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Grippewelle 2026 startet deutlich früher als im Vorjahr

Gesundheit

Grippewelle startet in Bayern deutlich früher als sonst

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    Wegen der Grippewelle liegen derzeit viele Menschen flach. Die Saison begann diesmal früher als bisher.
    Wegen der Grippewelle liegen derzeit viele Menschen flach. Die Saison begann diesmal früher als bisher. Foto: Bernd Weißbrod, dpa/dpa-tmn (Symbolbild)

    In den Wintermonaten ist eine Erkältung wohl kaum zu vermeiden. Während diese für die meisten Menschen relativ harmlos ist, sieht es bei einer Grippe deutlich anders aus. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet, steigt die Influenzavirenlast im Abwasser derzeit deutlich an. Besonders Kinder und ältere Menschen sind schwer betroffen.

    In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres verzeichnet das RKI fünf Millionen Menschen mit einer neu aufgetretenen Atemwegserkrankung (ARE). Diese Inzidenz ist, wie im Vorjahr, zum Jahreswechsel gesunken und aktuell auf einem niedrigen Niveau. Anders sieht die Lage der Influenza-Inzidenz und der Influenzaviruslast im Abwasser aus. Diese steigt seit einigen Wochen deutlich an. Die Grippesaison 2025/26 startete laut RKI-Messungen deutlich früher als noch im Vorjahr. Grund dafür ist die neue Variante H3N2 Subklade K.

    Grippewelle in Bayern: Gesundheitsamt meldet hohe Zahlen zum Jahresbeginn

    Für die Grippesaison 2024/25 legte das RKI den Start etwa in der Kalenderwoche 51 (2024) fest. Die aktuelle Grippewelle aber startete wohl bereits in der Kalenderwoche 48 (2025). Den früheren Start der Grippesaison belegen auch Daten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Bereits in der ersten Kalenderwoche 2026 verzeichnet das LGL 4152 Fälle von Influenza – 2025 waren es 1103. Insgesamt registrierte die Behörde für die aktuelle Grippesaison bereits 17.874 Fälle.

    Bei der letzten Messung der Virusaktivität im Abwasser in Bayern am 7. Januar war die Konzentration des Influenzavirus A als „sehr hoch“ angegeben. Betroffen waren vor allem die Landkreise Altötting, München, Neu-Ulm/Ulm, Passau, Regensburg, Weiden, Nürnberg, Erlangen, Aschaffenburg, Schweinfurt, Bayreuth und Hof.

    Uniklinikum Augsburg sieht übliche Grippe-Belastung zur Saison

    Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, ist die Lage in den Krankenhäusern sehr unterschiedlich. In Nürnberg sind demnach die Betten der Infektstation der Kinderklinik zu 80 Prozent mit Grippefällen belegt. Laut Klinik-Sprecherin Isabel Lauer sei dies in der Häufigkeit ungewöhnlich und früher als zuvor. Auch im Uniklinikum Augsburg ist die Belastung mit Grippefällen hoch – aber der Jahreszeit entsprechend üblich. In Nördlingen hingegen verzeichnet das Klinikum eine „intensivere Saison“.

    Die Ständige Impfkommission rät vor allem Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und medizinischem Personal zur Grippe-Impfung. Einige EU-Länder und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen eine Grippeimpfung auch bei gesunden Kindern. Eine Impfung verhindert zwar nicht immer eine Ansteckung, kann aber schweren Verläufen vorbeugen.

    Neben der Impfung kann man sich im Winter zusätzlich mit dem Tragen einer Maske, gründlichem Händewaschen und dem Meiden von großen Menschenmengen vor einer Infektion schützen. Dazu rät der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband. Eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft könnten zudem helfen, den Körper und das Immunsystem zu stärken.

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