Kaum angekommen verabschiedet sich das Sommerwetter erneut, am Samstag kann es zu Schauern und Gewittern kommen. Während manche das Donnern und Blitzen fasziniert durch das Fenster verfolgen, freuen sich die anderen, wenn das Unwetter vorbei ist. Damit dem Zuhause und allen seinen Bewohnern nichts passiert, kann vorgesorgt werden.
Bette und Bäume sturmsicher machen
Ob auf dem Balkon oder im eigenen Garten: der Sommer lässt sich draußen am besten genießen. Wenn aber ein Unwetter aufzieht, ist es wichtig, lose Gegenstände wie Gartenstühle, Sonnenschirm oder Lieblingsliege schnell ins Haus oder in die Gartenlaube zu bringen. Je nachdem wie stark das Unwetter ist, können Gartenmöbel von Böen mitgerissen werden und fliegen umher, was sie zu gefährlichen Gegenständen macht. Eine weitere Idee ist, die Möbel zusammenzubinden und sie zu beschweren.
Das Gleiche gilt für Blumentöpfe und Co. Wer nicht genügend Platz hat, um alles unterzustellen, sollte die Dinge möglichst nah an die Hauswand stellen, um den Windschatten und am besten die windarme Seite des Hauses zu nutzen.
Beete sollten möglichst abgedeckt werden. Hagelkörner und Starkregen können nämlich nicht nur für Menschen, sondern auch Pflanzen gefährlich werden. Eine Möglichkeit ist, Beete mit einem Vlies abzudecken. Um zu verhindern, dass das Vlies mitgerissen wird, sollte auch dieses an den Rändern ausreichend beschwert, besser noch mit Haken oder Heringen im Boden verankert werden.
Generell kann eine kleine Mauer oder Hecke ein Pflanzenbeet schützen. Wichtig: die Hecke muss möglichst dicht sein, um dem Wind standzuhalten. Gut geeignet sind dafür unter anderem Hecken aus Hain- oder Rotbuche.
Nicht vergessen: Auch Bäume und andere größere Pflanzen sind während eines Sturms ein Risiko für Haus und Menschen. Besonders alte, trockene Äste oder ganze Bäume können ab einer gewissen Windstärke gefährlich werden, abbrechen und sogar umfallen. Deswegen ist es ratsam, sich während der Gartenarbeit auch diesen Pflanzen zu widmen und sie wetterfest zu machen.
Wie auch das eigene Heim sicher bleibt
Häuser bergen aufgrund ihrer Größe generell ein höheres Risiko dafür, dass ein Blitz in sie einschlägt und sie Schaden nehmen. Häuser aus alter Bauweise, zum Beispiel mit einem Dachstuhl aus Holz, sind besonders gefährdet. Ein Blitzableiter auf dem Dach ergibt deswegen Sinn, um Schäden und sogar einen Brand zu verhindern. Wichtig ist, dass dieser regelmäßig, vor allem aber nach einem Sturm, überprüft und gewartet wird, damit das Haus auch für das nächste Gewitter gewappnet ist.
Gleiches gilt für die Regenrinne. Es ist wichtig, dass sie nicht verstopft ist und das Wasser stets problemlos abfließen kann. Ein Hinweis für Photovoltaikbesitzer: die Solaranlage auf dem Dach birgt keine zusätzliche Gefahr für einen Blitzeinschlag. Übrigens: auch im Urlaub muss man sich keine Sorgen um die Solaranlage auf dem eigenen Dach machen.
Damit auch im Haus alles sicher bleibt, empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, empfindliche elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer auszustecken. Sollte ein Blitz in der Nähe des Hauses einschlagen, kann es zu einer sogenannten Überspannung kommen. Die Energie des Blitzes wird von dem Einschlagsort weitergeleitet und kann dadurch angesteckte Elektrogeräte beschädigen. Sinnvoll kann hier ein zusätzlicher Überspannungsschutz sein.
Grundsätzlich sind Häuser heutzutage jedoch gut gegen Gewitter und Unwetter allgemein geschützt. Wer Fenster und Türen geschlossen hält, ist in den meisten Fällen bereits gut geschützt.
Stresssituation für Haustiere
Für Tiere sind Gewitter eine von vielen unangenehmen Situationen. Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere können Angst vor Gewittern haben. Gerade wenn es blitzt und donnert, werden Vierbeiner unruhig. Wichtig es dann, dass Besitzer selbst ruhig bleiben, denn diese Ruhe überträgt sich häufig auf das Tier. So gibt der Mensch dem Tier das Gefühl, sicher zu sein. Gerade besonders ängstliche Tiere sollten Besitzer während eines Gewitters nicht alleine lassen.
Wie beim Menschen auch, kann Ablenkung helfen. Das kann das Lieblingsspielzeug oder auch das Übertönen des Donnerns mit Musik sein, wenn das Tier darauf gut reagiert.
Insgesamt hilft es, den gewohnten Tagesablauf und die Routinen beizubehalten. Das gibt den Tieren Sicherheit und beruhigt sie. Ungewöhnlich viele Streicheleinheiten und Beruhigungsversuche können hingegen das Gegenteil bewirken. Zudem sollte das Tier die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen - ob ins Körbchen, den Katzenbaum oder unter das Bett.
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