Endlich ist der Winter vorbei: Sonne, milde Temperaturen und die ersten Frühjahrsblüher haben in den vergangenen Wochen viele Menschen in Bayern raus ins Freie gelockt. Doch die Euphorie über das Frühlingswetter ist nicht überall gleich verbreitet. Denn gleichzeitig sind immer noch viele von Husten, Schnupfen, Fieber oder Heiserkeit geplagt. Warum sind noch immer so viele krank? Und wie stark sind derzeit Grippeviren, RSV und Coronaviren verbreitet? Zahlen des RKI geben Auskunft.
Grippewelle ebbt ab, RSV weiter verbreitet: Atemwegserkrankungen nehmen ab
Die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen lässt laut dem aktuellen RKI-Wochenbericht für die Kalenderwoche 10 stetig nach. Die Grippewelle hat ihren Zenit überschritten, immer weniger Erkrankte sind derzeit von Influenza betroffen. Gleichzeitig hält aber die Verbreitung des RS-Virus weiter an, betroffen von den Respiratorischen Synzytialviren sind derzeit alle Altersgruppen. Und auch andere Atemwegsviren sind derzeit noch im Umlauf.
Die gute Nachricht: Die Zahl der Krankenhausbesuche aufgrund akuter Atemwegsinfekte nimmt im Vergleich zur Vorwoche weiter ab. Auch im ambulanten Bereich waren zuletzt deutlich weniger Patienten wegen Grippe oder RSV beim Arzt.
Laut dem Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren zirkulieren noch immer vor allem RSV-Viren, die in 20 Prozent der eingesandten Proben von Nasen- und Rachenabstrichen nachweisbar waren sowie Influenza-A-Viren, die in 19 Prozent der Proben zu identifizieren waren. Daneben sind aber auch Coronaviren (14 Prozent) und humane Metapneumoviren (10 Prozent) im Umlauf.
Abwasser-Proben zeigen: Viruslast von Influenza geht zurück, RSV bleibt konstant
Aber nicht nur eingesandte Proben von Patienten-Tests sind ein wichtiger Erkennungsfaktor für die Verbreitung von Infektionskrankheiten. Auch anhand der Viruslast im Abwasser von Kläranlagen lässt sich identifizieren, wo und wie verbreitet einzelne Atemwegserkrankungen noch sind. Hier zeigt sich ebenfalls: Die Viruslast an Influenza-A-Viren geht weiter zurück. Doch die RSV-Virenlast hält sich auf einem konstanten Niveau. Coronaviren sind dauerhaft niedrig.
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