Die CSU hat ein inniges Verhältnis zum Thema Führerschein entwickelt: Billiger soll er nach dem Willen der Christsozialen endlich werden, die Ausbildung entbürokratisiert und modernisiert werden. Wer ein freiwilliges „Bayernjahr“ absolviert, bei dem sich junge Menschen zum Beispiel im sozialen Bereich engagieren, dem will man den Führerschein sogar schenken. Weil, so die altvertraute Argumentation der CSU: Der Führerschein darf kein Luxusgut werden, weil er eben Mobilität bedeutet und zugleich Freiheit. Und wo kommt das besser an als im ländlich strukturierten Bayern, wo man auf das Auto vielerorts angewiesen ist?
Der Vorschlag hat gar keine Chance auf Umsetzung
Jetzt will die CSU den Führerschein bereits ab 16 Jahren erlauben. Das klingt erst einmal nach einem sinnvollen Vorschlag: Denn Verkehrsexperten sind sich einig, dass jeder Kilometer mehr, den Fahranfänger in Begleitung unterwegs sind, wertvolle Sicherheit gibt und damit das Unfallrisiko senkt. Nur: Schon jetzt ist klar, dass der Vorschlag gar keine Chance auf Umsetzung hat. Erst im November ist Deutschland auf EU-Ebene mit seinem Vorschlag für begleitetes Fahren ab 16 gescheitert. Und national lässt sich das gar nicht regeln.
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