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Coronavirus
28.04.2020

Bayern verlängert Corona-Beschränkungen bis 10. Mai

Die Corona-Beschränkungen in Bayern werden bis 10. Mai verlängert.
Foto: Annette Zoepf

Wie sieht Bayerns weiterer Weg durch die Corona-Krise aus? Am Dienstag hat das Kabinett die nächsten Schritte beschlossen. Das sind die wichtigsten Punkte.

Markus Söders Stimme war es diese Woche nicht anzuhören, dass die Nachrichten in der Corona-Krise besser werden. Geplagt von starkem Heuschnupfen verkündete er unter anderem, dass die Reproduktionszahl in Bayern bei unter 0,6 liegt. Dennoch reichen diese Nachrichten der Regierung nicht aus, um alle Corona-Maßnahmen zu lockern. Die Beschränkungen werden im Freistaat bis 10. Mai verlängert, das teilte die Staatskanzlei mit. Am Dienstag debattierte das bayerische Kabinett aber auch über weitere Lockerungen. Am Mittag trat die bayerische Staatsregierung dann vor die Presse, um die Beschlüsse zu präsentieren.

Corona ist weiterhin das dominante Thema“, erklärte Söder. Das Virus sei weiterhin in Bayern präsent, aber die Zahlen seien erfolgreich und erfreulich. Er wolle die Maßnahmen nicht zu schnell lockern. Der Schutz der Älteren sei besonders wichtig. Nun wolle die Regierung zunächst beobachten, wie sich die Zahlen nach den Lockerungen dieser Woche entwickeln. Danach soll es einen Fahrplan für den Mai geben. Doch schon jetzt gibt es einige Entscheidungen:

  • Ladenöffnungen: Die Beschränkung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter bleibt, betonte Söder. Allerdings passe die Regierung die Regelung an das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs an. Das heißt: Auch jedes größere Geschäft darf öffnen, wenn es seine Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränkt.
  • Gastronomie und Hotellerie: Auch zu den Themen Gastronomie und Hotellerie äußerte sich Söder. Die Nachbarn aus Österreich wollen die Gastronomie Mitte Mai öffnen und die Hotellerie Ende Mai. „Sie sind zwei Wochen voraus“, stellte der Ministerpräsident klar. In Bayern wird die Gastronomie also nicht vor Ende Mai öffnen.
  • Schule, Kita und Seniorenheime: Das Thema Familie sei die größte Herausforderung, erklärte Söder. „Es wird schwierig sein, einen optimalen Weg zu finden.“ Wichtig sei der Regierung vor allem die Frage, wie Einzelbesuche im Seniorenheim möglich sein können. Schulen und Kitas, sagte Söder, werden schrittweise wieder geöffnet. Die Regierung will aber erst die Einschätzung des RKI abwarten. Sollten die Kleinsten am wenigsten das Coronavirus übertragen, sollten Kitas schneller geöffnet werden, erklärte Söder. Die Beiträge von Kita und Hort übernehme außerdem der Freistaat. Kultusminister Michael Piazolo stellte außerdem klar, dass bis zu den Sommerferien kein normaler Schulbetrieb möglich sei. Es wird eine Mischung aus Präsenzunterricht, Homeschooling und Notfallbetreuung geben. Auch der Unterrichtsstoff sei nicht komplett durchzubringen.
  • Gottesdienste und Versammlungsrecht: Die Corona-Maßnahmen seien schwere Einschnitte in die Religions- und Versammlungsfreiheit gewesen, erklärte Innenminister Joachim Herrmann. Deshalb können Gottesdienste unter strengen hygienischen Auflagen wieder stattfinden. Sie dürfen nicht länger als 60 Minuten dauern, Besucher müssen eine Maske tragen und dürfen nicht näher als zwei Meter beieinander sitzen. Auch Versammlungen darf es wieder geben - mit einem Mindestabstand von eineinhalb Metern.  Obwohl die Regelung erst ab 4. Mai gilt, gebe es am 1. Mai, an dem traditionell viele Demos stattfinden, einen gewissen Spielraum, erklärte Herrmann.

