Die Methode Alfred Sauter: Der Strippenzieher und die CSU-Spenden

Foto: Christian Imminger (Montage)

Sein Netzwerk soll Alfred Sauter nicht nur für eigene Geschäfte genutzt haben, sondern auch im Sinne der CSU. Hat er tatsächlich Parteispenden in großem Stil eingesammelt? Um ein geheimnisvolles Gremium ranken sich viele Geschichten. Aber stimmen sie auch?

Es gibt zwei Worte, die CSU-Politiker scheuen wie der Teufel eine Pilgerreise nach Kloster Andechs: Amigos und Parteispendenskandal. Seit den Razzien bei den Abgeordneten Alfred Sauter und Georg Nüßlein schlägt sich die Partei mit neuen Amigo-Vorwürfen herum. Den zweiten Begriff brachte ausgerechnet Generalsekretär Markus Blume selbst ins Spiel. Als es um die Aufarbeitung der Maskenaffäre ging, beteuerte er, es gebe bislang keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit Parteispenden. Nur: Danach hatte gar niemand gefragt. Warum also lässt die CSU-Spitze die eigenen Finanzen durchleuchten? Externe Wirtschaftsprüfer sollen die Bücher der Gesamtpartei sowie der CSU-Verbände in Neu-Ulm und Günzburg, aus denen die beiden betroffenen Abgeordneten stammen, unter die Lupe nehmen. Was ist da los? Traut sich die CSU beim Geld selbst nicht über den Weg? Oder muss sie sich sorgen, dass ihr mit dem Skandal treue Parteispender von der Fahne gehen?