Es ist eigentlich kaum zu glauben, welcher Verrenkungen es bedarf, um in Deutschland den Erwerb des Autoführerscheins günstiger zu machen. Da braucht es Expertenkommissionen, Ministerkonferenzen, Gesetzgebungsverfahren, Evaluierungen und so weiter und so fort.
Wenn jetzt alles gut geht, dann ist nach mehr als einem Jahr das Ziel erreicht, das von Anfang an unstrittig war: Der Führerschein muss günstiger werden. Doch bis die gesetzlichen Bestimmungen so weit sind, haben wahrscheinlich schon etliche Fahrschulen pleite gemacht, denen die Kundschaft wegbleibt, die auf bessere Preise wartet.
Sogar dass Stühle im Schulungsraum eine Lehne haben müssen, ist vorgeschrieben
Dabei ist doch längst klar: Etliche Vorschriften sind aus der Zeit gefallen und gehören schleunigst entsorgt. Autos und Straßen wurden in den vergangenen Jahren immer besser und sicherer, vom Regelwerk für Führerscheinprüfung und Fahrschulen kann man das nicht behaupten. Immer noch gibt es unsinnig viel Theorie, immer noch werden den Fahrschulen Vorschriften gemacht, die die Preise treiben. Sogar, dass Stühle im Schulungsraum eine Lehne haben müssen, ist vorgeschrieben.
So richtig es ist, bei der Anpassung der Ausbildung Sorgfalt walten zu lassen, so falsch ist es, mit anderen Dingen zu warten. Überflüssige Preistreiber könnten schon längst weg und Preisvergleichs-Apps schon längst eingeführt sein.
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