Corona-Lockerungen: Das hat die Regierung außerdem verkündet

Der Regionalverkehr in Bayern werde ebenfalls wieder hochgefahren, stellte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer in Aussicht. Um den nötigen Abstand zu gewährleisten und das Infektionsrisiko zu minimieren, will die Regierung auf zusätzliche Busse zurückgreifen. Außerdem appellierte sie noch einmal an die Menschen, sich an die Maskenpflicht zu halten - sowohl in den Verkehrsmitteln als auch an den Haltestellen. Am Montag hätten sich 95 Prozent der Fahrgäste an die Pflicht gehalten. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte, dass mittlerweile 1,2 Milliarden Soforthilfen ausgezahlt seien. Auch für die Wirtschaft Bayerns sei Balance wichtig.

„Die Stimmung in der Bevölkerung ist sehr unterschiedlich. Wir müssen einen klugen Weg finden, das Coronavirus zu isolieren“, erklärte Söder zum Abschluss. Sein Credo: Ja, anpassen. Aber Schritt für Schritt. Eine zweite Infektionswelle werde kommen. Je schneller nun alle Maßnahmen gelockert würden, desto früher seien die Krankenhäuser wieder an den Belastungsgrenzen.

Einige, wenige Lockerungen sind in Bayern schon in Kraft: Bereits seit 20. April können die Bayern wieder in Garten- und Baumärkte gehen. Eine Woche später durften im Freistaat Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter wieder öffnen, zudem konnten Schüler der Abschlussklassen wieder persönlich in den Unterricht kommen. Wie im ganzen Bundesgebiet gilt seit 27. April jedoch eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften.

Über alle wichtigen Entwicklungen bezüglich des Coronavirus informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.04.2020

Vorschlag:
Die Regelungen, Einschränkungen, Anordnungen, Maßnahmen etc., etc. einfach bestehen lassen, denn erstens ist diese Pandemie noch lange nicht vorbei (obwohl, oh Wunder, die Erkrankten nach 14 Tagen wieder zu den Gesunden zählen), von einer zweiten großen Welle wird geunkt und bis die am Abebben ist folgt der Herbst mit einer erneuten Grippewelle. Also durchgehend Schlag auf Schlag! Wozu sich also den Kopf zerbrechen über "Lockerungen" oder gar "Aufhebungen", wenn bis dahin die Wirtschaft am Boden zerstört ist und die Menschen völlig wirre sind, bis auf ein paar wenige die damit ihre Schäfchen im Trockenen haben.
Wirtschaft kaputt, alles kaputt!

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29.04.2020

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Es ist echt reizvoll zu lesen, wie sich die lokalen Viren- und

Pandemiebekämpfungsexperten in die Wolle kriegen......

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29.04.2020

Nicht nur die Regierungen waren Schuld. Während in Norditalien schon Menschen starben, sind Massen nach Tirol zum Skifahren gefahren, haben Fasching gefeiert undhaben Fußballspiele besucht. Selbst wo aufgerufen wurde, Kontakte einzuschränken wurde meist gelebt wie zuvor. Selbst am Tag der Verkündigung der Ausgangsbeschränkung haben sich danach massenweise kleinere und größere Gruppen getroffen.
Unterschätzt haben das alle. War auch davor schwer bzw. gar nicht vorstellbar.
Der Vergleich mit Grippe hinkt. Wir sind noch mitten drin und haben die Todeszahlen TROTZ gravierenden Einschränkungen.
Man sollte das Ganze positiv sehen. Wenn wieder ein aggressiver infektiöser Virus wie die spanische Grippe (die besonders junge und immunstarke Opfer gefordert hat) auftaucht, wird die ganze Sache vielleicht allgemein ernster genommen.
Wichtig wäre aber jetzt doch mal ein einheitlicher Fahrplan. Und nachdem die R-Zahl bereits auf 0,9 (wegen Ostern?) gestiegen ist, wäre es vielleicht eine Idee statt hier und da ein bißchen zu machen, vielleicht mal 14 Tage eine richtige Ausgangssperre in ganz Deutschland zu machen und dann wieder schnell in den (regionalen) Alltag zurück zu kehren. Was mich persönlich stört ist dieser Fleckenteppich und das erst lockern, dann erst nach einer Woche Lockerung Mundschutzpflicht, usw. so hat man den Eindruck, dass gar kein Ende in Sicht ist und man gar nicht weiß, was man jetzt (wieder oder nicht mehr) wo (Bayern, B-W, Hessen,...) darf und was nicht.

