Erst am Freitag streikte das Kabinenpersonal, von Montag, 13. April, bis Dienstag, 14. April, streiken nun auch die Piloten der Deutschen Lufthansa. Zum Streik aufgerufen hatte die Vereinigung Cockpit (VC) am Samstag. Am größten bayerischen Flughafen in München, der ein wichtiges Lufthansa-Drehkreuz ist, werden deshalb auch am zweiten Streiktag Hunderte Flüge ausfallen.
Streik der Lufthansa-Piloten: Diese Flüge sind betroffen
Wie die Vereinigung Cockpit am Samstag in einer Pressemitteilung verkündete, sind von dem Streik Flüge aller großen Lufthansa-Airlines betroffen. Für den Airport München bedeutet dies erneut eine Herausforderung. Von den ursprünglich geplanten 1760 Starts und Landungen an den beiden Streiktagen müssen viele gestrichen werden. Wie eine Sprecherin des Münchner Flughafens mitteilte, sind, 720 Annullierungen gemeldet. Alleine am Dienstag fallen demnach von den geplanten 898 Starts und Landungen am Airport insgesamt 347 aus.
Diese Fluggesellschaften der Lufthansa Group sind vom Streik der Piloten betroffen:
- Lufthansa
- Lufthansa Cargo
- Lufthansa Cityline
- Eurowings
Auf den Internetseiten sowohl der Lufthansa als auch des Münchner Flughafens hieß es, Passagiere der betroffenen Fluggesellschaften seien gebeten, den Status ihres Fluges online zu prüfen und ihre Airline oder den Reiseveranstalter zu kontaktieren. Eurowings teilte auf seiner Internetseite mit, man gehe davon aus, dass man einen großen Teil des Flugprogramms durchführen könne – bei dem Ferienflieger waren demnach nur am Montag alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen.
Lufthansa: Pilotenstreik nach Arbeitskampf des Kabinenpersonals
Beim Streik des Kabinenpersonals am Freitag wurden einige Flüge auf andere Fluggesellschaften umgebucht. Dies soll auch beim Streik der Piloten der Fall sein, wie die Lufthansa auf Nachfrage erklärt. Andere Airlines der Lufthansa-Gruppe, die nicht vom Streik betroffen sind, sollen nach Möglichkeit zusätzliche Flüge von und nach Deutschland übernehmen oder größere Maschinen einsetzen. Der Streik von Pilotinnen und Piloten bei der Kernmarke Deutsche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline begann am Montag kurz nach Mitternacht um 0.01 Uhr und dauert 48 Stunden.
VC-Präsident Andreas Pinheiro sagte bei der Ankündigung des Streiks, die Arbeitgeberseite habe „jederzeit die Möglichkeit, den Streik abzuwenden, indem sie verhandlungsfähige Angebote vorlegt“. Die Lufthansa sieht in den Streiks „eine völlig neue Stufe der Eskalation“, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Kernforderung nach Verdopplung „einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar“, so das Statement der Airline.
Für die Lufthansa sowie den Flughafen München ist das Ende der Streiks mit dem Dienstag dann jedoch noch nicht erreicht. Am Montagabend kündigte die Gewerkschaft Ufo einen Streik des Kabinenpersonals bei der größten deutschen Fluggesellschaft an. So sollen unter anderem Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter am Mittwoch und Donnerstag, 15. und 16. April, ihre Arbeit niederlegen. Es wird dann voraussichtlich zu weiteren Hunderten Flugausfällen in München kommen.
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