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Augsburg: Bistum und Stadt Augsburg starten mit einem Fest ins Ulrichsjubiläum

Augsburg

Bistum und Stadt Augsburg starten mit einem Fest ins Ulrichsjubiläum

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    Knapp 1000 Menschen haben in Augsburg den Auftakt des Ulrichsjubiläums gefeiert. Ein Jahr lang finden Gottesdienste, Feste, soziale Aktionen und Veranstaltungen zu Ehren des Heiligen statt.
    Knapp 1000 Menschen haben in Augsburg den Auftakt des Ulrichsjubiläums gefeiert. Ein Jahr lang finden Gottesdienste, Feste, soziale Aktionen und Veranstaltungen zu Ehren des Heiligen statt. Foto: Silvio Wyszengrad

    Klosterschwester Dominika ist beseelt. "Wie lebendig die Kirchengemeinschaft ist, sieht man hier", sagt die Nonne und lässt ihren Blick über den Augsburger Rathausplatz schweifen. Der ist am Samstag gefüllt mit Menschen und Ständen kirchlicher Einrichtungen. Auf einer großen Bühne wird nicht nur gesungen und getanzt, Bischof Bertram Meier und Oberbürgermeisterin Eva Weber stimmen auch nachdenkliche Töne an. Knapp 1000 Besucherinnen und Besucher haben den Auftakt zum Ulrichsjubiläumsjahr von Bistum und Stadt gefeiert. Für Augsburg hat der heilige Ulrich eine besondere Bedeutung.

    Der Geistliche (890–973) wird nicht nur in der Stadt, in der er einst gewirkt hatte, verehrt. Ulrich hatte das Bistum im Jahr 923 übernommen. Zu der Zeit litten die Menschen unter den Einfällen der Ungarn. Der Bischof ließ die Schäden am Dom reparieren und zur Sicherheit der Stadt eine Steinmauer bauen. Er beriet jeweilige Herrscher und war Missionar. Eine Besucherin des Auftaktfestes bringt es auf den Punkt: "Er war ein Kirchenmann, hat aber zugleich auch die weltlichen Geschehnisse im Blick gehabt." Sie sei von seinem damaligen Wirken fasziniert.

    Ulrichsjubiläumsjahr im Bistum Augsburg steht unter einem Motto

    Das Bistum Augsburg feiert mit dem 1100. Jahrestag seiner Bischofsweihe und dem 1050. Todestag nun ein Doppeljubiläum, das ein ganzes Jahr lang mit Gottesdiensten, Festen, sozialen Aktionen und Veranstaltungen gestaltet wird. Das Ulrichsjubiläumsjahr steht unter dem Leitwort "Mit dem Ohr des Herzens." Bischof Ulrich, der als der erste in einem Heiligsprechungsverfahren bestätigte Heilige gilt, soll ein empathischer und guter Zuhörer gewesen sein. Eine Eigenschaft, die in der heutigen Zeit teilweise verloren gegangen sei, wie Bischof Bertram Meier in einem Gespräch mit Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) auf der Bühne feststellt.

    Bistum Augsburg feiert Auftaktfest zum Ulrichsjubiläum auf dem Rathausplatz

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    Beim großen Auftaktfest auf dem Augsburger Rathausplatz gab es zahlreiche Stände und ein buntes Bühnenprogramm.

    Die Gesellschaft, und damit schließe er die Kirche ein, würde nicht mehr so gerne zuhören, dafür lieber debattieren und monologisieren. "Wenn es uns allen gelingt, wohlwollender aufeinander zu hören, werden wir alle besser. Das gilt auch für die Kirche", sagt Meier, der für eine "Abrüstung der Wortwahl" appelliert. Dafür erntet er Beifall. "Danke", ruft ein Mann laut aus der Menge. Augsburgs Oberbürgermeisterin führt es auf die innere Gehetztheit zurück, dass man nicht mehr richtig zuhöre. Dieses Auftaktfest, meint sie, sei ein Moment der echten Begegnung, "die auch mir als OB gut tut". Viele Menschen nutzen die Veranstaltung, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Besucherin Gabriele Ernst ist von der Atmosphäre angetan. "Ich bin überrascht von der Freundlichkeit hier", sagt die 69-jährige Augsburgerin.

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