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29.04.2020

Wichtig wäre aber jetzt doch mal ein einheitlicher Fahrplan. Und nachdem die R-Zahl bereits auf 0,9 (wegen Ostern?) gestiegen ist, wäre es vielleicht eine Idee statt hier und da ein bißchen zu machen, vielleicht mal 14 Tage eine richtige Ausgangssperre in ganz Deutschland zu machen und dann wieder schnell in den (regionalen) Alltag zurück zu kehren.

So kann aus meiner Sicht nur jemand sprechen, der nicht voll durch die derzeitigen Beschränkungen betroffen ist.

Btw.
Bitte mal die letzte PK des Herrn Söder anhören/ansehen.

Die omminöse Zahl R ist in Bayern bereits auf "0,6" gefallen.

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30.04.2020

Was ist wirtschaftlich schlimmer?
3 Wochen richtiges Herunterfahren deutschlandweit / europaweit oder monatelanges Rumeiern wie jetzt? Mal so mal so und das alle paar Kilometer anders.

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29.04.2020

@ MAJA.S
Die Zahlen aus 2017/19 sind Schätzungen des RKI?
Abgesehen davon, wie schon ATHANASSIOS L. schrieb, gab es eindringliche Warnungen namhafter Institute auch China und den USA nach SARS und MERS, dass wir auf eine Pandemie vorbereitet sein sollten, die kommen wird, nur der Zeitpunkt wäre offen. Wurde aber abgetan mit der Begründung, dass dies in Europa nicht so schlimm wird und man gut aufgestellt wäre. Taiwan hat gleich nach Bekanntwerden am 31.12.2019 Maßnahmen ergriffen, da sie aus den vorhergegangenen Epidemien gelernt hatten und vorbereitet waren. Das Ergebnis sieht man heute. Allein das Desaster mit den Masken und der bis heute von manchen "Experten" angezweifelter Nutzen solcher Schutzmaßnahmen zeigt doch, wie ignorant wir hier in Europa sind. Jetzt wurden überzogene Maßnahmen ergriffen, die so ohne weiteres nicht aufzuheben sind. Klar haben diese Maßnahmen geholfen aber in dieser Form wären sie nicht nötige gewesen, schon gar nicht, hätte man den Warnungen vorher etwas mehr Glauben geschenkt und sich besser auf solche Situationen vorbereitet. Das muss man der Politik vorwerfen. Jetzt so tun, als wäre man der große Gewinner mit dem Kampf gegen das Virus ist Augenwischerei, es ist nur eine Aktion, um Versäumnisse bestmöglich zu lindern. Der Leidtragende ist wie immer die Bevölkerung. Auch eines muss man sehen, ohne dass man die Toten und schwer Erkrankten dabei vergisst, dass doch die große Mehrzahl der Betroffenen diese mit meist milden Folgen überstanden hat. Würde man bei jedem Auftreten einer Infektionskrankheit so extrem wie dieses Mal reagieren, wären wir am Ende.

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29.04.2020

@Athanassios L.

Da irren Sie. Ich verteidige die Regierung keinesfalls in allen Punkten. Und mit der Vorsorge und dem zu späten Reagieren haben Sie vollkommen recht. Ich kenne diese Studie (die allerdings von einem Worstcaseszenario ausging) auch. Natürlich wurde zu wenig Vorsorge getroffen (übrigens Aufgabe der Länder, womit sich wieder die Frage stellt, ob das so richtig sein kann, dass für eine weltumfassende Seuche jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kochen kann/muss) und alles so lange heruntergespielt, verharmlost (selbst vom RKI wobei ich persönlich den Eindruck habe, das handelte auf Druck der Politik anfangs so, damit ja keine Panik aufkommen könne) bis die Leichenberge in Italien keine andere Wahl mehr ließen.

Das ist schon so. Und das MUSS zweifelsohne aufgearbeitet werden auch wenn ganz Schlaue immer meinen, der Blick zurück nütze auch nichts. Ja wie? Damit das beim nächsten Mal wieder genau so abläuft? Für mich muss der Gesundheitsminister zurücktreten. Das war ja bodenlos wie der agierte. Dem geht es um nichts als die eigene Karriere. Laviert da umeinander... und möchte jetzt schon mal um Verzeihung anheischen.

