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Erlanger Bergkirchweih: Skandal im Sperrbezirk und elf weitere Lieder unerwünscht

Volksfest

Kein „Skandal im Sperrbezirk“: Diese zwölf Lieder sind auf der Erlanger Bergkirchweih unerwünscht

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    Die Erlanger Bergkirchweih ist gerade erst eröffnet und schon wird viel diskutiert. Einige bekannte Songs dürfen nicht gespielt werden.
    Die Erlanger Bergkirchweih ist gerade erst eröffnet und schon wird viel diskutiert. Einige bekannte Songs dürfen nicht gespielt werden. Foto: Daniel Karmann, dpa

    Verschiedene Partysongs sorgten schon in den vergangenen Jahren für erhitzte Gemüter. Erst das Donaulied, wenig später dann Layla. Grund dafür sind die oftmals sexistischen Texte der Lieder, die in Bierzelten und auf dem Ballermann hoch- und runterlaufen. Zwölf von ihnen dürfen künftig nicht mehr auf der Erlanger Bergkirchweih gespielt werden. Das steckt hinter dem Schritt.

    Bergkirchweih: Gleichstellungsstelle mahnt Wirte zur Songauswahl

    Wie zunächst die Nürnberger Nachrichten berichteten, schickte die Gleichstellungsstelle der Stadt einen Rundbrief an die Schausteller und Wirte, die in den zwölf Tagen des Festes ihre Gäste unterhalten. In dem Schreiben werden zwölf Lieder genannt, die nicht gespielt werden sollen. Unter den Songs ist auch der Bierzelt-Dauerbrenner „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang. Der Manager der Band, Jürgen Thürnau, sagte der Bild: „Es ist ein Skandal, dass man eine Liste mit Songs erstellt, die nicht gespielt werden sollen. Wir haben von der Stadt keine Begründung bekommen, gar nichts.“

    Diese Lieder sollen nicht auf der Bergkirchweih gespielt werden:

    • „Layla“, DJ Robin & Schürze
    • „Donaulied“, Volkslied
    • „Skandal im Sperrbezirk“, Spider Murphy Gang
    • „Nein heißt ja“, G.G. Anderson
    • „Joana“, Peter Wackel
    • „Olé, wir fahr’n in Puff nach Barcelona“, 3 Besoffskis, Cover von Mickie Krause
    • „20 Zentimeter“, Mirja Boes
    • „Baby Bell“, Breitner
    • „Die Glöcknerin von Dingolfing“, Dorfrocker
    • „Geh mal Bier hol’n“, Mickie Krause
    • „10 nackte Friseusen“, Mickie Krause
    • „Deine Freundin“, SDP

    Bergkirchweih muss ohne „Layla“, „Joana“ und Co. auskommen

    Als Grund für das Verbot nennt die Gleichstellungsstelle laut Nürnberger Nachrichten die „sexistischen und frauenfeindlichen“ Texte. Die Wirte sollten darauf achten, dass die Lieder nicht gespielt werden. Ziel sei es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Gäste sicher fühlen. Auch ein Beschluss des Stadtrats aus 2021 stützt die Aufforderung: CSU, Linke und SPD hatten votiert, dass Lieder mit „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ auf der Bergkirchweih nicht gespielt werden sollten.

    Die Erlanger Bergkirchweih findet vom 21. Mai bis zum 1. Juni statt. Sie ist das älteste Bierfest der Welt.

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