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Nach Schüssen auf Loco Bar in Augsburg: Polizei kennt die mutmaßlichen Schützen

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Nach Schüssen auf Loco Bar: Polizei kennt die mutmaßlichen Schützen – und ihren Aufenthaltsort

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    Abgesperrter Tatort, Einschussloch an der inzwischen nicht mehr existenten Loco-Bar: Nach den Schüssen auf das Lokal in Oberhausen ermittelte die Polizei mit großem Aufwand.
    Abgesperrter Tatort, Einschussloch an der inzwischen nicht mehr existenten Loco-Bar: Nach den Schüssen auf das Lokal in Oberhausen ermittelte die Polizei mit großem Aufwand. Foto: Anna Kondratenko und privat (Archivbilder)

    Es knallte, während nebenan Raketen in die Höhe stiegen. Im Bereich der Wertachbrücke in Oberhausen ist das traditionelle Plärrer-Feuerwerk immer laut wahrzunehmen. Doch die Geräusche, die Passanten hier an einem Abend im Mai 2025 hörten, stammten nicht nur davon. Zwei Männer schossen zu der Zeit auf eine Bar in der Donauwörther Straße, die Projektile schlugen in die Fassade und in die Fensterfront ein. Es hielten sich Gäste in der „Loco Bar“ auf, auch draußen auf dem Gehsteig standen Menschen; verletzt wurde aber niemand. Nun sind sich Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Augsburg sicher, zu wissen, wer hinter diesem Verbrechen steckt, das die Ermittler als versuchten Mord werten.

    Im Fokus stehen zwei junge Männer aus dem Kosovo. Wie berichtet, hatte die Polizei nach den Schüssen eine Ermittlungsgruppe namens „Hettenbach“ gegründet und intensiv im Umfeld der Bar ermittelt. Ein Ergebnis davon war eine Razzia im Oktober 2025. Damals nahmen die Beamten fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 21 bis 27 Jahren fest, die in U-Haft kamen. Der Vorwurf: illegaler Handel mit Betäubungsmitteln, also Drogen. Die Verdächtigen, die teils die syrische, teils die deutsche Staatsangehörigkeit haben, kamen in U-Haft. Unter ihnen war nach Recherchen unserer Redaktion auch ein Brüderpaar: der offizielle Betreiber der „Loco Bar“ und sein Bruder, den die Beamten offenbar für den eigentlichen Kopf hinter dem Lokal halten. Die kleine Wirtschaft an der Wertachbrücke war vor allem bei Menschen mit arabischen Wurzeln beliebt.

    Schüsse auf Bar in Augsburg: Verdächtige sollen aus dem Kosovo ausgeliefert werden

    Schon früh deutete vieles darauf hin, dass hinter den Schüssen im Mai eine Art Bandenkonflikt steckt, bei dem auch die Herkunft der Beteiligten eine Rolle spielen könnte. In der Donauwörther Straße hatte es bereits im März 2025 einen Polizeieinsatz im inzwischen aufgelösten Balkan-Restaurant „Prizreni“ gegeben; es befand sich nur zwei Häuser neben der Bar und wurde vielfach von Menschen besucht, die ihre Wurzeln in Ländern des ehemaligen Jugoslawiens haben.

    Von Insidern aus Oberhausen hieß es, dass Besucher aus der „Loco Bar“ mit Gästen aus dem Restaurant in einen Konflikt geraten seien. Dabei soll es auch um Drogen gegangen sein; nach Angaben von Anwohnern soll es im örtlichen Umfeld der Lokale immer wieder zu Rauschgiftdelikten gekommen sein.

    Ermittlungen zur Loco Bar: Polizei in Augsburg kennt die mutmaßlichen Schützen

    Im Fall der Schüsse haben die Ermittler inzwischen konkrete Verdächtige im Visier. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigt, „befinden sich die beiden mutmaßlichen Schützen im Kosovo“. Es handelt sich um zwei 18 und 21 Jahre alte Männer mit kosovarischer Staatsangehörigkeit. „Hintergründe zu der Tat sowie ein Motiv sind weiterer Bestandteil unserer Ermittlungen“, teilt ein Sprecher des Präsidiums mit. „Vonseiten der Staatsanwaltschaft Augsburg wurde ein Auslieferungsantrag gestellt.“ Die Frage, ob die beiden mutmaßlichen Täter im Kosovo in Haft sitzen, beantwortete die Polizei zunächst nicht.

    Dass die Ermittler nun Details zu den Verdächtigen nennen, deutet aber darauf hin, dass diese im Kosovo festgenommen wurden oder zumindest für die dortigen Behörden greifbar sind. Ein baldiger Strafprozess ist dennoch eher unwahrscheinlich. Es ist für hiesige Strafverfolger oft eine komplexe und langwierige Angelegenheit, Verdächtige nach Deutschland ausliefern zu lassen, zumal, wenn es sich um ausländische Staatsbürger handelt, die sich in ihrem Heimatland aufhalten.

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