Das alles ändert ja aber nichts daran, dass man dann als man endlich erkannte - oha, doch Pandemie mit vielen vielen Toten, überlasteten Gesundheitswesen etwas unternehmen musste. Je früher man eingegriffen hätte, desto schneller wären Erfolge erzielt worden - siehe Israel und Griechenland. Nur eines ist auch klar: So wie jetzt auch, wären ohne die Schreckensbilder aus den eurpoäischen Nachbarländern die Einsicht und Bereitschaft der Bevölkerung in strikte Maßnahmen vermutlich nicht sehr groß gewesen.

Nur auf die Grippe zu verweisen halte ich für verfehlt. Die gab es ja übrigens noch zusätzlich. Jetzt stellen Sie sich mal vor, die wäre zusätzlich zu Corona so verheerend gewesen wie 2017.

Keine Schutzmasken bei Influenza? Puh, seien Sie sich da nicht zu sicher. Das wird auch noch kommen. So bereitwillig wie die Teile getragen werden. Da ist das Volk dann schon dran gewöhnt.

Warum es noch keinen Impfstoff gibt? Weil es vllt. nie einen geben wird. Gegen HIV hat man auch noch keinen.

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29.04.2020

Aktuell sind deutschlandweit jetzt weniger al 40.000 Mensch infiziert und das bei ca. 84 Mio. Einwohnern. Erwiesenermaßen ist die Chance an der Influenza zu erkranken weitaus höher und dabei sterben auch mehr Menschen, wie z.B. im Krisenjahr 2017/18 (mehr als 4 Mio. Inf. und über 25.000 Tote). Da wird aber nicht einmal groß darüber berichtet, geschweige denn etwaige Sicherheitsmaßnahmen ergriffen oder angeordnet. Man bekommt langsam das Gefühl, dass hier eine Überreaktion erfolgte und man jetzt nicht weiß, wie man das Ganze geordnet zurückführen kann. Man muss sich mal vorstellen, dass weniger als 45.000 infizierte jetzt immer noch das ganze Land lahmlegen! Wenn wir bei jeder Infektionskrankheit so reagieren wollen, wird sich das jedes Jahr mehrmals wiederholen!

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29.04.2020

Das Problem ist: Sind die Maßnahmen wirkungsvoll werden sie als überzogen abgekanzelt. Trifft man keine oder zu geringe und das Desaster breitet sich aus wie in Italien oder Spanien (oder auch New York) würden dieselben Leute verurteilen, dass nicht rechtzeitig härter durchgegriffen worden sei. In diesem Dilemma stecken nun mal die Verantwortlichen.

Wollen Sie in einem halben oder einem Jahr wieder vor derselben Situation stehen?

Auch für Sie: Die 25.000 Toten aus dem Krisenjahr 2017 sind eine Schätzung des RKI gewesen. Es gibt dafür keinen medizinischen Beleg. Der Grippeimpfstoff schlug damals nicht an. In allen anderen Jahren ist Grippe dank verfügbarer und wirksamer Impfstoffe deutlich wenier letal und Corona übertrifft (eben in Ermangelung eines solche) die Gefährlichkeit bei Weitem.

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29.04.2020

@Maja S.

Jetzt ist es zu spät für unsere Regierung, sich um unsere Gesundheit zu sorgen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das hätte sie SPÄTESTENS im Jahre 2013 machen müssen !!! Was hat man gemacht? Gar nichts. Nicht einmal Atemschutz-Masken hat man auf Vorrat gekauft und jetzt bezahlen wir alle mit unserer Freiheit und unserem Vermögen für die damalige Untätigkeit unserer Regierung, weil nun überzogen reagiert wird.

Liebe Maja, ich kann mir Ihr Veto bereits sehr gut vorstellen und Sie werden bestimmt argumentieren, dass unsere Regierung das hätte nicht voraussehen können und im Nachhinein ist man immer schlauer.

Nun kommt allerdings mein Gegenargument und ich präsentiere Ihnen gleich eine Leselektüre.

