrieren und gemeinsam zu feiern. Mit Regenbogenflaggen, Schildern und schrillen Outfits. Die Route ist heuer länger als in den vergangenen Jahren – auch aus Sicherheitsgründen, wie die Vorsitzende des CSD-Vereins erklärt.
Das ist beim Christopher Street Day 2026 in Augsburg geboten
Der Demonstrationszug stellt sich ab 10.30 Uhr in der Maximilianstraße auf, Start der Demonstration ist um 12 Uhr. Die Route führt über den Rathausplatz und den Leonhardsberg zum Jakobertor, vorbei an der City-Galerie und dem Moritzplatz und endet auf dem Rathausplatz. Dort beginnt um 15 Uhr ein Straßenfest, bei dem von musikalischen Acts über politische Gespräche auch eine Drag Show, Bauchtanz sowie eine Einradshow geboten sind.
Das Motto „Unser Augsburg – unser Zirkuszelt“ spielt auf Friedrich Merz (CDU) an, der voriges Jahr sagte, der Reichstag sei „ja nun kein Zirkuszelt“, als es darum ging, ob zum CSD in Berlin die Regenbogenflagge gehisst werden sollte. „Der Bundeskanzler ist natürlich nicht in Augsburg, aber diese Ausgrenzungsrhetorik hat auch lokale Auswirkungen“, erklärt dazu Emma Heinle. Sie ist Vorsitzende des CSD-Vereins, der die Veranstaltung organisiert. Der CSD solle ein Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität setzen, sagt sie, gerade in einer Zeit, in der er sich „nicht mehr ganz so leicht anfühlt, wie es schon einmal war“.
Um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, wird die Veranstaltung von einem Sicherheitsdienst, einem Awarenessteam, dem Ordnungsamt sowie der Polizei begleitet. „Der CSD gilt nach wie vor als eine gefährdete Veranstaltung“, sagt Heinle. „Die Polizei hat uns in diesem Jahr deshalb gebeten, die Route zu verlängern, damit sie besser abgesperrt werden kann und die Menschen, die innerhalb dieses Kreises wohnen, nicht für mehrere Stunden eingesperrt sind.“ An sämtlichen Zugangswegen zum Rathausplatz sollen zudem Terrorsperren aufgebaut werden. „Das führt unweigerlich zu Verkehrsbehinderungen, die aber auch mit den Auflagen der Stadt zusammenhängen“, meint dazu Heinle.
Aufgrund der Demonstration kommt es zu Ausfällen im ÖNPV
Wie die Stadtwerke mitteilen, fährt die Tramlinie 1 am Samstag von 11 bis voraussichtlich 13.30 Uhr nur zwischen Göggingen und dem Königsplatz. Die Tramlinie 2 ändert von 11 bis voraussichtlich 15 Uhr ihre Route und fährt zwischen dem Königsplatz und der Wertachbrücke auf der Trasse der Linie 4. Die Haltestellen von „Moritzplatz“ bis „Senkelbach“ werden in dieser Zeit nicht angefahren. Die Buslinien 22 und 32 werden über den Theodor-Heuss-Platz und das Rote Tor umgeleitet, die Linie 23 fährt nur zwischen Firnhaberau und Berliner Allee. Die Linien 35 und 44 fahren über die Heinrich-von-Buz-Straße, Am Katzenstadel und die Wertachbrucker-Tor-Straße.
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