Dieses Mal ist es eine größere Kastanie, die ohne jede Vorwarnung in den Stadtgraben gestürzt ist. Verletzt wurde zum Glück niemand. Allerdings ist zu sehen, dass der Unglücksort nicht weit von einer Fußgängerbrücke liegt. Gefahrenmomente sind keineswegs zu unterschätzen. Im August 2022 entgingen fünf Menschen in zwei Ruderbooten nur knapp einer möglichen Katastrophe. Sie befanden sich auf dem Gewässer, als ein großer Baum in ihrer unmittelbaren Nähe in den Stadtgraben stürzte.
Man muss die Situation klar benennen: Jeder umgestürzte Baum mehr im Bereich des Stadtgrabens weckt Ängste. Das Gewässer im Umfeld des Fünffingerlesturm wird von Menschen jedoch nicht genutzt. Das ist zumindest eine Entwarnung. Anders sieht es hingegen im Bereich des Gewässers an der Kahnfahrt aus. Der Betrieb ist im Sommer unter dem neuen Betreiber gut angelaufen. Im Winter ruht der Betrieb.
Die Stadt Augsburg sollte einen Aktionsplan präsentieren
Für die Stadt Augsburg sind die umgefallenen Bäume zu einem Thema geworden, bei dem die Öffentlichkeit genau hinschaut. Die Häufung der Zwischenfälle stimmt nachdenklich. Reichen bisherige Kontrollen aus? Müsste im Wissen um die Entwicklung am Standort in der Jakobervorstadt außerplanmäßig häufiger die Standfestigkeit von Bäumen geprüft werden? Eine absolute Sicherheit kann es nicht geben. Abwarten und Beruhigen sind andererseits keine guten Argumente. Die Stadt sollte in absehbarer Zeit einen Aktionsplan präsentieren, wie sie unter dem Sicherheitsaspekt mit den Bäumen am Stadtgraben umgeht.
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