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Neue Elektroautos unter 10.000 Euro zu haben – warum sind sie plötzlich günstiger als Verbrenner?

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Neue Elektroautos unter 10.000 Euro zu haben – warum sind sie plötzlich günstiger als Verbrenner?

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    Der Kauf eines Elektroautos ist derzeit attraktiv, was mit Förderungen und Rabatten zu tun hat.
    Der Kauf eines Elektroautos ist derzeit attraktiv, was mit Förderungen und Rabatten zu tun hat. Foto: 24K-Production, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die hohen Kosten stellen bislang das Argument dar, mit dem Kritiker von Elektroautos häufig als Erstes ins Feld ziehen. Ein Argument mit Zugkraft, da es sich mit Zahlen belegen lässt, dass E-Autos im Vergleich zu Dieseln und Benzinern lange Zeit preislich kaum konkurrenzfähig waren. So ergaben beispielsweise Berechnungen des Center Automotive Research (CAR), dass Elektroautos Ende 2024 im Durchschnitt rund 7000 Euro teurer als Verbrenner waren. Doch zuletzt wurde das Argument schwächer, denn im Dezember 2025 berechnete das CAR einen preislichen Unterschied von nur noch 1340 Euro. Verbrenner waren zuletzt also nur noch etwas günstiger.

    Zu Beginn des Jahres 2026 scheint sich die Situation nun endgültig gedreht zu haben. Wer nach Angeboten für Elektroautos sucht, wird feststellen, dass manche Neuwagen unter 10.000 Euro zu haben sind. Doch um welche E-Autos handelt es sich – und wie ist der Preissturz zu erklären?

    Elektroautos günstiger als Verbrenner: Förderungen und Rabatte als Gründe

    Der Hauptgrund dafür, dass Elektroautos nun preislich attraktiver sind, hat mit der Wiederbelebung einer Prämie zu tun. Um Elektroautos günstiger zu machen, wurde von der Bundesregierung eine neue E-Auto-Förderung beschlossen, durch die Autokäuferinnen und Autokäufer beim Kauf eines E-Autos mit bis zu 6000 Euro unterstützt werden. Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) werden Fahrzeuge gefördert, die ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassen werden. Die Höhe der Förderung hängt vom Einkommen ab. Haushalte, denen weniger als 45.000 Euro im Jahr zur Verfügung stehen, erhalten vom Bund die volle Förderung von 6000 Euro. Bei einem Einkommen unter 80.000 Euro gibt es immerhin noch 3000 Euro als Förderbetrag.

    Die Förderanträge würden zwar erst ab Mai 2026 online zur Verfügung stehen, die Förderung könne allerdings rückwirkend beantragt werden. „Entscheidend ist das Datum der Neuzulassung nach dem 1. Januar 2026“, erklärt das BMUKN. Der Fördertopf ist mit drei Milliarden Euro gefüllt, was für die Förderung von rund 800.000 Elektroautos reichen soll.

    Allein durch die Förderung liegt es nahe, dass einige Elektroautos nun günstiger zu haben sind als vergleichbare Verbrenner, immerhin wird der preisliche Unterschied von etwas mehr als 1300 Euro durch die Prämie mehr als wettgemacht. Doch einige Experten vermuteten laut der Süddeutschen Zeitung, dass Autobauer im Zuge der Förderung ihre eigenen E-Auto-Rabatte zurückfahren würden. Eine Befürchtung, die sich zunächst nicht bestätigte. Das Gegenteil ist der Fall: Manche Hersteller sorgen mit zusätzlichen Rabatten sogar für noch günstigere Preise bei E-Autos, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

    E-Autos unter 10.000 Euro: Machen die Autobauer ein Minusgeschäft?

    Durch die Kombination aus Förderung und Rabatten sind einige neue Elektroautos aktuell für weniger als 10.000 Euro erhältlich. Das gilt beispielsweise für den e-C3 von Citroën, wie Auto Motor und Sport berichtet. Der französische Autobauer hatte Anfang 2026 bekanntgegeben, die Förderung des Bundes zu verdoppeln. Wer die vollen 6000 Euro erhält, kann das Modell folglich 12.000 Euro günstiger bekommen. In seiner Basisversion ist der e-C3 damit für etwa 8000 Euro zu haben. Der Dacia Spring, der bei einem Listenpreis von 16.900 Euro liegt, wird bis Ende Februar 2026 für 11.900 Euro angeboten, wie der Hersteller informiert. Mit höchstmöglicher Förderung kann der Preis für das E-Auto daher sogar auf 5.900 Euro sinken.

    Auch Ford gab Anfang 2026 einen Rabatt bekannt, einige Elektromodelle werden 5000 Euro günstiger angeboten. Wenn man die Förderung des Bundes hinzurechnet, können die entsprechenden Modelle für deutsche Käuferinnen und Käufer ebenfalls bis zu 11.000 Euro günstiger sein.

    Bei dem Sinkflug der Preise für Elektroautos stellt sich die Frage, wie diese für Autobauer überhaupt noch lukrativ sein können. Gar nicht, glaubt ein Experte vom Center of Automotive Management. „Rabatte in dieser Höhe sind für jeden Hersteller ein Minusgeschäft“, analysierte Stefan Bratzel im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Er glaubt, dass die Angebote mit dem Druck zu tun haben, der mittlerweile in der Branche wirkt.

    Die Auswahl an Elektroautos sei in allen Größen- und Preissegmenten hoch. Wer sich gegen die Konkurrenz durchsetzen wolle, müsse an den Preisen schrauben. Vor allem im Hinblick auf die Modelle aus China. Die Masse an E-Autos hat auch mit den Regelungen der Europäischen Union (EU) zu tun, die Autobauer laut der Süddeutschen Zeitung dazu zwingt, rund ein Viertel ihrer Flotte mit rein elektrischen Antrieben auszustatten.

    Auch interessant: Jedes der besten fünf Autos des Jahres 2025, die der ADAC gekürt hat, ist ein Elektroauto. Doch auch unter den schlechtesten Autos des Jahres 2025 befanden sich E-Autos.

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