Zahlreiche Wahlplakate säumen in München die Straßen und Wege.Foto: Sven Hoppe, dpa
In Bayern stehen Kommunalwahlen an. Am 8. März stimmen die Münchnerinnen und Münchner für ihren gewünschten Oberbürgermeister ab. Zur Wahl treten zwölf Kandidaten und eine Kandidatin an. Auch der amtierende OB Dieter Reiter (SPD) bewirbt sich – es wäre seine dritte Amtszeit. Parallel zur Wahl des neuen Münchner Oberhaupts wird der Stadtrat gewählt. Bei beiden dauert die Amtszeit jeweils sechs Jahre an.
Um die Wahl zu erleichtern, hat sich eine Gruppe junger Menschen zusammengetan und das digitale Hilfstool München-O-Mat entwickelt. Angelehnt an den bekannten Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung, können Nutzerinnen und Nutzer ihre politischen Überzeugungen mit den Thesen der einzelnen Parteien und Wählergruppen vergleichen. Im Gegensatz zu dem Tool der bpb handelt es sich hierbei um kommunalpolitische Standpunkte.
Kommunalwahl in München: Digital-Tool soll bei Entscheidung helfen
Träger des Projekts ist der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Region München. Auf der Webseite ist angegeben, dass ein ehrenamtliches Team die Thesen während eines Workshops im Oktober 2025 entwickelt hat. Zuvor konnten sich junge Menschen und Erstwähler über eine öffentliche Ausschreibung bewerben. Grundlage waren nach eigenen Angaben die Wahlprogramme und „Inputs von Expert*innen“.
„Der München-O-Mat richtet sich in erster Linie an Jung- und Erstwähler*innen, steht aber natürlich allen offen, die sich über die Kommunalwahl 2026 informieren möchten. Das Tool gibt den Nutzer*innen Orientierung und lädt zur Auseinandersetzung mit den Positionen der Parteien und Wählergruppen ein“, sagt Sabrina Böck, Projektleitung, in einer aktuellen Pressemitteilung. Der München-O-Mat ist am Mittwoch, 04. Februar, online gegangen
Vorbild Wahl-O-Mat: Lockerer Zugang zu Kommunalpolitik
Jede der 35 Thesen, beispielsweise „Die Stadt München soll nicht an ihren Klimazielen 2035 festhalten“, kann mit „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“ beantwortet werden. Es ist auch möglich, Aussagen zu überspringen. Die Antworten werden im Anschluss mit den Überzeugungen und Wahlprogrammen der Parteien und Wählergruppen verglichen. So entsteht eine Auswertung, die zeigt, mit welchen Parteien die größten Überschneidungen bestehen. Das Tool soll so niedrigschwellig über die Kommunalwahl 2026 informieren.
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