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Stadt Augsburg soll bei neuer Realschule Gas geben – gibt es eine schnelle Zwischenlösung?

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Stadt Augsburg soll bei neuer Realschule Gas geben – gibt es eine schnelle Zwischenlösung?

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    Die Bischof-Ulrich-Schule nahe der Bgm.-Ackermann-Straße könnte künftig mehr Realschüler aufnehmen.
    Die Bischof-Ulrich-Schule nahe der Bgm.-Ackermann-Straße könnte künftig mehr Realschüler aufnehmen. Foto: Marcus Merk

    Um bei der Linderung des Platzmangels an Augsburger Realschulen schnell voranzukommen, hat die CSU nun vorgeschlagen, gemeinsam mit dem Landkreis Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem katholischen Schulwerk zu prüfen, das an der Bgm.-Ackermann-Straße bereits die Bischof-Ulrich-Realschule betreibt. Das Schulwerk wäre demnach wohl bereit, statt eines dort geplanten Bürogebäudes ein weiteres Schulgebäude zu errichten, das Platz für rund 180 Schüler bieten würde. Auf diese Weise, so CSU-Stadträtin Ruth Hintersberger, bekomme man eine schnelle Übergangslösung hin, bis die geplante Realschule in Lechhausen fertig ist. Die Stadt ging zuletzt von einer Inbetriebnahme dort im Jahr 2036 aus.

    Neue Stadtregierung will „unverzüglich“ mit neuer Realschule in Augsburg beginnen

    Die neue Regierungskooperation in Augsburg hatte sich in einem Eckpunktepapier darauf festgelegt, „unverzüglich“ mit Bau von neuer Realschule und Interimslösung loszulegen, nachdem speziell die SPD als frühere Oppositionspartei der Stadt zu langsames Agieren vorgeworfen hatte. Womöglich eröffne der Schritt auch die Möglichkeit, im Augsburger Osten ein kleineres Interim schnell auf die Füße zu stellen, so SPD-Fraktionschef Benjamin Adam. Letztlich ging der Antrag zur Prüfung am Donnerstag einstimmig durch den Stadtrat. Die Grünen wiesen aber darauf hin, dass es keine Lösung sei, wenn nun vor allem für Kinder aus dem Landkreis eine Lösung geschaffen werde. Man brauche weiterhin Kapazitäten im Osten. Die Idee, mit privaten Schulträgern zusammenzuarbeiten und sich finanziell zu beteiligen, sei aber ein Novum.

    Der Antrag war der erste Sachantrag aus dem Regierungslager, über den der neue Stadtrat abgestimmt hat. Anders als in der Vergangenheit, als Koalitionspartner immer gemeinsam Anträge stellten, trat die CSU in diesem Fall alleine auf. Dieses Vorgehen von größerer Beinfreiheit soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, wobei nicht zwingend alle Partner zustimmen müssen.

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