Er war obdachlos. Er übernachtete in Gartenhäusern, hatte wenig Geld. Er besaß keinen Führerschein und kein Auto. Trotzdem wollte er gern ein paar Runden drehen, weil er Lust dazu hatte. „Es war ganz leicht“, bekannte der 40-Jährige, der jetzt vor Amtsrichter Matthias Nickolai auf der Anklagebank saß. Sein Trick, sich für eine Spritztour ans Steuer eines fremden Wagens setzen zu können, war simpel: Er hatte so lange geparkte Fahrzeuge abgeklappert, bis er ein vom Besitzer verlassenes Auto gefunden hatte, dessen Türen offen gewesen waren – und in dem der Zündschlüssel noch gesteckt hatte. Viermal hatte er innerhalb weniger Wochen zum Ende des Jahres 2024 Erfolg.
Prozess in Augsburg
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