Zum ersten Januar 2027 soll der Autoführerschein in Deutschland deutlich günstiger werden. Bis dahin sollen die entsprechenden Gesetze des Bundes geändert sein. Dieses Ziel hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) nach der Konferenz der Verkehrsminister am Donnerstag in Lindau genannt.
Dort hatte Schnieder für seine Pläne eine breite Rückendeckung erfahren. Sie sehen digitalen Theorieunterricht und weniger Prüfungsfragen vor. Zudem schlagen die Verkehrsminister der Länder vor, das bisherige Monopol des Tüv bei Führerscheinprüfungen aufzuweichen und auch andere Anbieter zuzulassen.
Größte Änderung könnte die Einführung der Laien-Ausbildung nach österreichischem Vorbild sein
Schnieder räumte ein, dass sein Zeitplan ehrgeizig sei. Wichtig sei ihm und seinen Kollegen, dass der günstigere Führerschein nicht auf Kosten der Sicherheit geht. Die offenen Detailfragen müssten nun im neuen Gesetz geklärt werden. Größte Änderung könnte aber die Einführung der Laien-Ausbildung nach österreichischem Vorbild sein. Dabei können beispielsweise Eltern ihren Kindern im eigenen Auto Fahrunterricht geben. Im Gespräch ist eine auf drei oder fünf Jahre beschränkte Experimentierklausel, die dann aber bundesweit gelten soll. Die einzelnen Bundesländer stehen der Laienausbildung unterschiedlich gegenüber.
Die zweitägige Konferenz der Verkehrsminister hat sich auch mit dem zukünftigen Preis des Deutschlandtickets befasst. Dieser wird künftig anhand eines Index errechnet, der die Kostensteigerungen für Personal, Energie und allgemeine Kosten abbildet. Der neue Preis fürs kommende Jahr soll Ende September feststehen.
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