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Zukunft des Thalia-Kinos in Augsburg: Eine gute Nachricht mit Wehrmutstropfen

Kommentar

Zukunft des Thalia: Warum die Übernahme eine Chance für das Traditionskino ist

Nicole Prestle
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    Das Thalia-Kino in Augsburg bleibt Kinofans erhalten. Ab 1. März hat es neue Betreiber.
    Das Thalia-Kino in Augsburg bleibt Kinofans erhalten. Ab 1. März hat es neue Betreiber. Foto: Daniela de Haen

    Die Übernahme des Thalia-Kinos durch die Betreiber des Lilioms ist eine gute Nachricht für Kinofans in der ganzen Region. Das Lichtspielhaus bleibt Augsburg erhalten und wird sich, davon ist auszugehen, auch künftig von den Angeboten der großen Multiplex-Häuser unterscheiden. Denn wie im Liliom werden Daniela Bergauer und Michael Hehl sicherlich auch im Thalia auf besondere Filme und Formate setzen.

    In sieben Jahren haben sie im Liliom ausreichend Erfahrungen gesammelt, um dem Thalia zu neuem Schwung zu verhelfen, ohne mit dessen Tradition zu brechen. Die Auswahl der Filme, Besuche von Schauspielern und Regisseuren sowie besondere Kinoerlebnisse hoben das Thalia zu seinen Glanzzeiten ab von vielen anderen Lichtspielhäusern. Im Liliom haben Bergauer und Hehl bislang ein gutes Gespür für eben solche Dinge bewiesen. Fürs Thalia hätte sich damit kaum bessere Nachfolger finden lassen können.

    Dass im Mephisto-Kino vergangenes Wochenende wahrscheinlich für immer der letzte Vorhang fiel, ist ein Wermutstropfen, doch die Entscheidung ist nachvollziehbar: Das Filmtheater ist in die Jahre gekommen, der Auszug umliegender Geschäfte in der Karolinenstraße hat das Umfeld unattraktiv gemacht, der Kinosaal kann trotz seiner Dimension mit dem Angebot der Multiplexe nicht konkurrieren. Dass sich private Kinobetreiber ein solches Haus, das auch noch renoviert werden müsste, nicht ans Bein binden, ist verständlich.

    Bitter dürfte die aktuelle Entwicklung für Ellen Gratza und Franz Fischer, die bisherigen Betreiber des Kinodreiecks, sein. Nicht nur, dass durch die Insolvenz ein Lebenswerk endet, das die Stadt trotz mehrerer Aufs und Abs über Jahrzehnte bereichert hat. Fischer musste seine Kinos nun ausgerechnet ans Liliom abgeben, mit dessen Vorbesitzer Tom Dittrich ihn über Jahre eine Art „herzlicher Feindschaft“ verband.

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