Am 03.01.2013 veröffentlichte der Deutsche Bundestag die Drucksache 17/12051. Da ist normalerweise uninteressantes Zeug drin, aber dieses Mal empfiehlt es sich, die Lektüre ab Seite 55 genau durchzulesen:

https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf?fbclid=IwAR3cGMFtZWXZdqkE5O_j--YFA4BoMWjo125CJc_40jUsKG9SWt315L8nTuY

Darin wurde beschrieben, wie die nächste Pandemie aussehen könnte, die durch einen modifizierten SARS-Virus ausgelöst wird.

Ups, welche Ironie:

Das Corona-Virus ist ein modifizierter SARS-Virus. :-)

Aber liest man sich alles durch, wie der Virus entstehen und verbreitet werden könnte und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssten und überlegt man sich, was bisher passiert ist, läuft es einem kalt den Rücken herunter.

Nun habe ich einige Fragen an Sie:

1. Warum hat die Bundesregierung nicht an ihre eigene Experten geglaubt und damals bereits Gegenmaßnahmen ergriffen? Zumindest Atemschutz-Masken hätte man ausreichend bevorraten können.

2. Der SARS-Virus trat zum ersten Mal in den Jahren 2002/2003 auf und man kannte dessen Struktur. Warum gibt es bis heute keinen Impfstoff gegen SARS? Ok, man könnte argumentieren, dass SARS damals vorwiegend nur in Asien aufgetreten ist, aber seit 2013 gibt es keine Ausreden mehr. Wenn die eigene Regierung glaubt, dass die nächste Pandemie durch einen modifizierten SARS-Virus ausgelöst wird, gibt man einen Impfstoff in Auftrag, das zumindest das Vorgängermodell bekämpfen kann. Oder sehe ich es mal wieder falsch?

Kurzum:

Das die Regierung im Moment durch Aktionismus glänzt und bereitwillig Millionen Existenzen zerstört, ist für mich nur das schlechte Gewissen, weil sie in all den Jahren untätig war.

In diesem Sinne

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29.04.2020

@Athanassios L.

Meine Bitte auch an Sie, nicht mit falschen Zahlen zu argumentieren. Jährlich 20.000 bis 25.000 Grippetote ist völlig falsch. Für die Grippesaison 2016/17 gab es eine SCHÄTZUNG des RKI über 25.000 an Influenza Verstorbene, weil in diesem Jahr der Impfstoff nicht besonders wirksam war. Statistisch nachgewiesen waren in dieser allerdings nur 1.674 Fälle . Heuer liegt die Zahl bei 323! Da können Sie dann die bislang 6.177 Toten dagegensetzen.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/vorsicht-bei-vergleich-der-zahl-der-todesfaelle-116540/

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29.04.2020

@ Maja S,
aber ihre Zahlen stimmen? Natürlich 100%. Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälschst hast!!!

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29.04.2020

@Maja S.

Na gut, für meine angegebene Zahl der Influenza-Toten möchte ich nicht die Hand ins Feuer legen. Ich bin von den Schätzungen im Krisenjahr 2017/2018 ausgegangen. Trotzdem wehre ich mich dagegen, dass der Influenza-Virus gegenüber dem Corona-Virus verharmlost wird, weil dieser wegen seiner Mutationsfähigkeit immer noch zu den gefährlichsten Viren der Welt gehört. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass während einer Grippewelle Maskenpflicht herrschte.

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28.04.2020

Was will denn die Regierung in München denn noch alles für Voraussetzungen erfüllt bekommen, bis sie endlich mal reagiert?

Jetzt ist die omminöse Zahl "R" schon auf unter 0,6 gesunken, also weit unter dem vom RKI gefoderten Wert.

So langsam komme ich mir hier echt "verars..." vor.

Mit den Ministergehältern und dem Wissen, dass ich mir keine Sorgen um finazielle Engpässe und um meine Rente machen muss, würde es mir auch leicht fallen, die Beschränkungen durchzustehen.

Das sind aber in Bayern nun aber mal nur die wenigsten Bürger.

Alles leere Versprechungen der Herren und Damen aus München.

