Im Schatten des Hotelturms liegt das Antonsviertel. Im Schatten des Kongress am Park waren wir im Vorfeld der Kommunalwahl mit unserem Wahlmobil. Wir wollten wissen: Was bewegt die Menschen im Antonsviertel, was macht sie glücklich, was könnte besser laufen? Etliche Augsburgerinnen und Augsburger kamen vorbei, aus Bergheim, Kriegshaber und dem Bismarckviertel. Doch Wünsche haben die Bürgerinnen und Bürger dennoch. Von „Seitan-Döner“ und „weniger Schnösel“ im Bismarckviertel bis zum Fernwärmeanschluss in Kriegshaber.
Eva-Maria Müller wohnt seit 40 Jahren in Bergheim. Sie liebt die Westlichen Wälder. „Wir haben viele Möglichkeiten, uns in der Natur zu bewegen und gleichzeitig in einer halben Stunde mit dem Fahrrad am Hauptbahnhof zu sein.“ Verbesserungspotenzial für Bergheim sieht sie kaum, für ganz Augsburg umso mehr. „In vielen Bereichen findet man Verwahrlostes“, sagt Müller. Sie meint die Unterführung am Kongress am Park sowie das marode, seit Jahren verfallende Kongressparkhaus.
Augsburg-Bismarckviertel: Bewohner wünschen sich mehr Grün und weniger Autos
In Kriegshaber gibt es andere Probleme. Zwar ist Herbert Dieminger „wirklich glücklich“ in Kriegshaber, besonders der dörfliche Charakter, die sehr gute Infrastruktur sowie die Nähe zu den Westlichen Wäldern mag er. Dieminger hat dennoch ein Anliegen. Die zukünftige Stadtregierung solle sich mehr um die Fernwärme-Erschließung in dem Stadtteil kümmern. Es gebe zwar Fernwärme-Leitungen, er wohne zehn Meter entfernt, doch ein Anschluss sei laut Stadt nicht möglich. „Das kann eigentlich nicht sein, dass die Fernwärmeleitung nicht von der Hummelstraße in die Bissingerstraße verlegt werden kann“, sagt er.
Manuel Schleich und Nathalie Kaun wohnen im Bismarckviertel. Sie schätzen die Nähe zu Parks und zur Wertach. Dennoch sehen sie Luft nach oben. „Orte, in denen Kultur stattfinden kann“ und „weniger Schnösel“, sagt Schleich mit einem Lachen. Und: „Seitan-Döner, den brauchen wir noch.“ Von einer künftigen Stadtregierung erhoffen sich beide vor allem mehr bezahlbaren Wohnraum. Auch den Einsatz für weniger Autos und mehr Radwege fänden sie wünschenswert. Anna Netz aus dem Bismarckviertel hat ähnliche Anliegen. Sie erhofft sich mehr Fahrradstraßen und eine Begrenzung für den Autoverkehr. Das ideale Bismarckviertel wäre für sie „autofrei und grüner“.
Wahlprojekt „Dein Augsburg. Deine Stimme.“
Im Vorfeld der Kommunalwahl möchten wir wissen, was die Augsburgerinnen und Augsburger bewegt. Mit einem Transporter, der zu einem Drehstudio umfunktioniert wurde, sind wir in sieben Stadtteile gefahren, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Alle Videos und Texte zum Wahlprojekt „Dein Augsburg. Deine Stimme“ gibt es auf dieser Übersichtsseite. Dort veröffentlichen wir bis zur Kommunalwahl in unregelmäßigen Abständen die Inhalte aller Standorte.
Ein Projekt von Manuel Andre, Bianca Dimarsico, Jonas Klimm und Fabian Kluge.
Anwohner aus Augsburg-Pfersee beklagt die wenigen Parkplätze bei seinem Haus
Siegfried Staudinger ist aus Pfersee zum Wahlmobil gekommen. Zwar schätze er die Nähe zur Wertach. Negativ seien aber die wenigen Parkplätze. Staudinger ärgert sich zudem über ein ausgeprägtes Buschwerk nahe seines Hauses, bei dem man ausweichen müsse. „Gerade für Rollstuhlfahrer ist das sehr schlecht.“ Das Grünamt und der AWS seien uneins über die Zuständigkeit.
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