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Panzerglas, Frischlufttank und Luxus-Ausstattung: Dieses Dienstauto fährt Bundeskanzler Merz

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Panzerglas, Frischlufttank und Luxus-Ausstattung: Dieses Dienstauto fährt Bundeskanzler Merz

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    Friedrich Merz steht vor dem Bundeskanzleramt vor einem Auto der Regierungsflotte. Der Bundeskanzler wird in einem gepanzerten Wagen chauffiert.
    Friedrich Merz steht vor dem Bundeskanzleramt vor einem Auto der Regierungsflotte. Der Bundeskanzler wird in einem gepanzerten Wagen chauffiert. Foto: Michael Kappeler, dpa (Archivbild)

    Wenn der Bundeskanzler unterwegs ist, gelten die höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Neben Personenschutz, Eskorten und Straßensperrungen ist dabei der Dienstwagen von Bedeutung, mit dem der Kanzler chauffiert wird. Ein Auto mit normalen Sicherheitsstandards reicht nicht aus, um den Regierungschef vor realistischen Gefahren zu schützen. Stattdessen wird auf Fahrzeuge gesetzt, die fahrenden Schutzbunkern ähneln. Doch mit welchem Dienstauto ist Friedrich Merz (CDU) unterwegs?

    Dienstwagen des Bundeskanzlers: In welchem Auto ist Friedrich Merz unterwegs?

    Bei der Wahl eines Dienstwagens für den Bundeskanzler werden seit jeher deutsche Autobauer bevorzugt. Auto Motor Sport berichtet, dass Staatslimousinen von Mercedes-Benz Tradition haben. Demnach wurde schon Konrad Adenauer in einem Wagen mit einem Stern auf der Motorhaube chauffiert. Zwischenzeitlich stellte Audi die Dienstwagen für die ranghöchsten deutschen Politiker – Merz’ Vorgänger Olaf Scholz (SPD) brachte den Mercedes allerdings zurück ins Kanzleramt.

    Viel Auswahl hatte Merz bei der Wahl seines Dienstwagens wohl nicht, die Autozeitung erklärt, dass bei den geforderten Sicherheitsvorkehrungen nur zwei Modelle von deutschen Autobauern infrage kamen: der Mercedes S 680 Guard und der BMW 7er/i7 Protection. Merz hat sich für den Mercedes entschieden, wie unter anderem die Autozeitung berichtete. Auch Bilder von Auftritten des Bundeskanzlers in der Öffentlichkeit belegen dies.

    Auch interessant: Mittlerweile sind manche E-Autos unter 10.000 Euro zu haben. Zudem sollen einige Autos besonders gut für Senioren sein.

    Auto von Friedrich Merz: Wie ist das gepanzerte Fahrzeug ausgestattet?

    Von außen ist der Dienstwagen von Friedrich Merz unscheinbar, allerdings stellt er laut der Autozeitung das einzige zivile Serienfahrzeug dar, das die Widerstandsklasse „VR10“ erfüllt. Auch die Richtlinie „VPAM ERV (Explosive Resistant Vehicles)“ soll vollständig erfüllt werden. Bedeutet: Das Fahrzeug bietet Schutz vor Explosionen und Beschuss durch Hartmantelmunition, sowohl für die Karosserie als auch für die Scheiben. Das wird unter anderem durch ein sechs Zentimeter dickes Panzerglas möglich. Außerdem ist die Sicherheitszelle mit einer speziell für das Fahrzeug entwickelte Stahllegierung ausgestattet.

    Eine Kontamination des Innenraums, die beispielsweise bei Angriffen mit Giftgas droht, soll durch einen Frischlufttank mit Überdruckfunktion verhindert werden, der die Insassen mit Sauerstoff versorgen kann. Außerdem ist ein Feuerlöschsystem eingebaut, welches sich im Ernstfall automatisch aktivieren soll, wie die Autozeitung analysiert. Angetrieben wird der Mercedes S 680 Guard von einem V12-Motor mit 612 PS (450 kW). Er verfügt über einen Allradantrieb. Leer wiegt das gepanzerte Fahrzeug 4,2 Tonnen, eine schnelle Fortbewegung soll trotzdem auch in Gefahrenbedingungen gegeben sein. Die speziellen Reifen sollen auch bei Druckverlust funktionieren und das Fahrzeug im platten Zustand noch rund 30 Kilometer weit bringen.

    Die gepanzerten Autos werden von Mercedes in enger Abstimmung mit der Bundesregierung hergestellt. Die Produktionsdauer soll rund fünf Monate in Anspruch nehmen. Neben der Sicherheit dürften dem Auftraggeber der Komfort und die Möglichkeit, im Auto zu arbeiten, wichtig sein. Laut Auto Motor Sport entspricht die Innenausstattung größtenteils der serienmäßigen S-Klasse, was Besprechungen und Arbeiten am Laptop möglich macht. Zudem soll der Innenraum vibrationsarm und gut gedämmt sein, was für ein gutes Arbeitsumfeld spricht. Ein integriertes Kommunikationssystem ermöglicht jederzeit Kontakt zur Außenwelt – auch in Ernstfällen.

    Die wichtigsten Daten rund um den Dienstwagen von Bundeskanzler Merz zusammengefasst:

    • Autobauer: Mercedes-Benz
    • Modell: Mercedes S 680 Guard
    • Panzerglas (sechs Zentimeter dick)
    • Sicherheitszelle mit spezieller Stahllegierung
    • Integriertes Kommunikationssystem
    • V12-Motor mit 612 PS
    • Allradantrieb
    • Gewicht: 4,2 Tonnen (leer)
    • Frischlufttank
    • Automatisches Feuerlöschsystem
    • Spezielle Reifen, die mit Druckverlust umgehen können

    Der Preis für die Sonderanfertigung wurde weder von Mercedes-Benz noch von der Bundesregierung kommuniziert. Auto Motor Sport schreibt von einem Einstiegspreis von etwa 547.000 Euro, der bei dem Modell des Bundeskanzlers deutlich übertroffen werden dürfte.

    Übrigens: Eine Autofahrerin kassierte einen Strafzettel wegen einer pinken Parkscheibe. Ein anderer Autofahrer wurde Opfer einer skurillen Verwechslung durch einen Blitzer.

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