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28.04.2020

"Was will denn die Regierung in München denn noch alles für Voraussetzungen erfüllt bekommen, bis sie endlich mal reagiert?..."
-
Gestern erst wurden Schulen und Geschäfte wieder geöffnet, das war doch eine Reaktion. Bei einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 5-6 Tagen macht es da durchaus Sinn abzuwarten wie sich das auf die Reproduktionszahl auswirkt. Was wäre das für ein Spaß wenn wir wieder alles öffnen und dann wieder alles komplett schließen müssten...

Ihnen mag es um Geld gehen, den Ministern geht es in diesem Fall mehr um Leben. Meschen, welche durch diese Maßnahmen ihren Job verlieren, können sich noch einen neuen suchen, bei Corona-Opfern sieht das schon anders aus.

Mich würde Interessieren, welche Versprechen leer waren und welche Reaktionen Sie erwarten? Dass Bayern hier strikt vorgeht und erst langsam alles öffnet wurde ziemlich klar kommuniziert.

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28.04.2020

@Kamil B.

Ehrlich gesagt verblüfft mich Ihre Antwort, die an Gleichgültigkeit und Doppelmoral kaum zu übertreffen ist:

Ich finde es toll, dass Sie sich um unsere Gesundheit sorgen, aber diese Doppelmoral regt mich langsam auf. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wegen einer Grippewelle die Wirtschaft so gegen die Wand gefahren wurde. Warum hat man wegen der Influenza, die jedes Jahr so sicher kommt, wie das Amen in der Kirche, keinen Lockdown gemacht? Sind die 20000 - 25000 Menschen, die jedes Jahr alleine in Deutschland an der Influenza sterben, weniger wert, als die aktuell 6177 Corona-Toten?

"Menschen, die durch solche Maßnahmen ihren Job verlieren, können sich noch einen neuen Job suchen"

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie einen krisensicheren Job und keine Existenzängste haben. Anders kann ich mir diesen menschenverachtenden Satz nicht erklären?

Finden Sie es toll, dass Menschen durch Kurzarbeit oder Jobverlust in Existenznöte gelangen und ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können?

Dieser Lockdown wird mehrere Menschen töten als das Virus selbst. Davon können Sie ausgehen.

Ehrlich gesagt schaue ich neidisch zu den Schweden, weil sie in meinen Augen alles richtig machen. Das Virus lässt sich auf Dauer nur bekämpfen, wenn man eine gewisse Herdenimmunität erreicht. Das heißt, ein Großteil der Bevölkerung muss sich anstecken, bis ein Impfstoff gefunden wurde? Oder will man bis dahin mit angezogener Handbremse fahren? Das kann auch nicht die Lösung sein.

Ich plädiere für das schwedische Modell.

In diesem Sinne

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29.04.2020

@KAMIL B.

Nein.
Hier geht es nicht ums Geld.

es geht letztendlich darum , dass von allesn Seiten verkündet wird, wie diese und jene Zahl erreichen, damt wir Lockerungen vornehmen können.

Nun hat Bayern, erwiesenermaßen - siehe die letzten PK des Hern Söder - seit Wochen gerissen und zwar im positiven Sinne.

Dennoch spüren dieBürger keinerlei Erleichterungen.

Und was bringt es, dass die Schulen geöffnet werden, wenn die das Alter der eigenen schulpflichtigen Kinden eben NICHT zu der Kategorie gehören, die jetzt wiweder sie Schulen besuchen dürfen.

Und ich muss hier nochmals die Zahlen der Grippe/Influenza heranziehen, auch wenn diese, wie sie es immer wieder herausstellen nur auf Schätzungen beasieren.

Was sind denn die aktuellen Zahlen des RKI. Dies sind ebenfalls nur Schätzungen. Ebenso wie die Zahlen der bereits Genesenen Patienten.

Was glauben sie, mal ehrlich zu sich selbst, wie lange können die Menschen diese Maßnahmen noch durchhalten?

Wie viele können bereits jetzt schon ihre Rechnungen, Miete oder sonstige fixen Ausgaben nicht mehr zahlen.
Glauben sie, die Herren und Damen mit ihren Ministerposten kommen in diese Verlegenheit, etwas nicht mehr bezahlen zu können?

Bleiben wir doch einfach mal realistisch.

Grundsätzlich geht es doch um eine einzige Frage.

Was muss nach Meinung der Landesregierung denn noch alles erfüllt sein, damit sie endlich wirklich spürbare Erleicherungen beschließen?

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