Wenn man als vierköpfige Familie die Wiesn besucht – ein paar Süßigkeiten und Karussellfahrten für die Kinder, ein Mittagessen im Festzelt, dazu eine Maß für die Eltern – dann ist man schnell deutlich mehr als 200 Euro los. Fleißige Münchner Statistiker berechnen das jedes Jahr. Man stelle sich vor, jetzt käme noch Eintritt für die Theresienwiese hinzu: Da überlegt man als Familie schnell zweimal, ob man aufs Oktoberfest geht.
Den Feiernden im Wiesn-Zelt ist der Bierpreis egal
Eintritt für die Wiesn zu verlangen, würde nur die Menschen benachteiligen, für die das größte Volksfest der Welt kein kollektives Besäufnis ist. Die einfach nur über die Theresienwiese schlendern und einen netten Tag haben wollen. Dass die Wiesnwirte wegen des Eintritts die Preise für Bier und Hendl senken, ist nicht zu erwarten. Dass die Stadt eine Bierpreisdeckelung durchsetzt? Mehr als fraglich. Hinzu käme der riesige Verwaltungsaufwand.
Auf das Oktoberfest kommen täglich 200.000 Gäste
Man müsste Onlineportale zur Buchung und Wärter an Kassenhäuschen bereitstellen und sieht schon vor sich, wie die Schlangen an der Kasse von der Theresienwiese bis zum Stachus reichen. Die Wartezeit dürfte mehr Besucherinnen und Besucher abschrecken als der Eintrittspreis. Ein bisschen weniger Andrang würde der Wiesn mit täglich etwa 200.000 Gästen zwar guttun, aber zur Kostensteuerung eignet sich der Eintritt nicht.
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