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Drei Enkel planen Statue für "Meister Eder" Gustl Bayrhammer – und hoffen auf Hilfe von Pumuckl-Fans

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Drei Enkel planen Statue für "Meister Eder" Gustl Bayrhammer – und hoffen auf Hilfe von Pumuckl-Fans

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    Schauspieler Gustl Bayrhammer und der kleine Kobold Pumuckl trieben zwischen 1982 und 1993 ihren Schabernack in der Buchverfilmung „Meister Eder und sein Pumuckl“.
    Schauspieler Gustl Bayrhammer und der kleine Kobold Pumuckl trieben zwischen 1982 und 1993 ihren Schabernack in der Buchverfilmung „Meister Eder und sein Pumuckl“. Foto: United Archives, KPA/dpa

    Von Meister Eders Werkstatt ist nichts mehr übrig, bis auf die kleine goldene Gedenktafel, die an diesem Donnerstagmorgen in der Sonne förmlich leuchtet. Hier, an der Widenmayerstraße 2 direkt an der Isar, erinnert ein aufgedruckter Stich von Schauspieler Gustl Bayrhammer und dem Kobold Pumuckl daran, dass sich im Innenhof die Schreinerwerkstatt aus der berühmten Kinderserie befand. Das ursprüngliche Haus wurde kurz nach den Dreharbeiten abgerissen und durch einen klobigen Neubau ersetzt. „Bayern wird seinen großen Volksschauspieler nie vergessen“, steht aber immerhin noch auf der goldenen Tafel.

    Doch die drei Enkel von Gustl Bayrhammer wünschen sich mehr. Sie kennen ihn schließlich auch fernab der Schreinerwerkbank aus dem Fernsehen. Deshalb möchten sie ihrem Opa ein Denkmal setzen. Nicht als „Meister Eder“ soll er gezeigt werden, sondern als der Mann, der er im echten Leben war: Bayrhammer eben.

    Fabian (von links), Sebastian und Florian Bayrhammer, Enkel des Schauspielers, bei der Enthüllung einer Gedenktafel für ihren Großvater vor der ehemaligen Werkstatt im Jahr 2023.
    Fabian (von links), Sebastian und Florian Bayrhammer, Enkel des Schauspielers, bei der Enthüllung einer Gedenktafel für ihren Großvater vor der ehemaligen Werkstatt im Jahr 2023. Foto: Jacqueline Melcher, dpa

    Um dieses „bleibende Zeichen der Erinnerung zu schaffen“, haben Sebastian, Fabian und Florian Bayrhammer eine Spendenkampagne auf der Internet-Plattform Gofundme gestartet und extra einen Verein gegründet, der die Spendengelder verwaltet. „Viele Menschen kennen und lieben ihn bis heute als Meister Eder aus der Kultserie ,Meister Eder und sein Pumuckl‘, Kommissar Veigl aus dem Münchner ,Tatort‘ oder Petrus aus ,Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben‘“, schreiben sie dort. „Doch Gustl Bayrhammer war weit mehr als diese Rollen: Er war ein prägendes Münchner Original, ein außergewöhnlicher Schauspieler und eine Persönlichkeit, die Generationen von Menschen berührt hat.“

    Deshalb haben sie den Wunsch, in seiner Heimatstadt München eine lebensgroße Statue zu errichten, „die an sein Wirken erinnert und die vielen Fans einen Ort des Gedenkens und der Wertschätzung bietet“. Die drei Enkel – Sebastian und Fabian sind Zwillinge, Florian ist der älteste – haben sich 80.000 Euro als Spendenziel gesetzt. In etwa so viel wird für die Realisierung nötig sein, schätzen die Brüder, die wie ihr Opa in München aufgewachsen sind. Etwas mehr als 4500 Euro sind innerhalb von zwei Monaten schon zusammengekommen. Jetzt hoffen die drei, dass möglichst viele Bayrhammer- oder Pumuckl-Fans den Aufruf teilen.

    Eine Pumuckl-Figur sitzt auf einer Gedenktafel zu Ehren des Schauspielers Gustl Bayrhammer vor der ehemaligen Werkstatt im Stadtteil Lehel.
    Eine Pumuckl-Figur sitzt auf einer Gedenktafel zu Ehren des Schauspielers Gustl Bayrhammer vor der ehemaligen Werkstatt im Stadtteil Lehel. Foto: Jacqueline Melcher, dpa

    Der Schauspieler mit dem dichten Schnauzer wäre heute 104 Jahre alt. Er starb im April 1993 in seinem Haus in Krailling bei München an einem Herzinfarkt. Der Bayer war die Stimme und das Gesicht von „Meister Eder“ in zahlreichen Hörspielen, Plattenaufnahmen und natürlich Episoden der Fernsehserie von Ellis Kaut. Neue Pumuckl-Folgen von Marcus H. Rosenmüller und der Kinofilm „Pumuckl und das große Missverständnis“ mit Florian Brückner als Eders Neffe begeistern auch heute wieder Kinder für den frechen Kobold und dessen Streiche.

    „Pumuckl“-Schauspieler wäre nicht die erste Promi-Statue in München

    Die Aufmerksamkeit für den Plan der Enkel hat sich schon ein Stück weit ausgezahlt, denn sowohl die technische Umsetzung als auch das Material vom Betonsockel bis zur Bronze ist offensichtlich bereits gesichert. Wie die Süddeutsche berichtet, haben ein Unternehmer, ein Ingenieur und eine Baustoff-Firma schon zugesagt, Planung und Materialien kostenlos zu übernehmen.

    Führt die Spendenkampagne zum Erfolg, muss allerdings noch die Stadt München mitspielen, die am Ende genehmigt, wer ein Denkmal bekommt und wer nicht. Dann entscheidet sich, ob Bayrhammer künftig wieder unter seinem Schnauzbart hervorlächelt – und München neben „Monaco Franze“ Helmut Fischer, Regisseur Helmut Dietl, den Fußball-Legenden Franz Beckenbauer und Gerd Müller sowie Münchens berühmtester Komödiantin Liesl Karlstadt eine weitere Promi-Statue bekommt.

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