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Grippewelle aktuell: Höhepunkt laut RKI überschritten – Vorsicht bei RSV

Infektionen

RKI-Zahlen: Grippewelle ebbt ab, doch ein anderes Virus bleibt hartnäckig

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    Wird aktuell vermehrt gebraucht: das Taschentuch.
    Wird aktuell vermehrt gebraucht: das Taschentuch. Foto: Philip Dulian, dpa (Symbolbild)

    Die gute Nachricht vorweg: Der Scheitelpunkt der aktuellen Grippewelle ist überschritten. Zwar erkranken weiterhin Menschen aller Altersgruppen an der Influenza, doch der Trend zeigt nach unten. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet in seinem Bericht für die achte Kalenderwoche 2026 einen Rückgang bei den akuten Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung. Die Zahl sank im Vergleich zur Vorwoche und hat sich laut RKI auf einem „moderaten Niveau“ eingependelt. Doch ein anderes Virus hält sich hartnäckig.

    Wer derzeit mit Fieber, Husten oder Halsschmerzen zum Arzt geht, hat sich in vielen Fällen mit Grippeviren infiziert. In den vom RKI untersuchten Stichproben machten Influenza A-Viren mit 32 Prozent den größten Anteil aus. Dabei bestimmen zwei Varianten das Geschehen: Seit Beginn der Welle Ende 2025 wird überwiegend der Subtyp A(H3N2) nachgewiesen. Seltener tritt der Typ A(H1N1)pdm09 auf.

    RSV-Welle in Deutschland noch nicht vorbei

    Während die Grippezahlen langsam sinken, ist die Lage bei anderen Erregern weniger eindeutig. Neben der Influenza zirkulieren humane saisonale Coronaviren und das Respiratorische Synzytialvirus (RSV). Beide waren in jeweils 17 Prozent der positiven Proben zu finden.

    Besonders das RS-Virus hält sich hartnäckig: Die Werte für die RSV-Last im Abwasser blieben zuletzt stabil, in einigen Erfassungssystemen nahm die Aktivität sogar leicht zu. Auch die offiziell gemeldeten RSV-Fälle stagnierten in der achten Meldewoche, während Grippe- und Corona-Meldungen (SARS-CoV-2 spielt aktuell eine untergeordnete Rolle) weiter sanken. Gerade für sehr junge Patientinnen und Patienten kann RSV gefährlich werden. Früh- und Neugeborene, Säuglinge und Kinder mit chronischen Vorerkrankungen etwa der Lunge oder des Herzens gehören zur Risikogruppe.

    Ein Blick in die Krankenhäuser bestätigt allerdings den insgesamt abflachenden Trend der Atemwegserkrankungen. Die Zahl der schweren akuten respiratorischen Infektionen (SARI) ging im stationären Bereich weiter zurück. Sowohl die Arztbesuche als auch die Hospitalisierungen liegen unter den Werten, die zur gleichen Zeit in der Vorsaison gemessen wurden.

    In Krankenhäusern dominieren vor allem Influenza- und RS-Viren

    Bei den Patienten, die mit einer schweren Atemwegsinfektion im Krankenhaus behandelt werden mussten, stellten Ärzte folgende Diagnosen:

    • 30 Prozent Influenza
    • 13 Prozent RSV
    • 1 Prozent Covid-19

    Obwohl die gemessenen Zahlen sinken, warnt das RKI vor voreiligen Schlüssen bei der Schwere der Erkrankungen. Durch Meldeverzögerungen wird die Inzidenz schwerer Erkrankungen für die aktuelle Woche im sogenannten Nowcasting-Verfahren noch auf einem hohen Niveau geschätzt.

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