Leoni Daubermann fuhr bei der EM auf Platz 18. Foto: Merlin Muth
Am Ende der fünf kräftezehrenden Runden bei der Mountainbike-Europameisterschaft in Polen hatte Leonie Daubermann dann doch noch ein Erfolgserlebnis. Kurz vor dem Ziel überholte die deutsche Fahrerin noch die amtierende Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot, die nach einem technischen Defekt zurückgefallen war, und fuhr als 18. über die Ziellinie. Als beste Deutsche. Ein Erfolg für Daubermann.
Mountainbike-EM: Schnellste Deutsche kommt aus Gessertshausen
„Wenn man die Begleitumstände sieht, bin ich durchaus zufrieden“, fasste die 23-jährige Mountainbike-Profifahrerin die knapp 90 Minuten auf der extra für die EM, die im Rahmen der European Games ausgerichtet wurden, gebauten Strecke in Krynica-Zdro im Süden Polens zusammen.
Da sie aufgrund einer Verletzung im Vorjahr in die Weltcup-Saison ohne Punkte einsteigen musste, blieben ihr nur Startplätze in den hinteren Regionen der Felder übrig. Dieses Ranking galt auch für die EM. Und da der Start auch nicht optimal verlief, fand sie sich schnell auf Platz 40 wieder.
Unwetter machte Daubermann zu schaffen
Doch Daubermann war ihren Konkurrentinnen überlegen, kämpfte sich im Feld Meter für Meter nach vorn. Das kostete Kraft, denn die Strecke war nach schweren Unwettern so aufgeweicht, dass die Anstiege hauptsächlich zu Fuß bewältigt werden mussten. Lange rang die Gessertshauserin (Lkr. Augsburg) mit Malene Degn (Dänemark) und Emeline Detilleux (Belgien) um Platz 16, ehe sie die beiden ziehen lassen musste. „Da habe ich der Aufholjagd Tribut zollen müssen“, sagt Daubermann. Am Ende hatte sie 4:33 Minuten Rückstand auf die überlegene Siegerin Puck Pieterse aus den Niederlanden.
Moutainbike
Leonie Daubermann beim Moutainbike Weltcup in Nove Mesto Tschechien.
Foto: Piotr Staron (Archivbild)
Viel Zeit zum Ausruhen hat Daubermann nicht. Schon am Wochenende steht der Weltcup im italienischen Val di Sole auf dem Programm. Da geht die Jagd nach besseren Startplätzen weiter.