Die Stadthalle Gersthofen ist ein Zwitterwesen. Dem Namen nach atmet sie Bespaßung, wie man sie sich vor 40 oder 50 Jahren noch ersonnen hat. Stadthalle, das klingt nach Chorkonzert, nach Kabarett, nach Abschlussball - und wenn richtig groß gefeiert werden soll - auch nach Hochzeit. Stadthalle, das klingt nach funktionalem Raum, der sich im Lauf eines Jahres in alles Mögliche verwandelt. Wenn Uwe Wagner, der Kulturamtsleiter von Gersthofen, und sein Team Programm für die Stadthalle Gersthofen machen, müssen sie gegen ein solches Bild und Image immer wieder ankämpfen. In der kommenden Saison haben sie unter anderem Heino, die Münchener Freiheit, Michael Mittermeier, Jeanette Biedermann, Harald Krassnitzer auf dem Spielplan. Jede Woche finden dort drei oder vier Veranstaltungen statt. Die Halle fasst bis zu 900 Zuschauerinnen und Zuschauer. „Unser Einzugsgebiet ist riesig, reicht bis zum Bodensee, bis Stuttgart und über München hinaus“, sagt Wagner. Die Stadthalle Gersthofen ist also anders als viele Namensvettern viel mehr eine klassische Veranstaltungshalle.
Gersthofen
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